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Kultur & GesellschaftTalk

MDR KULTUR trifft: Menschen von hier

Jede Woche stellen wir einen interessanten Menschen vor, der sich dem kulturellen Leben in Sachsen, Sachsen-Anhalt oder Thüringen besonders verpflichtet hat. Unsere Gäste geben Einblicke in ihr privates Leben und stellen ihre Arbeit vor.

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Folgen von MDR KULTUR trifft: Menschen von hier

54 Folgen
  • Folge vom 09.08.2025
    MDR Kultur trifft Sigrid Weise und Helmut Kolb
    Aus über 100 Bewerbungen von lokalen Initiativen, Vereinen und Einzelpersonen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen wählte eine Jury von MDR KULTUR und MDR KLASSIK 14 Orte aus. Am 15. August ist der MDR Sommergesang im gemeinnützigen Verein „Cinema Barby e.V.“ zu Gast. Das historische Kino wird seit 2021 als Kultur- und Begegnungsstätte betrieben. Zum Veran-staltungsprogramm gehören Filme, Konzerte, Kabarett und Diskussionsrunden. 2024 erhielt der Verein „Cinema Barby e.V.“ den Programmpreis der DEFA-Stiftung und den Anerkennungspreis bei der Demografiepreisverleihung des Landes Sachsen-Anhalt. Die Bildende Künstlerin Sigrun Weise und der Geograf, Geologe und Immobiliengutachter im Vor-ruhestand Helmut Kolb aus Berlin hatten das 1912 erbaute und an die 30 Jahre leerstehende marode Kino Cinema in Barby im Salzlandkreis bei einem Spaziergang im März 2018 entdeckt. Unbesehen ersteigerten sie es bei einer Auktion, sanierten und renovierten es drei Jahre lang mit Freunden, En-thusiasten und großer Unterstützung vieler Menschen in Barby. Sigrun Weise und Helmut Kolb gründeten 2020 den gemeinnützigen Verein Cinema Barby e.V., der das Kino seither als Kultur- und Begegnungsstätte betreibt. Im September 2021 öffnete das Haus mit einem Tag der offenen Tür und 140 Besuchern. Heute zählt der „Cinema Barby e.V.“ an die 30 Mitstreiter. Kinotag ist seit 2022 aller zwei Wochen am Wochenende, manchmal auch mehr. In Berlin-West wurde Sigrid Weise 1964 geboren. Nach einer Ausbildung zur Bürogehilfin nahm sie von 1986 bis 1993 ein Kunststudium an der Hochschule der Künste Berlin (jetzt UdK) auf, wurde 1993 Meisterschülerin. Im Rahmen des Erasmus-Studienprogramms führte sie der Weg ans Royals College of Art, London. Anschließend arbeitete Sigrid Weise in Berlin und bis heute als freischaf-fende Bildendende Künstlerin. Seit 1994 ist sie mit Helmut Kolb verheiratet. Beide haben 3 Söhne. Sigrid Weise nahm im Laufe der Jahre zahlreiche Förderungen und Studienaufenthalte wahr. 2025 absolvierte sie ein Aufenthaltsstipendium „A`Crapa Mangia“ in Castellabate/ Italien. Im vergange-nen Jahr war die Benefizausstellung „Zoologischer Garten“ für den Kunstverein Neukölln e.V. zu sehen, Videoinstallationen mit Helmut Kolb, 2018 erschien die Publikation „Ruhestätte – Erinne-rungskultur im Wandel“, seit 2017 gestaltet Sigrid Weise u.a. Kunst im Öffentlichen Raum mit der Plakatwand Mittenmang im U-Bahnhof Tempelhof „Unbekannte-Serie“. In Scheidegg im Allgäu wurde Helmut Kolb 1964 geboren. Nach dem Zivildienst in Nürnberg stu-dierte er von 1985 bis 1987 Geografie, Soziologie und Ethnologie an der Albrecht-Ludwigs-Universität Freiburg/ Breisgau, von 1987 bis 1994 Geografie, Geologie, Internationale Agrarent-wicklung an der TU Berlin und schloß mit dem Magister Artium ab. Forschungsreisen führten ihn während des Studiums nach Pakistan, Somalia und Kolumbien. Helmut Kolb arbeitete parallel zum Studium in einem Büro für Umweltfragen und war von 1994 bis 2022 als Immobiliengutachter in einem privaten Sachverständigenbüro, im öffentlichen Dienst und bei einem gewerblichen Immobi-lienfinanzierer tätig und arbeitete seit 2012 als Dozent bei verschiedenen finanzwirtschaftlichen Akademien in Deutschland. Seit 2022 ist er im Vorruhestand und Ausbilder für angehende Immobi-liengutachter. Moderation: Ellen Schweda Redaktion: Angelika Zapf
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  • Folge vom 02.08.2025
    MDR KULTUR trifft Sven Rössel
