Spätestens seit der Fußball WM 2006 kennen viele Menschen diesen Titel. Er eignet sich perfekt zur Hymne für besondere Ereignisse. Die Band „Fury in the Slaughterhouse“ hatte ihre große Zeit Anfang der 90er Jahre, als die Neue Deutsche Welle zu Ende ging. Die Musiker aus Hannover landeten mit diesem Ohrwurm auf ihrem zweiten Album ihren größten Hit. Ganz in der Tradition des Indiepop aus Großbritannien und USA wurden sie im Ausland oft gar nicht als deutsche Band wahrgenommen.
Kultur & Gesellschaft
Erklär mir Pop Folgen
In welchem politischen Kontext ist ein Song entstanden? Warum hat der Gitarrist das Solo so und nicht anders gespielt? Was macht die Band heute? Prof. Udo Dahmen, künstlerischer Direktor a.D. der Popakademie Mannheim und Berater für Popländ Baden-Württemberg erklärt jede Woche die Hintergründe eines großen Songs der Popmusikgeschichte.
Folgen von Erklär mir Pop
78 Folgen
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Folge vom 10.04.2026Fury in the Slaughterhouse: „Won´t forget these days“
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Folge vom 02.04.2026„In Memory of Elizabeth Reed“ – The Allman Brothers BandDer Song erschien erstmals im Jahr 1970 auf dem Album „Idlewild South“. Er zählt zu den wegweisenden Instrumentalstücken der Rockgeschichte und steht exemplarisch für den Sound der Band: den Southern Rock. Geschrieben wurde der Mix aus Blues, Jazz-Fusion und Countrymusik vom Gitarristen Dickey Betts. Der Titel „In Memory of Elizabeth Reed“ bezieht sich auf eine Frau, deren Grabstein der Gitarrist auf einem historischen Friedhof in Macon im US-Bundesstaat Georgia gefunden hatte.
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Folge vom 27.03.2026„1000 Knives" von Ryûichi Sakamoto und dem Yellow Magic OrchestraDer 2023 verstorbene Japaner Ryûichi Sakamoto war ein bedeutender Multikünstler - Musiker, studierter Musikethnologe, Filmkomponist und Schauspieler. Sakamoto zählt zu den wichtigsten Komponisten und Producer der elektronischen Szene. Die frühe Phase der deutschen Kultband Kraftwerk bezeichnete er als sein Vorbild. Doch Ryûichi Sakamoto selbst gilt im japanischen Umfeld als Pionier der elektronischen Musik, zusammen mit seinem Yellow Magic Orchestra gelangen ihm große internationale Erfolge.
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Folge vom 21.03.2026Protest im Stil von Pete Seger: Bruce Springsteen singt gegen Trumps Abschiebepolitik anAnfang des Jahres erschossen Beamte der US-Einwanderungsbehörde ICE zwei Menschen in Minneapolis. Das heizte die Protestwelle deutlich an, und bei einer großen Demonstration am 30. Januar trat Bruce Springsteen auf mit seinem Song „Streets of Minneapolis“. In nur vier Tagen hat er das Stück geschrieben und produziert. Popexperte Udo Dahmen erklärt, dass sich Springsteen schon immer mit seinen Songs auf die Seite der kleinen Leute gestellt hat, der Schwachen und Verfolgten. Damit setzt er die Tradition von Bob Dylan oder Joan Baez fort, die sich in den 1950er/60er Jahren der Bürgerrechtsbewegung anschlossen.