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Der Landraub – Wie Russland die Ukraine russifiziert
Die Regionen der Ukraine, die unter russischer Kontrolle stehen, erinnern an eine undurchsichtige Blackbox. Berichterstattung durch unabhängige Medien ist vor Ort unmöglich. Viele Bewohner trauen sich nicht, Gespräche mit Medienvertretern zu führen, da sie Furcht vor möglichen Konsequenzen haben.
Dennoch dringen genügend Informationen nach außen, um zu zeigen, dass die russischen Besatzer systematisch gegen alle ukrainischen Elemente in den von ihnen eroberten Bereichen vorgehen. Sie nutzen dabei verschiedene Mittel: kulturelle Unterdrückung, Eingriffe in das Bildungssystem, bürokratische Hürden sowie Gewalt.
Wer sich der Annahme einer russischen Staatsangehörigkeit verweigert, wird von sozialen Leistungen, Rentenzahlungen, Arbeitsmöglichkeiten und jedweder Unterstützung ausgeschlossen. Schulen werden zu Schauplätzen von Propaganda, wo schon Kinder militarisiert und indoktriniert werden, so berichten Menschenrechtsgruppen.
Häufig fliehen junge Männer aus der Ukraine, um sich der Zwangsrekrutierung in das russische Militär zu entziehen. Besonders während der Anfangsphase der großangelegten Invasion 2022 wurden Waisenkinder nach Russland gebracht und zur Adoption frei gegeben. Tausende Kinder sollen betroffen sein, deren Spuren oftmals verloren gingen. Auf diese Weise schafft Russland unwiderrufliche Tatsachen.
"Der Landraub – Wie Russland die Ukraine russifiziert" im Überblick
Der Landraub – Wie Russland die Ukraine russifiziert
von Rebecca Barth, Ellina Samovilova
| Sendezeit | Sa, 14.02.2026 | 11:05 - 12:00 Uhr |
| Sendung | Deutschlandfunk "Gesichter Europas" |