Keine Frage, Egon Erwin Kisch war ein Teufelskerl. Stets schneller als die Konkurrenz. Immer da, wo es brannte. Ein Held der investigativen Reportage. Der Meister der journalistischen Enthüllung. Spätestens als er mit dem später mehrfach verfilmten Fall von Oberst Alfred Redl im Jahr 1913 die wohl pikanteste Spionagegeschichte Europas vor dem Ersten Weltkrieg aufdeckte. All das schreiben wir Kisch heute zu. Aber was, wenn Kisch sich das vor allem selbst zugeschrieben hat? War der Journalist, nach dem bis heute die wichtigste Reportage-Kategorie beim jährlichen „Stern“-Preis benannt ist, genauso ein fantasievoller Hochstapler wie nicht wenige der Menschen, über die er geschrieben hat? Das Feature begibt sich in Prag, in Kischs Geburtsstadt, auf eine detaillierte Spurensuche und macht erstaunliche Entdeckungen.
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Folge vom 28.12.2025Die fabelhafte Welt des Egon Erwin Kisch
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Folge vom 21.12.2025Elsa und Olaf - Zwei Menschen und die LiebeZwei Menschen und die Liebe "Trauer ist schwarz, Angst dunkelblau." Olaf weiß Bescheid. Er erzählt Elsa von der Angst, von der Überwindung der Angst. Dann fragt er Elsa. Sie redet, sie schweigt, sie weint, sie hat immer noch Angst, Angst vor ihrem Stiefvater, der sie als junges Mädchen und erwachsene Frau mehrmals vergewaltigt und zweimal geschwängert hat. Olaf und Elsa erzählen sich aus ihrem Leben. Elsa kommt aus Kasachstan, Olaf aus Norddeutschland. Beide sind geistig behindert. Vor Jahren haben sie sich über die Schatzkiste e.V., eine Partnervermittlung für Menschen mit Behinderung, kennengelernt. Inzwischen sind sie verheiratet und spielen zusammen Theater: Hamlet, Leonce und Lena, Die Zauberflöte. Olaf arbeitete bei der Hamburger Künstlergruppe "Die Schlumper", Elsa in einer "Werkstatt für Behinderte". Beide spielen in der Minotauros Kompanie. Sie sind ein Künstlerpaar, nur anders. Von Julia Solovieva Redaktion: Joachim Dicks Produktion: NDR 2012
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Folge vom 21.12.2025Elsa und Olaf - Zwei Menschen und die LiebeZwei Menschen und die Liebe "Trauer ist schwarz, Angst dunkelblau." Olaf weiß Bescheid. Er erzählt Elsa von der Angst, von der Überwindung der Angst. Dann fragt er Elsa. Sie redet, sie schweigt, sie weint, sie hat immer noch Angst, Angst vor ihrem Stiefvater, der sie als junges Mädchen und erwachsene Frau mehrmals vergewaltigt und zweimal geschwängert hat. Olaf und Elsa erzählen sich aus ihrem Leben. Elsa kommt aus Kasachstan, Olaf aus Norddeutschland. Beide sind geistig behindert. Vor Jahren haben sie sich über die Schatzkiste e.V., eine Partnervermittlung für Menschen mit Behinderung, kennengelernt. Inzwischen sind sie verheiratet und spielen zusammen Theater: Hamlet, Leonce und Lena, Die Zauberflöte. Olaf arbeitete bei der Hamburger Künstlergruppe "Die Schlumper", Elsa in einer "Werkstatt für Behinderte". Beide spielen in der Minotauros Kompanie. Sie sind ein Künstlerpaar, nur anders. Von Julia Solovieva Redaktion: Joachim Dicks Produktion: NDR 2012
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Folge vom 14.12.2025Der AbsturzEine Grenzerfahrung erlebt von Johannes Groschupf Der Absturz eines Helikopters, der sich am 31.03.1994 in der algerischen Sahara ereignete und der vierzehn Todesopfer forderte, wird hier von Johannes Groschupf, dem einzigen Überlebenden, erzählt. In einer Sprache von beklemmender Intensität wird dem Hörer eine Innenansicht dieser Grenzerfahrung ermöglicht, die - in ihrem Schmerz wie in ihrem tiefen Glück - außergewöhnlich fesselnd ist. Die Haut des Autors war zu 80 Prozent verbrannt. Das Leben ist ihm noch einmal geschenkt worden. Die NDR-Produktion wurde 1999 mit dem Robert-Geisendörfer-Preis ausgezeichnet und hat als hoffnungsspendende Geschichte, dass das Leben manchmal weitergeht, obwohl wir dies nicht für möglich halten, nichts von ihrer Wirkungskraft eingebüßt. Von Johannes Groschupf Redaktion: Joachim Dicks Produktion: NDR 1998