    Sven Rössel, Musikschulleiter, Musiker und Musikwissenschaftler, ist ausgewiesener Kenner der mitteldeutschen Musiklandschaft des 17. Jahrhunderts. Zum 350. Todestag legte er im Kamprad-Verlag eine eindrucksvolle Bildbiografie vor. Andreas Hammerschmidt, geboren 1611 in Böhmen und 1675 in Zittau verstorben, hinterließ über 700 Werke. Mit mehr als 20 Veranstaltungen, renommierten Ensembles und einem grenzüberschreitenden Programm wird sein Werk in diesem Jahr von Mai bis Oktober in Sachsen und Tschechien gefeiert. Am 17. August kommt in der Kreuzkirche Zittau das Festkonzert  „… von der himmlischen und irdischen Liebe“ mit dem Ensemble Polyharmonique und der Batzdorfer Hofkapelle zur Aufführung. Unter den Musikern ist auch Sven Rössel. Er spielt eine Violone nach Gasparo da Saló (1590) und einen Wiener Bass nach Johann Joseph Stadelmann (1750). 1982 wurde Sven Rössel in Cottbus geboren. Er studierte an den Hochschulen für Musik in Dresden, Köln und Leipzig und erhielt 2011 das Konzertexamen an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn-Bartholdy“ Leipzig. Sven Rössel spezialisierte sich zudem auf dem Gebiet der „Alten Musik“ und studierte historische Bass-Instrumente, spielte bei verschiedenen Ensemble wie lauttencompagney BERLIN, Neue Orchester-Köln, Batzendorfer Hofkapelle oder Concerto Köln. Gastspiele führten ihn nach Italien, Frankreich, Spanien, Rußland, Brasilien, Dubai, Tschechien, Österreich und Japan. Orchestererfahrungen sammelte er bei der Jungen Deutschen Philharmonie, den Hamburger Symphonikern und den Münchner Symphonikern. Von 2007 bis 2013 war Sven Rössel Kontrabassist der Anhaltischen Philharmonie Dessau. Von 2013 bis 2023 leitete er die Kreismusikschule Dreiländereck im Landkreis Zittau und gründetet 2021 und 2023 die Jugendkunstschulen Oberlausitz-Niederschlesien und Nordsachsen. Seit Sommer 2023 ist Sven Rössel Leiter der Kreismusikschule „Heinrich Schütz“ Landkreis Nordsachsen in Torgau. Im Ehrenamt ist er u.a. seit 2022 Kultursenator des Freistaates Sachsen, 1. Vorsitzender im Verband deutscher Musikschulen, Landesverband Sachsen e.V.Moderation:   Thomas BilleRedaktion:     Angelika Zapf
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  • Folge vom 26.07.2025
    MDR KULTUR trifft Andrea Wagner
    Andrea Wagner ist Gesellschafterin und Geschäftsführerin der W³ Wandel-Werte-Wege gGmbH, einer gemeinnützige Forschungseinrichtung, die sich seit 2015 auf die Erforschung und Förderung des Wieder - Anbaus von Safran in Deutschland spezialisiert hat und Safran-Felder im Altenburger Land bestellt. Mit ca. 2.000 Quadratmetern dürfte es das größte Safranfeld Deutschlands sein. Bereits vor 500 Jahren war der Crocus Sativus dort zu finden. Geschäftsführerin Andrea Wagner steht der wissenschaftliche Leiter Frank Spieth zur Seite. Der Tag der beiden beginnt mit mehreren Tassen grünem Tee mit Safran. Ihre Forschung wurde von 2016 bis 2021 im Rahmen des Programms „Neue Produkte der Bioökonomie“ durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Auch andere Förderer wie die Robert-Bosch-Stiftung und LEADER unterstützen das Ziel Safran, unter besonderer Berücksichtigung ökologischer Aspekte und des Klimawandels, in der regionalen Landwirtschaft zu etablieren. 2023 organisierte die W³ Wandel-Werte-Wege gGmbH in Altenburg das erste Deutsche Safran-Symposium und seit 2023 wird der Altenburger Safran auch touristisch vermarktet, u.a. mit der Kampagne „Safranleuchten“. Am 25. Oktober lädt Andrea Wagner zum ersten Safran-Salon in die Gnadenkapelle Altenburg. Das Thema: „Heimat: Der feine Salon“. Der Safran ist ein Herbstkrokus. Seine Blütezeit liegt zwischen September und November. Die Knollen müssen im August gepflanzt- und alle drei bis vier Jahre umgesetzt werden. Das Gewürz Safran entsteht aus den drei roten Stempelfäden, die per Hand geerntet und getrocknet werden. Für ein Gramm Safran benötigt es ca. 150 bis 200 Blüten. Ursprünglich stammt Safran aus der Ägäis und wird seit über 4.000 Jahren als Gewürz und Heilpflanze verwandt. Heute kommen über 90 % der weltweiten Produktion aus dem Iran. Vor 500 Jahren in Altenburg war Safran eine wertvolle Ressource, er galt als Symbol für Wohlstand, wurde am Altenburger Residenzschloss verwendet und sogar exportiert. Mit dem 30-jährigen Krieg ging das Wissen um den Anbau verloren. In Erfurt wurde Andrea Wagner 1969 geboren. Nach der Schulausbildung in Halle, besuchte sie die Erweitere Spezialoberschule in Wickersdorf bei Saalfeld und studierte von 1987 bis 1995 Germanistik, Slawistik und Erziehungswissenschaften an der Pädagogischen Hochschule Erfurt, am Pädagogischen Institut in Kaluga in der Sowjetunion, an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und der Humboldt-Universität Berlin. 