Amerikanische NGOs, die bisher in internationalen Krisengebieten tätig waren, gehen in der eigenen Heimat gegen gesellschaftliche Spaltung vor. Der Journalist Anselm Jessen untersucht diese Initiativen für einen Podcast. Ich, Elias Gottstein, bin als Tonmann dabei. Für drei Monate reisen wir zur Zeit der Amtseinführung Donald Trumps durch die USA. Ich kenne Anselm schon lange, er ist der beste Freund meines Patenonkels – daher weiß ich, dass diese Reise ein ziemliches Abenteuer werden kann: Denn Anselm lebt mit einer bipolaren Störung – mit Phasen tiefer Erschöpfung und manischen Höhen, in denen er außergewöhnliche Projekte realisiert. Daher entschließe ich mich, sein Leben anhand der Reise zu dokumentieren. Während wir durch die elektrisierten und gespaltenen Staaten fahren, stellt sich mir als Begleiter zunehmend die Frage: Ist Anselms Interesse am Engagement gegen die äußere Polarisierung auch eine Suche nach Wegen aus der inneren Polarisierung? Besteht der Ausweg eventuell darin, das eigene Wohlbefinden nicht an den Erfolg weltbewegender Projekte zu knüpfen? Und kennen nicht viele Menschen diese psychische Abhängigkeit von Status und Erfolg – wenn auch in nicht ganz so extremer Form?
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47 Folgen
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Folge vom 03.05.2026Bipolar durch die USA
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Folge vom 22.04.2026Schöner, stiller Gefährte der NachtEr begleitet uns, schenkt uns romantische Stunden und weckt Sehnsüchte und Fantasien. Sein Silberschein inspiriert bis heute zahllose Dichter, Maler und Komponisten, beschäftigt Filmemacher und Philosophen. Schon seit Urzeiten hat der Mond uns fasziniert. Sein regelmäßiges Werden und Vergehen, das die Menschen als Kreislauf des Lebens deuteten, weckte ihren Wunsch, Phänomene der Natur zu verstehen und den Weltraum zu erforschen. Und daran hat sich bis auf den heutigen Tag nichts geändert.Seit einigen Jahren versuchen immer mehr Menschen, wieder im Einklang mit der Natur zu leben. Da wird gegärtnert mit dem Mond, gebacken und gekocht, gesät und geerntet, geliebt, gebaut, gereist und geheilt mit dem Mond. Und Wissenschaftler bemühen sich immer wieder aufs Neue, Licht in das Dunkel der Mutmaßungen zu bringen und auch die letzten Geheimnisse unseres stillen Begleiters zu entschlüsseln.
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Folge vom 17.04.2026Mer wälle bleïwe wåt mer senn"Ech woar ja en der Stoht …" – per Zufall stößt der Autor auf alte Tonaufnahmen in Siebenbürgischer Mundart. Er selbst ist Kind eines Siebenbürger Sachsen und damit eigentlich Teil dieser deutschsprachigen Minderheit, die über 700 Jahre in Rumänien lebte. Doch der Kontakt zum Vater ist lange abgebrochen und die Tonaufnahmen wie auch die gesamte siebenbürgische Kultur erscheinen ihm fremd. Lässt sich das ändern? Eine Suche nach der Vatersprache.
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Folge vom 01.04.2026ProvinzjugendHarsewinkel, eine ostwestfälische Provinzstadt, ist der Ort, an dem der Autor Tobias Siebert seine Kindheit verbrachte. Mit ambivalentem Gefühl blickt er heute zurück auf die Zeit, in der auch AfD-Chefin Alice Weidel aufwuchs. Lange mied er seine Heimat, bis er auf dem Dachboden seiner Mutter eine alte Kassette findet: sein verstorbener Vater erzählt von der Hitlerjugend. Dies löst eine intensive Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte aus. Mehrfach reist Siebert zurück, um verdrängte Geschichten der Jugend, der Stadt und der Gesellschaft zu erforschen. Dabei entdeckt er auch die Jugendjahre von Alice Weidel und eine tiefsitzende Verdrängung der NS-Vergangenheit, die bis heute spürbar ist.