
Klassik-Konzerte & OperKlassik-Feature
Wiedererweckung mit Folgen - Neue Cembalowerke des 20. Jahrunderts
Um etwa 1926 erlebte das Cembalo eine Wiedergeburt, sowohl in neuen Kompositionen als auch durch die Aufführung historischer Musikstücke.
Obwohl Haydn und Mozart das Instrument zunächst weiterhin in Rezitativen- und Basso-Continuo-Teilen einsetzten, verlor es gegen Ende des 18. Jahrhunderts seine Bedeutung als Solo-Instrument. Erst fast anderthalb Jahrhunderte später, nach 1900, entdeckte die polnische Klaviervirtuosin Wanda Landowska das Cembalo wieder für sich.
Sie inspirierte nicht nur den Bau neuer Instrumente, sondern ermutigte ebenso Komponisten, neue Stücke dafür zu schaffen. So schrieb Manuel de Falla 1926 ein Cembalokonzert für sie, und knapp zwei Jahre später schuf Francis Poulenc ebenfalls ein solches Werk. Auch in der Folge interessierten sich etliche moderne Komponisten für dieses alte Instrument. Ab den 1950er-Jahren kehrte es in immer hochwertigeren Nachbauten in die historische Musikszene zurück und verdrängte das moderne Piano zunehmend aus diesem Bereich.
"Wiedererweckung mit Folgen - Neue Cembalowerke des 20. Jahrunderts" im Überblick
Wiedererweckung mit Folgen - Neue Cembalowerke des 20. Jahrunderts
von Klaus Gehrke
| Sendezeit | Do, 09.04.2026 | 22:05 - 22:50 Uhr |
| Sendung | Deutschlandfunk "Historische Aufnahmen" |