Im Mai 1914 leiht sich der 32-jährige Max Pechstein von seinem Kunsthändler Wolfgang Gurlitt 10.000 Mark und reist mit seiner Frau Lotte zur deutschen Insel-Kolonie Palau. Ihren einjährigen Sohn lassen sie bei den Großeltern in Zwickau zurück. Während sich für den deutschen Expressionisten der Traum vom Malerparadies in der Südsee zu erfüllen scheint, stellt sich bei der Künstlergattin alsbald Heimweh ein. Ihr erst 2016 veröffentlichtes Tagebuch erzählt von der Reise und vom Leben auf der Insel. Anfang August 1914 notiert sie: "Max hat es schön, er kann gehen, wann und wo er will - ich immer allein. Er hat oft schlechte Laune." Der Aufenthalt auf der Insel soll nur wenige Wochen dauern. Am 8. Oktober 1914 besetzt die japanische Armee den Archipel und deportiert die Pechsteins und alle anderen deutschen Kolonisten nach Nagasaki in die Gefangenschaft. Angeregt vom exklusiven Material aus Lottes Reisetagebuch und bisher ebenfalls unveröffentlichten Autographen Max Pechsteins (1881-1955), erzählt das Feature von den Ansichten eines Künstlerpaares auf großer Fahrt.Feature von Jürgen BalitzkiRegie: Nikolai von Koslowski Mit: Erwin Schastok (Erzähler), Lisa Hrdina (Lotte), Stephan Grossmann (Max), Susanne BardProduktion: MDR 2026Verfügbar bis 29. Juni 2027
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Folge vom 29.06.2026Max hat es schön – Lotte und Max Pechstein in der Südsee
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Folge vom 19.05.2026Der faule Apfel in der Kiste: Heimerziehung in der DDRAlex ist elf Jahre alt, als er im Sommer 1980 auf der Straße in ein Auto gezerrt und in ein Heim der DDR gebracht wird. Dort soll er "umerzogen" werden: Ein Schicksal, das über 135.000 Jugendliche in der DDR erlitten, darunter auch Jana und Corinna. Nach mehreren Fluchtversuchen landen die drei im geschlossenen Jugendwerkhof Torgau, der Endstation des Heimsystems. Wenig dringt nach außen, wenig nach innen – ein Nährboden für Gewalt und Missbrauch. Mit 18 Jahren entlassen, stehen die Jugendlichen vor einer ungewissen Zukunft: Ihre Abschlüsse verlieren nach der Wende an Wert, berufliche Perspektiven bleiben aus. Gleichzeitig setzen körperliche und seelische Spätfolgen ein. Wie überlebt man in einem System ohne Ausweg? Welche politischen Versäumnisse bestehen bis heute? Und wie kann Erinnerung, Gerechtigkeit und Teilhabe für die Betroffenen aussehen? Aktuelle Studien wie "Testimony" (2023) machen erstmals das Ausmaß der Misshandlungen sichtbar und öffnen einen Raum für die längst überfällige Aufarbeitung.Feature: Wanda SilberhornProduktion: Autorenproduktion 2025Verfügbar bis 19. Mal 2027
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Folge vom 27.04.2026Ich stehe keinem mehr gegenüber – der Schriftsteller Tschingis AitmatowIm Osten war der Schriftsteller Tschingis Aitmatow der große Hoffnungsträger. Im Westen galt er als Exot. Seine Literatur wurde in über 90 Sprachen übersetzt. Der Autor Günter Kotte lernte Tschingis Aitmatow 1963 bei der Kartoffelernte in Bühlau, bei Dresden, kennen. Jahre später besuchte er ihn in Moskau, dann in Luxemburg. So entstand über die Jahre eine gute Freundschaft. Feature von Günter Kotte Regie: Günter Kotte Produktion: MDR 2002 Verfügbar bis 27. April 2027
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Folge vom 25.04.2026Ich war ein Kind von TschernobylNach dem Reaktorunglück von Tschernobyl im Mai 1986 waren im angrenzenden Weißrussland etwa 5000 Orte verstrahlt. Darunter auch Tschausy, die Heimatstadt von Olga Kapustina. Sie war damals gerade ein Jahr alt und die Folgen der Katastrophe gehörten zu ihrem Alltag.Feature von Olga KapustinaRegie: Stefan KanisMitwirkende: Uve Teschner, Marina FrenkProduktion: MDR 2011Verfügbar bis zum 25. April 2027