"Wir hören, was wir fühlen.", ist Bernhard Pörksen überzeugt. Damit meint er nicht, dass man nur zu hören vermag, was man selbst erlebt hat, aber, dass das Selbstdurchlebte eine Person feinfühliger werden lässt, offener, resonanzfähiger. Bernhard Pörksen, Jahrgang 1969, studierte in Hamburg und ist heute Professor an der Universität Tübingen. Seine Themen sind seit langem schon Kommunikation, Feindbilder, Desinformation, die Dynamik öffentlicher Empörungsreflexe und Medienskandale im Zeitalter der Digitalisierung. In seinem 2018 erschienenen Buch "Die große Gereiztheit" hat er die verbreitete Medienmüdigkeit seziert und beschrieben, weshalb Empörung so oft reizvoller ist als Sachlichkeit oder respektvolle Auseinandersetzung. Gleichzeitig ist sein Interesse am Zuhören gewachsen. Im Gespräch mit Birgit Dalheimer bezeichnete er das Zuhören als "stille Supermacht der Kommunikation". (WH von 2.1.2026)
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Folge vom 31.07.2026Bernhard Pörksen, Medienwissenschaftler und Autor
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Folge vom 31.07.2026Bernhard Pörksen - Langversion"Wir hören, was wir fühlen.", ist Bernhard Pörksen überzeugt. Damit meint er nicht, dass man nur zu hören vermag, was man selbst erlebt hat, aber, dass das Selbstdurchlebte eine Person feinfühliger werden lässt, offener, resonanzfähiger. Bernhard Pörksen, Jahrgang 1969, studierte in Hamburg und ist heute Professor an der Universität Tübingen. Seine Themen sind seit langem schon Kommunikation, Feindbilder, Desinformation, die Dynamik öffentlicher Empörungsreflexe und Medienskandale im Zeitalter der Digitalisierung. In seinem 2018 erschienenen Buch "Die große Gereiztheit" hat er die verbreitete Medienmüdigkeit seziert und beschrieben, weshalb Empörung so oft reizvoller ist als Sachlichkeit oder respektvolle Auseinandersetzung. Gleichzeitig ist sein Interesse am Zuhören gewachsen. Im Gespräch mit Birgit Dalheimer bezeichnete er das Zuhören als "stille Supermacht der Kommunikation". (WH von 2.1.2026)
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Folge vom 30.07.2026Carmen Possnig, ESA-Ersatzastronautin und MedizinerinCarmen Possnig ist junge Ärztin im AKH Wien, als sie sich bei der ESA um einen ziemlich unkonventionellen Job bewirbt: Gesucht wird eine Forschungsärztin, die bereit ist, in den Jahren 2017/2018 insgesamt 13 Monate auf der Forschungsstation Concordia in der Antarktis zuzubringen und wissenschaftlich zu arbeiten. Neun dieser 13 Monate mit 12 anderen Crew-Mitgliedern in völliger Isolation, davon die halbe Zeit ohne Sonne und bei minus 80 Grad. Dieses Abenteuer wird ihr gesamtes Leben und auch ihre ärztliche Karriere grundlegend verändern. Kurz danach bewirbt sich Carmen Possnig abermals: Nach eineinhalb Jahren eines sehr anspruchsvollen Aufnahmeverfahrens geht ihr Kindheitstraum tatsächlich in Erfüllung, sie wird Reserveastronautin bei der ESA. Mit einem Zitat aus Carmen Possnigs Buch „Südlich vom Ende der Welt. Wo die Nacht vier Monate dauert und ein warmer Tag minus 50 Grad hat“ beginnt Andreas Obrecht sein Gespräch mit ihr. (WH von 27.3.2026)
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Folge vom 24.07.2026Marco Wanda, Musiker, Bandleader und AutorMarco Wanda wurde als Gründer, Sänger und Songwriter der Wiener Rock'n Roll-Band Wanda berühmt. Ab 2015 hat die Band mit ihren ersten beiden Alben Amore und Bussi eine riesige Begeisterungswelle im gesamten deutschen Sprachraum ausgelöst. Marco Wanda heißt eigentlich Michael Marco Fitzthum und wurde 1987 als Sohn eines österreichischen Journalisten und einer deutschen Psychologin in Wien geboren. An der Universität für Angewandte Kunst studierte er bei Robert Schindel Sprachkunst. Im August 2025 erschien bei Zsolnay sein erstes Buch. "Dass es uns überhaupt gegeben hat" ist eine literarisch ambitionierte Wanda-Biografie und ein sehr offener Bericht von Rausch und Ruhm, von Freundschaft, Krisen und Tod. Über all das, über die Musikindustrie, über „me too“ und über Politik hat Armin Wolf zu Beginn dieses Jahres mit Marco Wanda gesprochen. (WH von 9.1.2026)