Tiefe Gläubigkeit prägte lebenslang Ludwigs Wertesystem. Sein Glaube bildete für ihn keinen Gegensatz zu seinen Freiheitsidealen. Doch standen seine liberalen Ideen von Beginn an neben seinem Wunsch, die katholische Kirche zu fördern. Er wollte seit seinem Regierungsantritt 1825 Fortschritt und Tradition versöhnen. Doch seinen Zeitgenossen erschien dies als nicht lösbarer Widerspruch. Ludwigs Klostergründungen und seine katholische Politik stießen auf scharfen Widerspruch der Liberalen und die zunehmende Rekatholisierung Bayerns verärgerte die evangelischen Bürger im Königreich. 1848 trat der König zurück, weil er seine Politik nicht mehr durchsetzen konnte.
Prof. Dr. Marita Krauss, Professorin em. für Europäische Regionalgeschichte sowie Bayerische und Schwäbische Landesgeschichte an der Universität Augsburg, beantwortete bei der Veranstaltung am 16.10.2025 zu Ludwig I. Fragen aus dem Publikum und über "frag.jetzt" eingereichte Stellungnahmen. Das Gespräch moderierte Studienleiter Dr. Robert Walser.
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Dokumentierte Vielfalt hören von Veranstaltungen der Katholischen Akademie in Bayern. Referate, Diskussionen und Gespräche zu Themen, die Kirche und Gesellschaft interessieren: Expertinnen und Experten haben das Wort.
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Folge vom 20.05.2026Gespräch zum Thema 'Ludwig I. von Bayern - Träume und Macht'
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Folge vom 19.05.2026Marita Krauss: Ludwig I. von Bayern - Prägungen, Konzepte und Politik eines katholischen HerrschersTiefe Gläubigkeit prägte lebenslang das Wertesystem von König Ludwig I. Sein Glaube bildete für ihn keinen Gegensatz zu seinen Freiheitsidealen. Seine Biografin Marita Krauss erläutert in diesem Video, dass seine liberalen Ideen von Beginn an neben seinem Wunsch standen, die katholische Kirche zu fördern. Er wollte, so die Kernaussage der Veranstaltung vom 16. Oktober 2025, seit seinem Regierungsantritt 1825 Fortschritt und Tradition versöhnen, was vielen Zeitgenossen aber als nicht lösbarer Widerspruch erschien. Ludwigs Klostergründungen und seine katholische Politik stießen auf scharfen Widerspruch der Liberalen und die zunehmende Rekatholisierung Bayerns verärgerte die evangelischen Bürger im Königreich. 1848 trat der König zurück, weil er seine Politik nicht mehr durchsetzen konnte. Den Vortrag über Ludwig I. von Bayern hielt Marita Krauss am 16.10.2025 in der Katholischen Akademie in Bayern.
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Folge vom 19.05.2026Gespräch im "Digitalen Salon" zum Thema 'Was macht das Netz mit mir und was kann ich dagegen tun?'Digitaler Salon: Was macht das Netz mit mir und was kann ich dagegen tun? Über digitale Meinungsbildung, Desinformation und Abhängigkeiten Es gibt nichts, was nicht per Smartphone abrufbar ist: tagesaktuelle Nachrichten, das Wetter, Katzenvideos, komplett individualisierte Apps. Da das Smartphone immer greifbar ist, nutzen wir es auch ständig und begeben uns auf die Suche nach Orientierung oder Unterhaltung. Viele Menschen verbringen dadurch sehr viel Zeit online und werden abhängig von Likes, Followern und endlosem Scrollen. Was bleibt vom Versprechen digitaler Medien, zur umfassenden Information und Meinungsbildung beizutragen? Werden wir zwangsläufig manipuliert und abhängig, wenn wir digitale Geräte mit ihren Apps nutzen? Der „Digitale Salon“ von acatech und Katholischer Akademie in Bayern fragt deshalb: Wie breiten sich Informationen im Internet und speziell in Social Media aus? Welche Inhalte werden mir (auch ungewollt) aufgrund welcher Algorithmen angezeigt? Welche neuronalen Effekte hat das permanente Starren auf Bildschirme? Und was kann ich selbst tun, um mich gegen Desinformation, Manipulation und Abhängigkeit zu schützen? Das Gespräch im "Digitalen Salon" mit: Apl.-Prof. Dr. Julia Brailovskaia, Prof. Dr. Claudia Eckert, Kerstin Heinemann zum Thema 'Was macht das Netz mit mir und was kann ich dagegen tun?' fand am 4.11.2025 in der Katholischen Akademie in Bayern statt.
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Folge vom 18.05.2026Nora Bossong und Markus May: Jenseits der SchutzzonenWie verändern sich Individuen, wenn sich die Gesellschaft wandelt – und umgekehrt? Diese Frage zieht sich durch das Werk der vielfach ausgezeichneten Autorin Nora Bossong. In ihren Büchern richtet sie den Blick auf die feinen Verflechtungen von persönlicher Erfahrung und politischer Wirklichkeit. Sie zeigt, wie äußere Umbrüche individuelle Krisen hervorrufen können – und wie die Neuorientierung eigener Werte und Überzeugungen wiederum gesellschaftlich wirkmächtig werden kann. Nach einer Einführung und der Lesung ausgewählter Textstellen wird Nora Bossong mit dem Literaturwissenschaftler Markus May ins Gespräch kommen – eine Einladung über die Dynamiken von Transformation und die gegenseitige Abhängigkeit von privatem Erleben und öffentlichem Wandel nachzudenken. Der literarische Abend mit Nora Bossong und Markus May fand am 24.11.2025 in der Katholischen Akademie in Bayern statt.