Ölpumpen laufen wieder, die Hoffnung auf Arbeit wächst. US-Präsident Trump hat einen milliardenschweren Öl-Deal mit Venezuela angekündigt, dessen Einzelheiten aber undurchsichtig bleiben. Gleichzeitig machen Stromausfälle den Menschen zu schaffen, und geht die Angst vor einem neuen Machtkampf um.
Der Maracaibo-See ist eine grüne Suppe, auf der dunkle Öl-Augen schwimmen. Pocho, der Fischer, steuert sein Boot durch Skelette ehemaliger Ölanlagen. Diese zu sanieren, wird viel Zeit und Geld kosten. Immerhin: in der Ferne quietscht bereits eine Förderpumpe, die erst kürzlich wieder in Betrieb genommen wurde.
In Venezuela haben sich die Ereignisse dieses Jahr überschlagen. Am 3. Januar wurde Präsident Nicolás Maduro von US-Kräften festgenommen, seither ist die politische Zukunft des Landes in der Schwebe. Präsident Trump interessiert sich für die riesigen Ölvorräte des Landes, mit seinem Öl-Deal hat er die Firma North American Blue Energy Partners (NABEP) in Position gebracht.
Interimspräsidentin Delcy Rodríguez, ehemals Vizepräsidentin Maduros, führt das Land weiter. Ihre schärfste Gegnerin, Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado, ist nach Monaten im Exil zurück. Sie glaubt sich getragen von einer Mehrheit und fordert baldige Wahlen.
Wer bestimmt künftig über die Bodenschätze Venezuelas – und was bedeutet der Umbruch für die Bevölkerung? „International“ begegnet Venezolanerinnen und Venezolanern - in den Ölfördergebieten und in der Region, die im Juni von einem verheerenden Erdbeben heimgesucht wurde.
Politik
International Folgen
Die Welt ist unübersichtlich geworden – «International» hilft, sie zu verstehen. Mit den SRF-Auslandkorrespondentinnen und -korrespondenten reisen wir dorthin, wo Geschichten entstehen: Krisengebiete, Wirtschaftsmächte, vergessene Regionen. Nicht Schlagzeilen, sondern Zusammenhänge: Reportagen und Gespräche zu Politik und Gesellschaft aus allen Weltregionen.
Folgen von International
100 Folgen
-
Folge vom 28.10.2026Venezuela nach Maduro: Das Öl, die Hoffnung und die Angst
-
Folge vom 24.10.2026TALK: Von arm zu reich: Wie hat sich Polen verändert?Die Bilder von Polen als armem, grauem Land – diese Vorstellungen stecken noch in vielen Köpfen. Doch Polen hat sich verändert, es ist ein anderes, wohlhabendes und attraktives Land geworden. Wie sie das erlebt, erzählt Osteuropakorrespondentin Judith Huber im Talk.
-
Folge vom 21.10.2026Der Hunger nach Erfolg. In Polen boomt die WirtschaftNoch in den 1990er Jahren galt Polen als das «Armenhaus» Europas. Das war einmal. Denn das Land hat seither stetig an wirtschaftlichem Gewicht zugelegt und gehört heute zu den wohlhabendsten Nationen der europäischen Union. Polen blickt auf eine lange, wechselhafte und oft leidvolle Geschichte zurück. Aber auch auf eine Erfolgsgeschichte: Das Land mit seinen knapp 38 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern gehörte in den letzten Jahrzehnten zu den am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften der Europäischen Union. Es ist gemessen an der Wirtschaftsleistung, dem BIP, heute die Nummer sechs in der EU. Polens Wirtschaftsaufschwung ist «eine Geschichte, wie die des Tellerwäschers, der zum Millionär wurde». So sagt es der polnische Ökonom Marcin Piatkowski. Gründe dafür gibt es einige. Einer davon: eine umsichtige, pragmatische Wirtschaftspolitik der Eliten bereits in den 1990er Jahren. Ein anderer: Die Mitgliedschaft in der Europäischen Union. Aber auch: Die Zivilgesellschaft, die Polinnen und Polen selbst, die vorwärtskommen wollen. Die hungrig sind, nach Erfolg.
-
Folge vom 17.10.2026TALK: Sibirien-Krise: Wie trifft der Krieg Russlands Wirtschaft?Der Ukraine-Krieg trifft Russlands Wirtschaft fernab der Front - etwa im Kohlebecken Kusbass. SRF-Russlandkorrespondent Calum MacKenzie erzählt von redseligen Bergleuten und erklärt, wie man unzufriedene Bürger von verdeckten Geheimdienstlern unterscheidet.