Ex-Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries setzt sich für Gründerinnen ein. Im t3n Podcast erzählt sie im Gespräch mit t3n.de-Chefredakteur Stephan Dörner unter anderem, warum ihr eigenes Startup nie gegründet wurde und sie sich als junge Frau entschieden hat, Beamtin zu werden.
Was hält Zypries von einem „europäischen Facebook”, welche Regulierung benötigen wir für die Plattform-Ökonomie? Und warum profitiert die SPD nicht von der Tatsache, dass die Digitalisierung für viele Wähler soziale Fragen wieder ins Zentrum rückt und wie müssen wir uns auf eine Welt nach der Erwerbsarbeit einstellen?
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Wie wollen wir die Zukunft der Arbeitswelt gestalten? Bei t3n Arbeit in progress kommen CEOs, Führungskräfte, Coaches und diejenigen zu Wort, die Arbeitsweisen hinterfragen und verbessern wollen. Der Podcast hilft dir, dich in der Arbeitswelt sinnvoll einzubringen und weiterzuentwickeln. Sowohl auf persönlicher, als auch auf unternehmerischer Ebene. Moderiert werden die Episoden von Host Stella-Sophie Wojtczak. Jeden Freitag um 10 Uhr erscheint eine neue Folge.
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Folge vom 09.08.2019Brigitte Zypries, warum gründen so wenige Frauen Startups?
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Folge vom 26.07.2019Krypto-Ökonomin über Facebooks Libra: „Jetzt geht das Web 3 los“Einen viel größeren Schritt hätte Facebook nicht gehen können: In diesem Sommer hat Mark Zuckerbergs Tech-Konzern konkrete Pläne zu seiner neuen Währung Libra veröffentlicht. Facebook will zusammen mit Visa, Mastercard, Paypal und 24 anderen Partnern ein Zahlungssystem bauen, das wie eine Kryptowährung funktioniert. Gegenüber Kryptowährungen wie Bitcoin hätte Libra einen entscheidenden Vorteil: Facebook könnte mit seinen 2,4 Milliarden Nutzern dafür sorgen, dass Libra sich schnell weltweit etabliert. Facebooks Währung könnte große Auswirkungen darauf haben, wie Wirtschaft funktioniert: Libra könnte den Online-Handel umkrempeln, Libra-Transaktionen könnten teure Überweisungen in andere Länder ersetzen und so könnte Libra der Startschuss für ein neues Bankensystem werden. Und weil die Fäden des Projekts bei Facebook zusammenlaufen, könnte das Projekt Libra dem Tech-Konzern neue Macht verschaffen. Nach all den Daten-Skandalen, die Facebook in den letzten Jahren erschüttert haben, ist das Vertrauen in Mark Zuckerbergs Unternehmen allerdings am Boden. In der amerikanischen Politik stößt Facebooks Projekt Libra daher auf Widerstand. David Marcus, der Chef des Libra-Projekts, sagte dem amerikanischen Senat, man würde mit dem Projekt erst weitermachen, wenn die Zweifel ausgeräumt seien. Wir haben in der Zwischenzeit mit Shermin Voshmgir gesprochen. Voshmgir ist Gründerin des Blockchain-Hub und leitet das Forschungsinstitut für Kryptoökonomie der Wirtschaftsuniversität Wien. Gerade hat sie ihr neues Buch „Token Economy“ veröffentlicht. Seit Facebook Libra angekündigt hat, ist für Voshmgir klar: „Jetzt geht es los mit dem Web 3.“ Ob Facebook mit Libra ein so großer Player im Web 3 werden kann, wie im Web 2, ist für Voshmgir aber noch nicht ausgemacht. Im Podcast erklärt sie, woran Facebook und die großen Player der Finanzindustrie jetzt noch scheitern können.
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Folge vom 17.07.2019Was ihr zu Stimme und Karriere wissen müsstWie laut oder leise sollte man im Job sprechen? Wie muss sich die Sprechweise ändern, wenn du einen Vortrag hältst? Was sind einfache Tricks, deutlich zu reden? All das erfährst du in unserem neuesten Podcast. Stimm- und Sprechtrainerin Jutta Talley erläutert im Gespräch mit t3n.de-Chefredakteur Stephan Dörner, wie sich unsere Stimme und Sprechweise auf die Karriere auswirken – und welche Art von Sprechweise sich für welchen Kontext eignet. Jutta Talley erklärt, welche Sprechfehler viele machen, die kaum noch jemandem auffallen, und mit welchen einfachen Tricks wir deutlicher sprechen.
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Folge vom 12.07.2019Umwelt-Forscher: Flugtaxis wären ein Brandbeschleuniger für das KlimaWenn man Tilman Santarius in seinem Büro an der Technischen Universität in Berlin besucht, landet man ziemlich schnell bei den großen Fragen. Seit ungefähr vier Jahren forscht er zu Digitalisierung und Nachhaltigkeit. In einem seiner aktuellen Forschungsprojekte untersucht Santarius, ob Smarthome-Systeme Energie sparen. Das Problem bei Themen der Nachhaltigkeit: Selten gibt es auf solche Fragen eindeutige Antworten, meistens gibt es mehrere Ebenen. Bei Smarthome-Systemen geht es Santarius auch nicht nur darum, zu schauen, ob die Heizung der Nutzer jetzt mehr Energie verbraucht als vorher. Stattdessen fragt Santarius: Wie viel sogenannte „graue“ Energie fließt schon in der Produktion in die Anlage? Wie viel wird damit bei der Nutzung tatsächlich eingespart? Wie lange wird so eine Anlage überhaupt genutzt? Und was passiert mit dem Geld und der Energie, die damit gespart werden – gibt es dadurch mehr neue Investitionen in Smarthomes? Energieeinsparungen bedeuten nicht immer, dass tatsächlich auch weniger Energie verwendet wird. Einsparungen werden oft dadurch aufgefressen, dass man einfach mehr macht, erklärt Santarius. „50 Jahre deutsche Ingenieurskunst hat die Motoren stetig effizienter gemacht und zugleich wurden die Autos immer schwerer, PS-stärker und hatten mehr Facilities, Air-Condition etc. Der VW-Käfer von 1955 hatte 7,5 Liter auf 100 Kilometer und der VW-Beetle aus dem Jahre 2005, 50 Jahre später, hat 7,1 Liter auf 100 Kilometer. Also sozusagen nichts gewonnen,“ sagt Santarius. Für den sogenannten Rebound-Effekt gibt es ungefähr so viele Beispiele wie technische Neuerungen: Briefe brauchen Zeit. Seit wir E-Mails schreiben, sparen wir die Zeit nicht. Wir schreiben einfach viel mehr. Auch seit es Billigflieger gibt, geben Menschen nicht weniger Geld für das Fliegen aus – sie fliegen einfach viel mehr. Im t3n Podcast erklärt Tilman Santarius, auf welchen Gebieten der Rebound-Effekt eine Rolle spielt. Und warum es keine besonders ökologische Idee ist, Flugtaxis in den Stadtverkehr zu integrieren.