
Jazz
Die musikalischen Seiten der deutsch-französischen Freundschaft
Daniel Erdmann, der 1973 in Wolfsburg das Licht der Welt erblickte, bewegt sich zwischen den Klangwelten zweier Nationen: Deutschland und Frankreich. Der Saxophonist pendelte lange zwischen seinem Lebensmittelpunkt Berlin und seiner aktuellen Heimat Reims, wo er seit über zwei Jahrzehnten lebt. Sein europäischer Einfluss zeigt sich in zahlreichen Jazzprojekten, darunter aktuell die deutsch-französische Gruppe "Daniel Erdmann’s thérapie du couple".
Das "Paar" im Namen der Band symbolisiert die Beziehung zwischen Deutschland und Frankreich. Die facettenreiche Musik des Ensembles auf der Platte "I wanna hold your hand, François" zieht den Zuhörer sofort in ihren Bann. Die Jazzvokalistin Céline Rudolph wuchs in Berlin in einem bilingualen Umfeld auf, in dem sowohl Französisch als auch Deutsch gesprochen wurde. Im Herbst 2020 nahm sie eine Position am Jazzinstitut Berlin an. Auf ihrem Album "Salvador" interpretiert sie Werke von Henri Salvador in beiden Sprachen.
Rebecca Trescher, die aus Nürnberg stammt, ist Komponistin und spielt sowohl Klarinette als auch Saxophon. 2019 verbrachte sie als Stipendiatin der Cité International des Arts einige Monate in Paris. Ihr Werk "Paris Zyklus | The Spirit of the Streets" brachte ihr 2022 den Deutschen Jazzpreis in der Kategorie "Beste Komposition" ein. Das Trio Airelle Besson, Sebastian Sternal und Jonas Burgwinkel kennt sich seit mehr als einem Jahrzehnt und zelebriert die deutsch-französische Freundschaft auf ihrem Debütalbum "Surprise!".
Unter dem Leitgedanken "Zwei Länder, eine Liebe…?" erforscht Beatrix Gillmann die musikalische Dimension dieser internationalen Freundschaft und erkennt schnell, dass trotz bestehender Differenzen Großartiges entstehen kann, wenn man die kollektiven Stärken und Synergien nutzt.
"Zwei Länder, eine Liebe…?" im Überblick
| Sendezeit | Di, 05.05.2026 | 22:03 - 23:00 Uhr |
| Sendung | BR-KLASSIK "Jazztime" |