Eine Komödie nach Molière. Anett will eigentlich nur eins: Bus fahren. Denn das ist ihr Beruf. Doch etwas will sie nicht: die Maskenpflicht! So gerät sie erst an einen falschen Arzt, dann an einen YouTube-Koch, der das grosse Geschäft wittert – und wird wider Willen zum Star der Corona-Skeptiker!
Wer das Hörspiel im Radio hören will:
Samstag, 14.02.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
Molières Theaterstücke sind bevölkert von Ärzten wider Willen, eingebildeten Kranken, gierigen Geldsäcken, listigen Töchtern und Opportunisten, die nur im Moment leben. Und genau 400 Jahre nach Molières Tod sind das die perfekten Figuren, um der Pandemie ins Gesicht zu lachen.
Schauspieler Christoph Maria Herbst (bekannt aus «Stromberg») trägt dazu bei als Koch Hilda Attelmann, genauso wie die eigens eingespielte Kammermusik, die humorvoll Barock-Motive aufgreift.
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Mit: Charlotte Müller (Anett), Lucia Kotikova (Lucy), Christoph Maria Herbst (Hilda), Heinrich Schafmeister (Herr Urs), Hans-Georg Panczak (Sganarelle), Mona Petri (Anruferin) und Jürg Kienberger (Bänkelsänger)
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Musik: Claus Filser (Violine), Evi Keglmaier (1. Viola), Andreas Höricht (2. Viola), Georg Karger (Kontrabass, Viola da Gamba), Silvia Berchtold (Blockflöten), Ulrich Bassenge (Portativ, Schlagwerk, Sampler) – Tontechnik: Björn Müller – Regie und Komposition: Ulrich Bassenge
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Produktion: SRF 2022
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Dauer: 54’
Hörspiel
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Das ist SRF Hörspiel: Ob als aktuelles Dialekt-Hörspiel, als rasant inszenierter Radio-Krimi oder als intimes Hörstück, es erwarten Sie überraschende Hörgeschichten.
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Folge vom 14.02.2026«Die eingebildete Maske» von Johannes Mayr und Wolfram Höll
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Folge vom 13.02.2026«Das Rendezvous» von Fritz ZauggAbsurd-amüsantes Konversationshörspiel. In vier Szenen werden Küsse und Bisse im Multipack ausgetauscht: Ganz gewöhnliche Begegnungen zwischen Männern und Frauen kippen ins Groteske und erzählen von verqueren, merkwürdigen Träumen und Erfahrungen in Sachen Liebe. Wer das Hörspiel am Radio hören will: Freitag, 13.02.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 1 Da begegnen sich zum Beispiel ein Mann und eine Frau auf einer Parkbank und vereinbaren zwecks ganzheitlicher Erregung ein seltsames Rendezvous. Im zweiten Stück spricht ein Mann an der Tramhaltestelle eine Frau an, macht ihr ein verblüffendes Kompliment und äussert einen Wunsch, der die Frau in die schiere Verzweiflung treibt. In Stück drei übt sich ein Paar im Geschichtenerzählen und versucht krampfhaft, sich einen lustigen Abend zu machen. Und im letzten Stück begegnet ein Softie, der sein Leben radikal verändern möchte, einer netten jungen Frau, die sich ebenfalls Radikales vorgenommen hat. ____________________ Mit: «Das Rendezvous»: Sara Capretti (Frau), Hanspeter Müller-Drossaart (Mann) / «Schöne Schultern»: Nikola Weisse (ältere Frau), André Jung (Mann), Michaela Steiger (jüngere Frau) / «Small Talk»: Doris Wolters (Frau), Ingo Ospelt (Mann) / «Zufällige Begegnung»: Barbara Falter (Frau), Moritz Dürr (Mann) ____________________ Musik: Hanspeter Dommann – Tontechnik: Norbert Elser, Monica Kilchenmann – Regie: Fritz Zaugg ____________________ Produktion: SRF 1993 ____________________ Dauer: 51’
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Folge vom 07.02.2026«Der Gehülfe» – Regisseur Stefan Weber im GesprächWas ist das Faszinierende an Robert Walser? Wie transformiert man seinen komplexen Roman von 1908 in ein zeitgemässes Hör-Erlebnis? Der Dramaturg Philip Scheiner unterhält sich mit dem Klangtüftler Stefan Weber über seine Herangehensweise und die Entstehung der neuen Koproduktion von SRF und ORF. Mit: Stefan Weber (Regisseur und Klanggestalter), Philip Scheiner (Hörspiel-Dramaturg und -Redakteur ORF) ____________________ Produktion: ORF 2026 ____________________ Dauer: 45'
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Folge vom 07.02.2026Premiere: «Der Gehülfe» von Robert WalserErste Hörspiel-Adaption des Romans über die prekäre Existenz eines Angestellten. Schauplatz ist die herrschaftliche Villa Abendstern am Zürichsee. Der Eintritt der Hilfskraft Joseph Marti in das Reich des Erfinders Tobler und seiner Frau scheint eine groteske Untergangsmechanik in Gang zu setzen. Wer das Hörspiel am Radio hören will: Samstag, 07.02.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur In «Der Gehülfe» verarbeitete Robert Walser sein eigenes Erleben als Büroangestellter bei dem Wädenswiler Ingenieur Carl Dubler im zweiten Halbjahr 1903. Dessen Erfindungen einer Reklameuhr, eines Schiessapparates oder eines Krankenstuhls übernahm der junge Dichter für seinen zweiten Roman, den er 1907 in Berlin zu Papier brachte. Im Getöse der Grossstadt imaginierte Walser die beschauliche Zürcher Seegemeinde Bärenswil, von wo aus der in Tobler unbenannte Start-up-Unternehmer (wie man heute sagen würde) die Welt mit seinen innovativen Produkten zu erobern versucht. Der Erfolg will sich jedoch nicht einstellen, und die Finanzen werden knapp. Der umtriebige Genussmensch Tobler, dem drohenden Ruin zum Trotz, lässt sein Anwesen immer weiter aus- und umbauen und rauschende Feste feiern. In seiner akustischen Umsetzung konzentriert sich der Schweizer Klangkünstler Stefan Weber auf den kammerspielartigen Kern des Romans. Joseph Marti, ausgeliefert den Launen und Verzweiflungen des Herrn Tobler und gleichzeitig angezogen vom sublimen Begehren der Frau Tobler, versucht sich zwar mit dem Selbstbewusstsein des jungen Aussenseiters abzugrenzen, verliert sich jedoch mehr und mehr in luftig verwegenen Träumereien. Der Untergang des Hauses Tobler bleibt auch den Bürgerinnen und Bürgern von Bärenswil nicht verborgen, die ihn heimlifeiss vergnügt aus nüchterner Distanz beobachten: «Da oben liegt es, still und winterlich vereinzelt, als fröre es ein wenig. Von den Nachbarkaminen steigen zarte, bläuliche Rauchsäulen auf, sich in der grauen Luft verbreitend. Die Landschaft scheint Augen zu haben, und dieselben zu schliessen, ganz ruhig, um nachzudenken.» ____________________ Mit: Mario Fuchs (Joseph Marti), Urs Jucker (Carl Tobler), Sylvie Rohrer (Frau Tobler), Carina Braunschmidt und Gottfried Breitfuss (Die Bärenswiler) ____________________ Dramaturgie: Reto Ott (SRF), Philip Scheiner (ORF) – Hörspielfassung, Aufnahmen, Klangdesign und Regie: Stefan Weber ____________________ Produktion: SRF/ORF 2026 ____________________ Dauer: ca. 55’