Die Schweiz kennt in grossen Unternehmen seit fünf Jahren eine Frauenquote. Nun kommt die emeritierte Wirtschaftsprofessorin Margit Osterloh zum Schluss: Die Quote ist unnötig und sogar schädlich. Wie kommt sie zu dieser Aussage? Osterloh ist zu Gast bei Simone Hulliger.
Zwanzig Prozent Frauen in Geschäftsleitungen, dreissig Prozent Frauen in Verwaltungsräten von grossen börsenkotierten Unternehmen: Seit der Einführung der Frauenquote wurden diese Zielwerte im Schnitt erreicht. Allerdings: Frauen bleiben in Geschäftsleitungen nur halb so lange wie Männer, stellt Osterloh in ihrem neuen Buch fest. Da das Angebot an Frauen, welche Karriere machen wollen, zu klein sei, würden die Firmen einander die Frauen abwerben. Die kurze Verweildauer schade den Frauen und sei nicht förderlich für die Unternehmen. Man sollte die Frauen nicht zwingen, Machtpositionen zu wollen, so Osterloh. Zusammen mit Katja Rost, Maria Rebecca Augstburger und Pierrette Lamezan hat sie das Buch verfasst: «Bumerang Frauenquote. Für Gleichberechtigung statt Gleichstellung.» Margit Osterloh ist emeritierte Professorin für Betriebswirtschaft der Uni Zürich und Gründerin der Forschungsplattform «Crema».
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Die aktuelle Talk-Sendung: Im Tagesgespräch wird das Thema des Tages mit Gästen aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft diskutiert und vertieft.
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Folge vom 20.05.2026Margit Osterloh: «Die Frauenquote ist schädlich»
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Folge vom 19.05.2026Corine Mauch über Macht, Mieten und MärchenNach 17 Jahren tritt Corine Mauch (SP) als Zürcher Stadtpräsidentin ab. Im Gespräch zieht sie Bilanz, kritisiert die mangelnde Berücksichtigung der Städte in der nationalen Politik, spricht über ihre Frau und erklärt, warum mehr bauen nicht automatisch zu tieferen Mieten führt. Das sei eine Mär. Wer die prägenden und erfolgreichsten linken Politikerinnen und Politiker der vergangenen zwanzig Jahre aufzählt, landet rasch bei Corine Mauch. Seit 2009 steht sie an der Spitze der grössten Schweizer Stadt und damit eines zentralen wirtschaftlichen Motors des Landes. Zürichs erste Stadtpräsidentin prägte die Stadt politisch und gesellschaftlich - nun hört sie nach 17 Jahren auf. Corine Mauch ist zu Gast bei David Karasek.
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Folge vom 18.05.2026Abstimmungskontroverse zur NachhaltigkeitsinitiativeDie SVP Nachhaltigkeitsinitiative verlangt, dass bis 2050 die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz 10 Millionen Menschen nicht überschreitet. Dafür soll die Zuwanderung stärker begrenzt werden. Die Partei begründet dies mit dem Schutz von Umwelt und Lebensqualität: Weniger Menschen bedeuteten weniger Druck auf Infrastruktur, Wohnraum, Verkehr, Energie und Landschaft. Kritiker hingegen warnen, dass eine starre Obergrenze den Arbeitskräftemangel verschärfen, das Wirtschaftswachstum bremsen und den Wohlstand der Schweiz gefährden könnte. Zudem könnte eine starre Begrenzung der Zuwanderung zu Spannungen mit der EU und zur Auflösung von internationalen Abkommen führen. Über Vor- und Nachteile der Initiative diskutieren SVP-Präsident Marcel Dettling und SP-Co-Präsident Cédric Wermuth.
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Folge vom 16.05.2026Wie lange verhandelt die Schweiz noch mit den USA, Herr Parmelin?Seit Monaten verhandelt die Schweiz mit den USA über ein Handelsabkommen – bisher ohne Resultat. Derweil werden von der Schweiz bestellte Rüstungsgüter aus den USA immer teurer. Wie reagiert Bundespräsident Guy Parmelin? Im Januar hat der Bundesrat Verhandlungen mit den USA gestartet und im März bekräftigt, sie weiterzuführen, obschon der Oberste Gerichtshof der USA im Februar festgestellt hat, dass US-Präsident Donald Trump gar nicht befugt gewesen sei, Zusatzzölle zu verhängen. Diesen Mittwoch hat der Bundesrat die Lage in einer Klausur erörtert. In der «Samstagsrundschau» sagt Bundespräsident Guy Parmelin, wie es nun weitergehen soll. Thema in der Sendung ist auch die Europäische Union, die trotz Einigung mit dem Schweizer Bundesrat auf ein ganzes Vertragspaket massiv höhere Zölle für Schweizer Stahlproduzenten verhängen und eine neue Verordnung zu arbeitslosen Grenzgängern einführen will, welche die Schweiz nach Schätzungen des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) zusätzlich bis zu 900 Millionen Franken pro Jahr kosten könnte. Bundespräsident Guy Parmelin stellt sich den Fragen von Philipp Burkhardt. Ergänzend zum «Tagesgespräch» finden Sie jeden Samstag in unserem Kanal die aktuelle «Samstagsrundschau».