Wissenschaft ist getragen von der Freude am Spiel mit der Ungewissheit, die dazu verleitet, sich auf noch unbekanntes Terrain zu wagen. Und: Wissenschaft ist ein zutiefst gesellschaftlich geprägtes Unterfangen. Davon hat sich Helga Nowotny, Jahrgang 1937, schon früh ein Bild gemacht. Nach einem abgeschlossenen Jusstudium in Wien hat sie zur Soziologie gewechselt und sich der Erforschung der Wissenschaft gewidmet: Sie war u.a. Professorin an der Universität Wien und ab 1995 an der ETH Zürich, wo sie den Lehrstuhl für Wissenschaftsphilosophie und Wissenschaftsforschung leitete. Anfang der Nuller-Jahre war sie maßgeblich an der Entstehung des Europäischen Forschungsrates beteiligt, dessen Präsidentin sie von 2010-13 war. Heute ist sie unter anderem Ehrensenatorin der Universität Wien. „Zukunft braucht Weisheit“ titelt Helga Nowotnys jüngstes Buch. Birgit Dalheimer hat mir ihr über Zukunft, Götter, Weisheit, Wissenschaft, Künstliche Intelligenz und glückliche Zufälle gesprochen.
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Folge vom 20.02.2026Helga Nowotny, Wissenschaftsforscherin
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Folge vom 20.02.2026Helga Nowotny - LangversionWissenschaft ist getragen von der Freude am Spiel mit der Ungewissheit, die dazu verleitet, sich auf noch unbekanntes Terrain zu wagen. Und: Wissenschaft ist ein zutiefst gesellschaftlich geprägtes Unterfangen. Davon hat sich Helga Nowotny, Jahrgang 1937, schon früh ein Bild gemacht. Nach einem abgeschlossenen Jusstudium in Wien hat sie zur Soziologie gewechselt und sich der Erforschung der Wissenschaft gewidmet: Sie war u.a. Professorin an der Universität Wien und ab 1995 an der ETH Zürich, wo sie den Lehrstuhl für Wissenschaftsphilosophie und Wissenschaftsforschung leitete. Anfang der Nuller-Jahre war sie maßgeblich an der Entstehung des Europäischen Forschungsrates beteiligt, dessen Präsidentin sie von 2010-13 war. Heute ist sie unter anderem Ehrensenatorin der Universität Wien. „Zukunft braucht Weisheit“ titelt Helga Nowotnys jüngstes Buch. Birgit Dalheimer hat mir ihr über Zukunft, Götter, Weisheit, Wissenschaft, Künstliche Intelligenz und glückliche Zufälle gesprochen.
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Folge vom 13.02.2026Carolin Amlinger und Oliver Nachtwey, SoziologenArmin Wolf im Gespräch mit dem Soziologenpaar Carolin Amlinger und Oliver Nachtwey: „Die Demokratie befindet sich in einer der tiefsten Krisen seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs“, schreiben die beiden deutschen Soziologen von der Universität Basel in ihrem jüngsten Buch. Seit Jahren suchen sie die Ursachen für diese Krise. Gefunden haben sie Menschen, die enttäuscht, aber auch sehr wütend sind. Weil sie das Gefühl haben, es wäre früher alles besser gewesen, sie bekämen nicht, was ihnen zusteht, sie würden bevormundet und von der Politik nicht gehört. Amlinger und Nachtwey haben das in großen Umfragen erforscht und in Tiefeninterviews, 2025 erschien ihr Buch „Zerstörungslust“. Die beiden beschreiben darin, warum immer mehr Menschen unser liberales demokratisches System zerstören wollen – im Namen einer angeblich „wahren“ Demokratie. Und warum immer mehr Menschen von Politikern wie Donald Trump fasziniert sind – nicht trotz seiner offenen Aggressivität, sondern gerade wegen ihr.
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Folge vom 06.02.2026Katharina Zweig - LangversionGroße Sprachmodelle in Form von ChatGPT, Perplexity oder Gemini geben Menschen das Gefühl, sie könnten mit Computern sprechen, würden verstanden. Die Informatikerin Katharina Zweig setzt sich seit einem Jahrzehnt verstärkt dafür ein, künstliche Intelligenz und ihre Anwendungen einer breiteren Öffentlichkeit zu erklären. Sie regt grundsätzliche Diskussionen darüber an, was wir eigentlich meinen, wenn wir von "künstlicher Intelligenz" sprechen, was es bedeuten könnte, von einem Computer "verstanden" zu werden, wie wir die Fähigkeiten der Maschinen sinnvoll nutzen können. Sie ist Informatik-Professorin an der TU Kaiserslautern, wo sie 2012 den damals einzigartigen Lehrgang Sozioinformatik einführte mit dem Ziel, die Auswirkung der Digitalisierung auf Individuum, Organisation und Gesellschaft zu untersuchen. Vergangenen Herbst erschien ihr jüngstes Buch mit dem Titel "Weiß die KI, dass Sie nichts weiß". Birgit Dalheimer hat sie zum Gespräch getroffen.