
Klassische Musik
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
Drei Komponist:innen, die aus vollkommen unterschiedlichen musikalischen Sphären stammen – Florence Price, Fazıl Say und Erich Wolfgang Korngold – erweitern durch ihre Werke auf beeindruckende Weise die musikalischen Horizonte und entdecken neue Klangdimensionen. Florence Price ist bekannt dafür, als erste afroamerikanische Komponistin Musik geschaffen zu haben, die von namhaften Orchestern der USA gespielt wurde. Ihre Bearbeitung des langsamen Satzes, Andante moderato, aus ihrem Ersten Streichquartett, die von Peter Stanley Martin stammt, verbindet harmonisch die europäische Tradition mit afroamerikanischen Einflüssen und ergibt dadurch ein einzigartiges und emotionales Gesamtkunstwerk. In Prices Werken zeigt sich ihre bemerkenswerte Gabe, vertraute musikalische Formen auf neue Weise zu deuten und ihre kulturellen Ursprünge wirkungsvoll zu integrieren.
Fazıl Say beeindruckt als vielseitiger und inspirierender Musiker: Er gehört zu den renommiertesten Pianisten der Welt und interpretiert Stücke von der Klassik bis zur Moderne. Als Komponist hat er sich einen Ruf erarbeitet, indem er klassische Musikformen mit zeitgenössischen Einflüssen, Jazz-Elementen und türkischer Folkloristik vereint. Sein neues Klavierkonzert "Mother Earth", das anlässlich der Expo 2025 in Osaka entstanden ist, stellt ein kraftvolles musikalisches Abbild unseres Planeten dar, das sowohl die Schönheit der Erde würdigt als auch auf ihre Bedrohung aufmerksam macht. Der Abend endet mit Korngolds eindrucksvoller Symphonie in Fis, deren reichhaltige Orchesterfarben und emotionale Intensität die Lücke zwischen spätem romantischen Stil, moderner Theatralik und der filmischen Klanglandschaft überbrücken.
"Deutsches Symphonie-Orchester Berlin" im Überblick
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
von Price, Say, Korngold
Mit Leitung: John Storgårds / Fazıl Say, Klavier
Berliner Philharmonie
22. Februar 2026
| Sendezeit | Mo, 09.03.2026 | 20:03 - 22:00 Uhr |
| Sendung | BR-KLASSIK "Konzert" |