Kultur & GesellschaftWissenschaft & TechnikTalk
Der oekom podcast - Die guten Seiten der Zukunft Folgen
Wie können wir mit neuem Denken und beherztem Tun die Krisen unserer Zeit bewältigen? Der oekom podcast „Die guten Seiten der Zukunft“ gibt hierzu Denkanstöße. Mit Lesungen aus Büchern, Essays, Vorträgen und Gesprächen über Themen, die die Welt bewegen (sollten): Was tun gegen die Erhitzung unseres Planeten oder den Verlust an Biodiversität? Wie können wir unser eigenes Leben ökologischer und nachhaltiger gestalten – und dabei an Lebensqualität gewinnen? Vordenker*innen des weltweiten Diskurses über Nachhaltigkeit kommen zu Wort: analysieren klug, klären auf, stimmen nachdenklich – und machen Mut: für eine Zukunft mit Zukunft. Der oekom podcast „Die guten Seiten der Zukunft“ ist ein Gemeinschaftsprojekt des oekom vereins im Rahmen des Projektes "münchner zukunftssalon" mit dem oekom verlag.
Folgen von Der oekom podcast - Die guten Seiten der Zukunft
-
Folge vom 20.07.2026Das beste Europa aller Zeiten – Unerhörte Ideen für ein besseres Morgen [Ein Gespräch mit Katja Sinko & Peter Jelinek]Europa hat schon bessere Zeiten gesehen: Polarisierte Gesellschaften, Rechtsextreme auf dem Vormarsch, veraltete Strukturen – Es wird Zeit, Europa neu zu erfinden und mit unerhörten Ideen neu zu beleben. Diesem Ziel haben sich die beiden Europa-Aktivist:innen Katja Sinko und Peter Jelinek verschrieben. Beide blicken anders auf Brüssel als die meisten von uns. Wo andere in der EU nur ein lästiges „Bürokratiemonster“ sehen, erkennen sie die Potenziale für uns alle. Etwa durch die Einführung einer kostenlosen EuropaCard für den öffentlichen Nah- und Fernverkehr, durch ein „Recht auf Natur“, das uns freien Zugang zur Natur gewähren soll, oder ein „Recht auf Auszeit“, um Europa zu erleben und sich fortzubilden. Dass keine ihrer „unerhörten Ideen“ utopisch ist, verdeutlichen konkrete Beispiele aus Luxemburg, Estland oder Schweden. Sie lassen hoffen: Europa kann das Leben von Millionen Menschen besser, fairer und lebenswerter machen.
-
Folge vom 09.06.2026Greenwashing – Das schmutzige Geschäft mit dem Gewissen [Vortrag von Ursula Bittner]Wir recyceln, kaufen »klimaneutral« ein und vertrauen darauf, dass Unternehmen ihre Nachhaltigkeitsversprechen halten. Doch nicht jede „grüne“ Werbeaussage hält, was sie verspricht. „Greenwashing“ ist eher die Regel als die Ausnahme. Ein aktueller Greenpeace-Report deckt auf, wie die Industrie systematisch Politik und Verbraucherschaft mit leeren Versprechen und »freiwilligen Selbstverpflichtungen« ruhigstellt – und sich über ihre Lobbyarbeit längst Einfluss auf politische Entscheidungen gesichert hat. Greenwashing ist nicht nur irreführende Werbung – es ist ein lukratives Geschäftsmodell und Milliardenbusiness. Denn statt Umweltschutz zu betreiben, ist es billiger, ihn vorzutäuschen. Welche Strategien der Täuschung, aber auch politischen Einflussnahme stecken hinter Greenwashing? Welche tiefgreifenden Veränderungen bräuchte es, um Greenwashing zurückzudrängen und durch glaubwürdiges, wirksames Handeln zu ersetzen?
-
Folge vom 23.04.2026Neue Gentechnik-Regeln – Gezielter Verstoß gegen Vorsorgeprinzip und Wahlfreiheit?[Gespräch mit M. Mertens & A. Volling]Noch sind Europas Äcker weitgehend gentechnikfrei – doch das könnte sich bald ändern. Die EU plant die weitgehende Deregulierung von Pflanzen, die mithilfe Neuer Gentechnik hergestellt wurden. Sie sollen ohne jegliche ökologische und gesundheitliche Risikoprüfung und ohne Kennzeichnung auf den Markt kommen. Doch wie sicher ist die „Neue Gentechnik“ wirklich? Welche Kriterien für deren „Unbedenklichkeit“ liegen dem Gesetzesvorschlag zugrunde? Und was würde es für uns alle (aber auch für die Natur) bedeuten, wenn die Vorgaben der EU-Kommission wie geplant umgesetzt würden? Werden Vorsorgeprinzip und Wahlfreiheit dann den Interessen einiger weniger Gentechnikkonzerne geopfert? – Eine kritische Auseinandersetzung mit dem aktuellen Vorschlag der EU-Kommission, der Neuen Gentechnik den Weg auf die Äcker Europas zu ebnen.
-
Folge vom 19.03.2026Kann Künstliche Intelligenz die Natur schützen? [Ein Gespräch mit Frauke Fischer]Künstliche Intelligenz ist inzwischen allgegenwärtig: Wir lassen uns Texte von ihr übersetzen, ganze Referate schreiben, Staus vorhersagen und Bilder generieren. Alles in rasantem Tempo und mit z.T. verblüffenden Ergebnissen. Die Wildbiologin Frauke Fischer erklärt, wie mittlerweile auch im Naturschutz KI eingesetzt wird – etwa beim Monitoring von Tierarten, der Analyse von Tierstimmen oder der Früherkennung von Umweltveränderungen. Anhand konkreter Beispiele illustriert sie, wie digitale Technologien helfen können, Ökosysteme besser zu verstehen und die biologische Vielfalt zu schützen. Die Natur selbst braucht zwar keine App und keine KI. Aber wir Menschen brauchen die Natur – und die Hilfe von KI, um die Natur (vor uns) zu schützen.