Die legalen Steueroasen in Deutschland
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Steueroasen in Deutschland - Kann denn Steuernsparen Sünde sein?

Ein verlassenes Büro, ein Unternehmensschild – und im Nu strömen enorme Geldsummen. Gemeinden verlocken milliardenschwere Firmen mit extrem niedrigen Steuersätzen. Anderswo wiederum mangelt es an Geldern für Bildungseinrichtungen, Kindergärten und Verkehrsinfrastruktur. Wer trägt letztendlich die Kosten?

Mitten in Deutschland entwickeln sich steuerliche Oasen, die Städten erhebliche finanzielle Mittel entziehen. Während internationale Unternehmungen ihre Erträge in Regionen verlagern, in denen kaum Abgaben fällig werden, geraten viele Gemeinden und Länder in Bedrängnis. Dies wird durch ein legales System ermöglicht, das seit Langem umstritten ist: Die Kommunen sind befugt, eigenständig die Höhe der Gewerbesteuer festzulegen, die sie von Betrieben verlangen. Dieses vermeintlich trockene Finanzthema hat direkte Konsequenzen für zahllose Menschen im Alltag. Denn verbleiben die Steuerzahlungen nicht dort, wo produziert wird, fehlen die Mittel für wichtige Investitionen in Schulen, kulturelle Angebote und die Infrastruktur. Im kommenden Jahr sollen daher die Mindeststeuersätze angehoben werden, um den Gemeinden einen fixen Betrag zu sichern. Dennoch zweifeln Fachleute daran, dass der Konkurrenzkampf um geringe Steuersätze damit beendet sein wird.

"Steueroasen in Deutschland - Kann denn Steuernsparen Sünde sein?" im Überblick

Steueroasen in Deutschland - Kann denn Steuernsparen Sünde sein?

von Heiner Kiesel

Sendezeit Mo, 28.09.2026 | 19:30 - 20:00 Uhr
Sendung Deutschlandfunk Kultur "Zeitfragen Feature - Politik und Soziales"
Radiosendung