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FUSSBALL MML Folgen
Fast könnte man denken, sie hätten sich einfach zufällig in Hamburg getroffen. An einem Montag nach der Bundesliga, in einem viel zu engen Raum, in dem irgendjemand sechs Dosen Red Bull und drei Mikros vergessen hatte. Das wäre die perfekte Legende, sie ließe sich gut erzählen. Am Abend nach dem dritten Glas Chianti. Und vielleicht stimmt sie sogar. Denn Fussball MML, das war eine Idee, aus dem Moment und aus einer Sehnsucht heraus. Ein Vorschlag, es mal zu versuchen, über Fußball reden und schauen, was dann passiert. Das eigentlich simple Rezept, die eigentlich simple Versuchsanordnung. Eine in die Jahre gekommene Boyband, die als Dreierkette Weltmeister werden wollte. So standen wir da, am Anfang. Drei Männer, die sich, mal beiläufig, mal absichtlich, über den Weg gelaufen waren. In den Stadien und den Studios dieses Landes. www.fussballmml.de Produziert von MML & Podstars by OMR.
Folgen von FUSSBALL MML
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Folge vom 20.10.2021Süßes oder Suarez! - E11 - Saison 21/22Leute, es waren wieder Chaostage bei Fussball MML. Weil sich der eine (Lucas) am BER mit Kanye West erst um die letzten beiden Buchstaben seines Vornamens und dann auch noch um die letzte Taxe nach Kreuzberg streiten musste, während der andere (Maik) auf Sizilien vom Hund eines Nachbarn angefallen wurde, nachdem er bereits den Toten- gegen einen Pferdekopf hatte tauschen müssen. Frei nach dem Motto: auch den Ersten beißen die Hunde. So war es diesmal also am Dritten im Bunde (Micky), die Fahne hochzuhalten und von Hamburg aus auf eine Welt zu blicken, die sich mal wieder unterteilt in Arm und Reich, schwarzgelb und rosarot. In Kannich und Kimmich, in Aki und Uli. In Box-Weltmeister und Fallobstkörbe. In Finesse und Tristesse. In Mia san Mai und Nullzuvier. Und so weiter. Weil Rose in Dortmund schon wieder den Kopf hängen lässt, während die Bayern zeigen, dass man den Reichelt nicht braucht, wenn es der Julian auch mit Real aufnehmen kann. Das sind so die Zusammenhänge, die großen Gegensätze der Gegenwart. Für die wir, ohne mit der Wimper zu zucken, durchaus ein Auge haben. Und ein Ohr sowieso. Weshalb wir euch natürlich auch verraten, wer gerade Vereinsweltmeister ist und wer der nächste Weltfußballer sein sollte. Ehrensache. Wobei wir den dazugehörigen Ballon natürlich höchstpersönlich so lang mit heißer Luft füllen, bis unsere Lungen rasseln, als hätten wir den Frosch am Hals. Naja. Dazwischen allerdings gibt es noch Werbung im Grenzbereich und Assoziationsketten, Reden aus Silber, die sich bei genauerer Betrachtung als Modeschmuck erweisen, der schneller anläuft als Thomas Müller. Und vielleicht bringen wir diesen Fußballtrödel gleich noch selbst zum Pfandleiher. Wahres für Trares. Zuvor aber versetzen wir euch. In helle Aufregung, in Ekstase sogar. Mit dieser neuen Folge, wie immer nur auf der Ultrakurzwelle der Extralangatmigen. Viel Spaß!