1996 bis 2002 war Andrea Wagner Geschäftsführerin des Soziokulturellem Zentrums „Kulturpark Deutzen“ bei Leipzig. Zeitgleich nahm sie Weiterbildungen in der Theaterpädagogik, im Kulturmanagement, als Moderation für partizipative Großgruppenverfahren und Auditorin für familienbewußte Personalpolitik wahr. Ab 2003 arbeitete sie als selbständige Beraterin mit den Schwerpunkten Partizipation und Demokratieentwicklung und ab 2006 als Auditorin für das audit berufundfamilie, das audit familiengerechte hochschule und seit 2024 auch für das audit +vielfalt. 2015 erfolgte die Gründung der W³ Wandel-Werte-Wege gGmbH, mit Andrea Wagner als Gesellschafterin und Geschäftsführerin.Moderation: Ellen Schweda Redaktion: Angelika Zapf
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  • Folge vom 19.07.2025
    MDR KULTUR trifft Elisabeth Oertel
    Die in einem Dorf bei Greiz lebende Künstlerin Elisabeth Oertel ist derzeitige Landesstipendiatin der Kulturstiftung Thüringen und wird im Rahmen ihres Stipendiums ein „Archiv der Probleme“ erstellen. „Kunst ist mehr als Ästhetik. Kunst ist Begegnung, Kommunikation, eine Brücke zwischen Menschen und ihren Geschichten. Wenige Künstlerinnen verkörpern diese Idee so eindrucksvoll wie Elisabeth Oertel. Ihr Weg ist geprägt von Neugier, Mut und der ständigen Suche nach tiefgreifender Auseinandersetzung mit der Welt – sei es durch Bildhauerei, Film oder performative Interventionen“, so die Begründung der Jury. Mit ihrer Arbeit im Rahmen des Stipendiums möchte Elisabeth Oertel die Sorgen, Ängste und Hoffnungen der Menschen ihrer Region sichtbar machen. Vielen von ihnen fühlen sich nicht gehört. Elisabeth Oertel kommt mit ihnen zunächst ins Gespräch, hört zu, fragt, was „Zufriedenheit“ ausmacht, bevor sie an die künstlerische Umsetzung geht. In Greiz wurde Elisabeth Oertel 1985 geboren. Sie studierte 2007 bis 2009 Bildende Kunst in den Niederlanden, 2011 an der Estonian Academy of Arts Tallinn und anschließend an der Kunsthochschule Halle, Burg Giebichenstein, wo sie 2013 das Diplom erhielt. Anschließend arbeitete Elisabeth Oertel ein halbes Jahr in einem Atelier in Rotterdam und ist seit 2014 freischaffende Künstlerin, wirkt als Bildhauerin, Autorin und im Kurzfilm-Bereich. 2014 auch war sie Mitbegründerin der Künstlergruppe „leavinghomefunktion - Auf dem Landweg nach New York“ und ist seit 2020 Mitbegründerin der Filmproduktionsfirma „leavinghomefunktion“. Dort entstand 2020 in Zusammenarbeit mit Daniel von Rüdiger der Kinofilm „972 Breakdowns. Auf dem Landweg nach New York“, der auch im Stream und auf DVD zu sehen ist. Im September 2014 startete Elisabeth Oertel eine zweieinhalb Jahre währende Reise mit 4 weiteren Künstlerinnen und Künstlern von Halle nach New York: 43.000 Kilometer mit 4 Ural-Motorrädern und 972 Pannen. Zusammen mit Anne Knödler, Efy Zeniou, Johannes Fötsch und Kaupo Holmberg bereiste Elisabeth Oertel drei Kontinente, mehr als 20 Länder und sie begegneten Hunderten von Menschen, die ihnen bei den 972 Pannen halfen und alle namentlich im Abspann des Filmes erwähnt werden. Ein hochwertiger Kunstbildband nimmt den Betrachter mit auf diese Reise von Halle nach Berlin, seit 2017 erreichte die multimediale Performance „leavinghomefunktion“ in Österreich, Schweiz und Deutschland an die 50.000 Zuschauer und noch bis Januar 2026 kann „Auf dem Landweg nach New York – 4 Ural-Motorräder, 43.000 Kilometer, 972 Breakdowns“ in einer großflächigen, interaktiven Sonderausstellung auf Schloß Augustusburg bei Chemnitz besichtigt werden. 23.07. 2025 Wiederholung, 20.03 bis 21.00 Uhr Moderation: Carsten Tesch Redaktion: Angelika Zapf
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