Als Barbara Margarete Sophie Marie Mitsu Gräfin Coudenhove-Kalergi wurde sie 1932 in Prag in eine deutschsprachige Adelsfamilie geboren. Bei Kriegsende wird mit ihrer Familie vertrieben. Später in Wien wird Barbara Coudenhove-Kalergi Journalistin. Sie heiratet einen prominenten Kommunisten, ist bei der Arbeiterzeitung die „Rote Gräfin“ und wird beim ORF zur berühmten Reporterin: Aus Polen berichtet sie vom Aufstand der Solidarnosc, aus Berlin vom Fall der Mauer und über die „Samtene Revolution“ in ihrer Heimatstadt Prag, in die sie 1991 als ORF-Korrespondentin zurückkehrt. Heute ist Barbara Coudenhove-Kalergi 94 und überblickt nahezu ein Jahrhundert europäische Geschichte. Sie hat einen Weltkrieg, Vertreibung, Diktaturen und Revolutionen erlebt – und zuletzt eine Krise der liberalen Demokratie. „Wir leben in finsteren Zeiten“, sagt sie im Gespräch mit Armin Wolf: „Aber es gibt eine Sehnsucht nach anständigen Menschen.“
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Folge vom 13.03.2026Barbara Coudenhove-Kalergi, Journalistin und Autorin
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Folge vom 13.03.2026Barbara Coudenhove-Kalergi - LangversionAls Barbara Margarete Sophie Marie Mitsu Gräfin Coudenhove-Kalergi wurde sie 1932 in Prag in eine deutschsprachige Adelsfamilie geboren. Bei Kriegsende wird mit ihrer Familie vertrieben. Später in Wien wird Barbara Coudenhove-Kalergi Journalistin. Sie heiratet einen prominenten Kommunisten, ist bei der Arbeiterzeitung die „Rote Gräfin“ und wird beim ORF zur berühmten Reporterin: Aus Polen berichtet sie vom Aufstand der Solidarnosc, aus Berlin vom Fall der Mauer und über die „Samtene Revolution“ in ihrer Heimatstadt Prag, in die sie 1991 als ORF-Korrespondentin zurückkehrt. Heute ist Barbara Coudenhove-Kalergi 94 und überblickt nahezu ein Jahrhundert europäische Geschichte. Sie hat einen Weltkrieg, Vertreibung, Diktaturen und Revolutionen erlebt – und zuletzt eine Krise der liberalen Demokratie. „Wir leben in finsteren Zeiten“, sagt sie im Gespräch mit Armin Wolf: „Aber es gibt eine Sehnsucht nach anständigen Menschen.“
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Folge vom 06.03.2026Ronya Othmann, Schriftstellerin und JournalistinRonya Othmann ist Schriftstellerin, Lyrikerin und Journalistin, geboren 1993 in München, ihre Mutter ist Deutsche, ihr Vater ein einstmals staatenloser jesidischer Kurde, der 1980 aus Syrien floh. In ihrer Kindheit und Jugend reiste Ronya Othmann häufig zur Familie des Vaters in ein jesidisches Dorf im Nordosten Syriens. Mit dem Ausbruch des syrischen Bürgerkriegs 2011 endeten diese Reisen. Kurz nachdem Bachar al Assad Ende 2024 gestürzt worden war, reiste Ronya Othmann Anfang 2025 mit ihrem Vater nach Syrien. Ihre Beobachtungen und Erfahrungen beschreibt sie in dem Buch "Rückkehr nach Syrien. Eine Reise durch ein ungewisses Land."Im Gespräch mit Birgit Dalheimer spricht Ronya Othmann über ihre Erfahrungen in Syrien und ihre Einschätzung der Situation im Land etwas über ein Jahr nach dem Sturz Assads.
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Folge vom 27.02.2026Peter Strasser, Philosoph“Warum dieses hartnäckige, unausrottbare Weltvertrauen über alle Lebensfeindlichkeit, alles Böse, alles Leiden hinweg?“ Diese Frage ist das zentrale Anliegen des Philosophen Peter Strasser. Als Kind hieß es in seinem familiären Umfeld oft: “Der Bub hat ungesunde Gedanken, der Bub beschäftigt sich mit komischen Fragen …“. Heute meint Peter Strasser, dass das Gefühl der Fremdheit in der Welt, das ihn auch philosophisch inspiriert, mit frühen Kindheitserlebnissen zu tun hat. Seit seiner Emeritierung als Professor am Institut für Rechtsphilosophie, -soziologie und -informatik an der Uni Graz im Jahr 2015 schreibt Peter Strasser ein Buch nach dem anderen, immer geht es um zentrale metaphysische Konzepte und Begriffe: Seele, Ganzheit, Ewigkeit, Sinn, Existenz, Apokalypse etc.. „Die Philosophie hat eine gesellschaftliche Verantwortung“ erklärt Peter Strasser im Gespräch mit Andreas Obrecht: Denn als Philosoph ist es Pflicht, das Böse, egal in welcher Erscheinung, gezielt zu bekämpfen!