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Folge vom 14.10.2021Terodde hadde dudde da? - E10 - Saison 21/22
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Folge vom 04.10.2021Ein Schuss vor den Bub - E09 - Saison 21/22Leute, was sollen wir noch sagen? Der Herbst steht vor der Tür und Maik Nöcker scheint seit Sonntag die Sonne aus dem Arsch. Er ist der Tabellenführer mit dem Totenkopf, ein Spitzenreiter der Apokalypse. Auch gänzlich ohne Filterkaffee. Weshalb er heute mit der Boomer-Kutsche zum Studio gekommen ist, wo er dann gleich neben dem Hausfrauenporsche von Micky Beisenherz parken durfte. So standen sie dort, silberne Rücken, elbgoldene Zeiten, und schritten schließlich Hand in Hand ans Mikrofon, um wieder alles zu geben. An diesem Tag nach dem Tag der Deutschen Eintracht, der eine als Calli, als Kanzler, als seine eigene Karikatur. Der andere mal wieder als Weltpokalsiegerbesieger, als echter Gourmeggle, als Guido Resthaarwelle. So nahmen sie Fahrt auf, mit dem Longboard nach München, die Standleitung bis nach Berlin. Und strichen mit zittrigen Fingern über die feinen Linien der gerade noch frischen Tabelle. Von oben nach unten, alles wieder schön eng beieinander. Weil die Bayern gestolpert waren, am Frankfurter Torwart verzweifelt, und sie jetzt wieder gejagt werden dürfen. Bis zum Winter von Bayer, danach auch vom Rest der so genannten Verfolger. Und natürlich fielen gleich danach auch lobende Worte. Für Freiburg und Streich, die noch immer schönste Überraschung der noch immer sehr jungen Saison. Jedes Kompliment ehedem auch ein Gruß in die Hauptstadt, wo ein Trainer arbeitet, der so klein ist, dass er nicht mal mehr über den Tellerrand reicht. Und wo am Donnerstag zuvor, das Stadion in anderen Farben, nicht nur der Anstand, sondern auch die Geschichte mit Füßen getreten wurde. Weil dort in der Kurve Brandstifter standen, die unbedingt zündeln wollten. Mit Wörtern zunächst, Freunde der Sonne. Dann hielt einer sein Feuerzeug an die Flagge der Gäste. Und ein anderer seinen rechten Arm in die Nacht. Parolen, als wäre da wieder die vollgepisste Jogginghose, das dunkeldeutsche Trikot. Eine Schande für alle, die für das Spiel gekommen waren, für Europa und den Pokal. Der Verein hat sich entschuldigt, der Staatsschutz ermittelt. Also, was sollen wir jetzt noch sagen? Was ohnehin bleibt, sind Gefühle. Hören aber müsst ihr schon selbst.
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Folge vom 27.09.2021Trainer aus Leder - E08 - Saison 21/22Leute, dieses Mal melden wir uns direkt aus dem Wahllokal, der Dreieckkneipe, der letzten Spelunke am Ende der Welt, um nach den ersten Hochrechnungen gleich wieder tief zu stapeln. Die Griffel an der Taktiktafel, mit Analysen aus der Kreidezeit. Strich drunter. Und Schwamm drüber. Wir schwelgen also, reisen zurück. In die 90er, in die Jahrhundertsommer an der Dreisam. Das Stadion uneben, der Trainer uneitel. Männer, die in Strandkörben saßen. Männer, die sie Kanzler nannten. Immer eng am Gegner, immer eng an den Menschen. Volksnah Finke. Freiburg, das waren 361 Spiele am Fluss, 999 Tore auf engstem Raum. Vorbei, Geschichte. Die Zukunft liegt am Park, auch das eine Achterbahn der Gefühle. Und wir winken traurig vom Tränenkarussell, drehen noch eine Runde zum Abschied, bis wir das Thema wechseln. Ganz harter Schnitt, weil bei Bayer der neue Poldi spielt. Oder der neue Havartz, je nachdem. Rudi Völler wird das nicht gern hören. Aber was sollen wir machen? Florian Wirtz, ein Junge, der kein Kölscher mehr ist, bricht nun mal die Rekorde des Prinzen. Da darf man sich durchaus verneigen, thronfolgerichtig. Und sonst? Ist Hertha nach Leipzig gefahren, um den Bullen den roten Teppich auszurollen. Für die große Gala zuhause. Die Berliner, höfliche Gäste, sie standen dann 90 Minuten Spalier. Fast demütig während der Demütigung. Doch während Pal Dardai diese Suppe jetzt erstmal auslöffeln muss, werfen wir schon einen kühnen Blick über den Tellerrand und stellen die vielleicht würzigste Frage des Weltfußballs. Wie immer schön abgeschmackt abgeschmeckt. Wie diese lautet, müsst ihr allerdings selbst heraus finden. In der neuen Folge. Wir wünschen euch viel Spaß dabei!