Ebenso früh begann ihre Filmkarriere. In Cate Shortlands gefeiertem Film “Lore” (2012) spielte sie überzeugend ein junges Mädchen, das sich in den letzten Tagen der Kriegswirren durchschlagen muss. Diese erste Hauptrolle, gespielt mit großer Sicherheit und Intensität, machte Saskia Rosendahl auf einen Schlag auch international bekannt. Seither hat die Schauspielerin mit sicherem Gespür viele, sehr besondere Rollen ausgewählt und gestaltet, wodurch sie zu einer der wichtigsten Darstellerinnen ihrer Generation wurde. Ob in der Serie “Weißensee”, in großen Produktionen wie “Werk ohne Autor” und “Fabian oder der Gang vor die Hunde” oder in Arthousefilmen wie “Zikaden”, immer hinterlässt sie einen starken, unverwechselbaren Eindruck. Im März nächsten Jahres sehen wir sie im Film "Ich sehe was, was ihr nicht siehst", wieder eine dieser herausfordernden Rollen, die sie so gern spielt, die Geschichte einer jungen Frau, die sich plötzlich das Leben nimmt . "Im MDR KULTUR Café sprechen wir mit ihr über ihren künstlerischen Weg, aber auch über ihre Heimatstadt Halle, die noch immer ihr zu Hause ist. Eine Sendung von Knut ElstermannRedaktion: Gabriele Bischoff
Kultur & Gesellschaft
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Informativ und unterhaltsam zugleich, das ist das MDR KULTUR-Café. In entspannter Atmosphäre erzählen prominente Gäste aus ihrem Leben, gewähren Einblicke in ihre Persönlichkeit und berichten über aktuelle berufliche Projekte.
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31 Folgen
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Folge vom 01.11.2026MDR KULTUR Café mit Saskia Rosendahl
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Folge vom 18.10.2026MDR KULTUR Café mit Michael KrebsEr ist Kabarettist, Musiker, Entertainer – und ein genauer Beobachter seiner Zeit: Michael Krebs tritt meistens auf Kleinkunstbühnen auf, manchmal aber auch auf Metal-Festivals und wo er spielt, verbindet er politischen Witz mit Musik, Alltagsbeobachtungen und einer gehörigen Portion Selbstironie. Dieses Jahr eröffnet der gebürtige Schwabe am vierten Oktoberwochenende das größte Humorfestival des Ostens und wird dann auch mit dem Löwenzahn geehrt werden.Im MDR KULTUR Café geht es um den Menschen und Künstler hinter den Pointen: um die Lust am musikalischen Kabarett, um gesellschaftliche Themen, die auf der Bühne plötzlich komisch werden, und um die Frage, was Kabarett in Zeiten sich überbietender realsatirischer Ereignisse eigentlich leisten kann. Er erzählt von seinem künstlerischen Weg, von der Arbeit an seinen Programmen und davon, was es bedeutet, vor einem Publikum zu stehen, das nicht nur lachen, sondern manchmal auch genauer hinschauen soll.Im MDR KULTUR Gespräch der Klavierkabarettist Miachael Krebs über Humor und Meinung, Musik und Bühne – und über die Kunst, den Finger in die Wunde zu legen, ohne dabei den Spaß zu verlieren.Eine Sendung von Ilka Hein.Redaktion: Gabriele Bischoff
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Folge vom 11.10.2026MDR KULTUR Café mit Annett Louisan2004 war das und ihr Markenzeichen damals wie heute ist ihre einzigartige, unverwechselbare Stimme. Zu hören gibt es diese Stimme auf ihrem neuen Album “Sehnsucht” und bei ihrer Deutschlandtour, die sie auch nach Mitteldeutschland bringt. Wie aus dem Mädchen aus Sachsen-Anhalt die Frau wurde, die heute ein Synonym für deutsche Chansons ist, ob so eine markante, aber auch polarisierende Stimme eher Fluch oder Segen ist, und warum es gar nicht so schlimm ist, älter zu werden, das erzählt Annett Louisan im MDR KULTUR Café.Eine Sendung von Kerstin PoppendieckRedaktion: Gabriele Bischoff
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Folge vom 04.10.2026MDR KULTUR Café mit Rosalie ThomassNach großen Rollen in Filmen wie „Grüße aus Fukushima“, „Eine unerhörte Frau“ oder „Die Känguru-Chroniken“ nimmt sie die Geschichten, die sie erzählen will, jetzt selbst in die Hand. Für „Lügen über meine Mutter“ hat sie den Roman von Daniela Dröscher für das Kino adaptiert und sich die Hauptrolle selbst geschrieben. Sie spielt Cornelia, eine Frau, deren Ehemann ihren Körper zum Problem erklärt und damit Macht über sie ausübt. „Es geht nicht darum, dass die Frau mehrgewichtig ist und dem Mann das nicht passt“, sagt Rosalie Thomass. „Es geht darum, dass die Frau existiert und dass dem Mann das nicht passt.“Eine Frau, die ihren Platz mit großer Selbstverständlichkeit beansprucht, spielt Rosalie Thomass auch in ihrer neuen Rolle im Franken-„Tatort“. Als Kriminalhauptkommissarin Emmi Rathgeber tritt sie an die Seite von Fabian Hinrichs. Schon bei ihrem ersten Auftritt im Nürnberger Großraumbüro verändern sich die Kräfteverhältnisse. Die Neue wartet nicht ab, bis ihr jemand einen Platz anbietet. Sie nimmt sich den Raum.„Wir profitieren sehr davon, dass wir uns gegenseitig überraschen können und wollen“, sagt Thomass über die Zusammenarbeit mit Hinrichs.„Lügen über meine Mutter“ erzählt von Bodyshaming, ungewollter Mutterschaft und finanzieller Abhängigkeit. Themen, die für Rosalie Thomass keineswegs erledigt sind. Sie ist selbst bei einer alleinerziehenden Mutter aufgewachsen: „Strukturell ist das wirklich die komplette Arschkarte. Und daran hat sich gar nichts verbessert.“ Noch immer seien vor allem Mütter benachteiligt. Deshalb müsse auch darüber gesprochen werden dürfen, was Mutterschaft politisch, gesellschaftlich und wirtschaftlich für Frauen bedeutet.Gefragt, ob der feministische Kampf inzwischen nicht an vielen Stellen gewonnen sei, verweist sie auf Femizide und Gewalt gegen Frauen. Hinzukommen Schönheitsnormen und Körperbilder der Gegenwart, die Rosalie Thomass als Teil eines Systems versteht, in dem Frauen lernen, mit ihrem Körper unzufrieden zu sein. Dieses Spiel könne keine gewinnen. Andererseits, wenn jemand ihren Körper kommentieren wolle, sei das nicht ihr Problem. „Dafür braucht man einen widerspenstigen Grundcharakter – und den habe ich zum Glück.“Eine Sendung von Carsten TeschRedaktion: Gabriele Bischoff