Ein Cello-Abend mit dem Cellisten Abel Selaocoe
Ein Cello-Abend mit dem Cellisten Abel Selaocoe © John Siebert / freeimages.com

Klassische Musik

Klara Festival 2026

Der singende Cellist Abel Selaocoe, der aus Südafrika stammt, entdeckt auf verspielte Weise neue musikalische Dimensionen.

Im Zentrum des Programms befand sich ein Cellokonzert, das speziell für Abel Selaocoe von der in New York lebenden Komponistin Jessie Montgomery geschaffen wurde, und zwar in enger Zusammenarbeit mit ihm. Diese Komposition resultierte in einem Werk von großer persönlicher Bedeutung, in dem Montgomery die Gedanken und Texte ihrer Mutter, der Theaterregisseurin Robbie McCauley, integriert hat. Montgomery lässt sich dabei von dem westafrikanischen "Sankofa"-Prinzip inspirieren: Nur durch den Blick auf Vergangenes kann man den Weg in die Zukunft finden. Dies äußert sich musikalisch in einer komplexen Ausdrucksweise, bei der afrikanische Rhythmen zart mit barocker Präzision verwoben werden, angereichert durch jazzige Harmoniefolgen und erweitert durch eine improvisatorische Leichtigkeit.

"Klara Festival 2026" im Überblick

Klara Festival 2026

von Simon, Montgomery

Mit Leitung: Kazushi Ono / Abel Selaocoe, Violoncello; Marta Fontanals-Simmons, Mezzosopranistin; Brüsseler Philharmoniker

Studio 4 des Flageygebouw, Brüssel

29.3.2026

Sendezeit Mi, 23.09.2026 | 22:05 - 22:50 Uhr
Sendung Deutschlandfunk "Spielweisen"
Radiosendung