Wir sprechen gern in bildhaften Redensarten. «Du bist auf dem falschen Dampfer» oder «Sie hat die Zügel in der Hand» oder «jetzt musst du einen Zahn zulegen!»
Die Sprachbilder unserer Redensarten verändern sich mit den Lebenswelten unserer Alltagsumgebung. Wer früher auf dem Holzweg war, sitzt heute im falschen Film. Wer früher die Zügel in der Hand hielt, ist heute vielleicht der Babo im Haus.
In der Sendung werden alte und neue Redensarten erläutert mit den Bedeutungen «sich beeilen», «sich irren», «sich gut verstehen» und «bestimmen, Chef sein».
Was hat der Familienname Adank mit Dank zu tun?
Familien namens Adank sind in Wartau SG, Fläsch und Luzein GR alteingesessen. Ihr Name ist ein Übername und geht zurück auf das Wort Dank und eine Vorsilbe, die die Abwesenheit des Genannten ausdrückt. Adank bedeutet also wörtlich «danklos» und bezeichnete ursprünglich wahrscheinlich einen undankbaren Menschen, allenfalls auch jemanden, der den ihm zustehenden Dank nicht bekam.
Mundart
Dini Mundart - Schnabelweid Folgen
«Dini Mundart – Schnabelweid» ist die Sendung für alle, die Mundart lieben. Wir bringen die Mundartvielfalt der deutschen Schweiz zum Klingen. Lesungen von MundartautorInnen, Lieder von MundartsängerInnen, Geschichten und Beiträge zur Mundartkultur von Freiburg bis ins St.Galler Rheintal und von Schaffhausen bis zu den Walsern.
Folgen von Dini Mundart - Schnabelweid
50 Folgen
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Folge vom 09.07.2026Redensarten vom Dampfer bis zu den Zügeln
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Folge vom 02.07.2026Briefkasten: Warum sagen wir «sperrangelweit offen»?Neun Fragen aus unserem Publikum, neun Antworten von unseren Mundartredaktoren. In dieser Sendung beantworten die SRF-Mundartredaktoren folgende Mundartfragen: Woher kommt das Mundartwort «lättere» bzw. «lädere» für 'lichterloh brennen'? Warum sagt man in Graubünden für 'reizen' oder 'jucken' auch «nöössere»? Was steckt im fast vergessenen Verb «wolfele» für 'günstiger werden'? Antwortet man auf einen Dank zwingend mit «gärn gescheh» oder geht auch ein kurzes «gärn»? Woher kommt der Ausdruck «sperrangelweit»? Warum sagt man im älteren Schweizerdeutsch «schabab» für 'neidisch', 'verloren' oder 'todmüde'? Was bedeutet der merkwürdige Flurname «schräge Lebern»? Steckt im Flurnamen «Sibstel» vielleicht ein Siebtel von etwas? Woher stammt der Familienname T(h)enisch und was bedeutet er?
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Folge vom 25.06.2026Revolutioniert KI gerade das Sprachenlernen?Sprachlern-Apps setzen immer mehr auf Künstliche Intelligenz. Welche Vorteile das fürs Sprachenlernen bringt und wo die Risiken liegen, zeigt unser Sprachredaktor mit einem Selbstversuch. Dank KI in zwei Wochen Kroatisch lernen? So einfach ist es dann doch nicht. Aber der Selbstversuch von Sprachredaktor André Perler zeigt: Künstliche Intelligenz hebt das digitale Sprachenlernen auf ein neues Niveau: Konnte man bisher praktisch nur vorgefertigte Sätze nachsprechen und übersetzen, ist es nun möglich, Konversation zu üben – freie Gespräche über irgendwelche Themen. Der Chatbot antwortet spontan und kommt fast an ein menschliches Gegenüber heran. Auf der anderen Seite macht die KI immer noch Fehler, die Menschen nicht passieren würden. Und auch in Sachen Datenschutz sind Sprachlern-Apps nicht über alle Zweifel erhaben. Im zweiten Teil der Sendung erklärt der ehemalige Idiotikon-Chefredaktor Hans-Peter Schifferle den Nidwaldner Familiennamen Lussi.
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Folge vom 18.06.2026Mundart oder Hochdeutsch? (W)Vor dieser Frage stehen Menschen, die in die Deutschschweiz flüchten. Beide Sprachen sind im Alltag wichtig. In der Standardsprache wird gelesen und geschrieben und mit ihr kann man sich auch mündlich zurechtfinden. Aber die Einheimischen reden untereinander Mundart. Zwei Sprachvarianten also, die sich sehr stark unterscheiden. Markus Gasser und Nadia Zollinger von der SRF-Mundartredaktion besprechen in der Sendung die sprachlichen Herausforderungen, mit denen Flüchtlinge hier konfrontiert werden. Und sie gehen der Frage nach, wieso Deutsch so schwer zu lernen ist. Der irakisch-deutsche Autor Abbas Khider findet, in der deutschen Sprache werde ständig «geballert, geboxt und geknetet». Er meint damit: Es gibt so viele Regeln und gleichzeitig so viele Ausnahmen von diesen Regeln, dass man Deutsch eigentlich auswendig lernen müsse. Eine steile These! Mit ihm und mit Rahim Mohammadzadeh, der vor 6 Jahren aus dem Iran in die Schweiz geflüchtet ist, kommen Betroffene zu Wort, deren Integration durch die «Hölle des Deutschlernens» geführt hat. Wiederholung der Sendung vom 17.03.2022 Der Familienname «Lorenz» Der Familienname Lorenz ist an verschiedenen Orten unabhängig voneinander entstanden. Es ist ein Vatersname (Patronym): Der Taufname eines Vaters wurde als Familienname auf seine Kinder übertragen. Lorenz war als Taufname insbesondere wegen dem Heiligen Lorenz von Rom beliebt.