1974 feierte Joachim Rittmeyer mit seinem ersten Solo-Abend Premiere. 22 Solo-Programme und 50 Jahre später ist «fertig lustig». Er will keine abendfüllenden Stücke mehr spielen und verabschiedet sich mit 74 Jahren von seinen Kultfiguren Hanspeter Brauchle oder Theo Metzler.
Zurück bleibt eine unverwechselbar eigenständige Karriere eines Kabarettisten, der sich nie verbogen hat und all die Jahre dem langsamen, schrägen Humor treu blieb.
Zuerst wollte Rittmeyer aufhören, ohne den Abschied zu feiern. Dann liess er sich zu einer kleinen Abschiedstournee überreden und inszenierte ein letztes abendfüllendes Casting für die Figuren, die ihn teilweise 50 Jahre begleiteten.
Spasspartout zeichnete eine seiner letzten Vorstellungen auf und traf Rittmeyer nach der Abschlusstournee zum Gespräch.
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Mit: Joachim Rittmeyer
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Redaktion und Moderation: Barbara Anderhub
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Produktion: SRF 2025
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Dauer: ca. 50’
Auch eine andere «Grosse der Kleinkunst» ist auf Abschiedstournee: Gardi Hutter verabschiedet sich von ihrer Kultfigur Hanna mit der sie über 40 Jahre um die Welt gereist ist. Anders als Rittmeyer, entwickelt sie ihre Bühnenkunst aber weiter und will weiter solo auftreten. Im Gespräch mit Spasspartout erzählt sie, wie sie aufhört um neu anzufangen:
Gardi Hutter: Abschied und Neuanfang
Ab Mittwoch, 5.11. als Podcast auf www.srf.ch/spasspartout
Comedy & Kabarett
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«Spasspartout» bietet intelligente Unterhaltung für die Ohren aus den Sparten Kabarett, Satire, Comedy und Slam Poetry. Porträts, Gespräche, Mitschnitte der wichtigsten Veranstaltungen im deutschsprachigen Raum, Mundart aus allen Kantonen, Themensendungen, unterhaltsame Feiertagssendungen, sowie kostbare Perlen aus dem Archiv verleihen dem Programm Ecken und Pointen. Regelmässig produziert «Spasspartout» auch exklusive Live-Sendungen aus Schweizer Kleintheatern. «Spasspartout» führt die reiche Tradition bisheriger Radio-Unterhaltung fort und öffnet sich für alles Neue, das da noch komme.
Folgen von Spasspartout
100 Folgen
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Folge vom 05.11.2025Joachim Rittmeyers Abschied von der Bühne
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Folge vom 29.10.2025«Warum nicht? – Die Sendung zur Frage»Was passiert, wenn man der Liedermacherin und Kabarettistin Uta Köbernick und dem Kabarettisten Stefan Waghubinger eine «Carte blanche» gibt? Kommt ins Studio, wir öffnen das Mikro, schafft neue Texte und Fragen her, bringt neue Lieder und Geräusche mit! Macht, was Ihr wollt! Die SRF-Satireredaktion hat genau dieses Experiment gewagt. Das Resultat war eine einmalige und exklusive Sendung zwischen Lied und Lakonie, Poesie und Pedanterie, Bauernschläue und Bruttosozialprodukt, zwischen Mann und Frau. «Warum nicht? – Die Sendung zur Frage», jetzt zum Wiederhören! ____________________ Mit: Uta Köbernick und Stefan Waghubinger ____________________ Redaktion: Lukas Holliger – Tontechnik: Mirjam Emmenegger ____________________ Produktion: SRF 2017 ____________________ Dauer: 42’
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Folge vom 22.10.2025«Ohrfeigen» - die 34. und letzte Ausgabe der Live-RadioshowStand-up Comedy-Talent Reena Krishnaraja, der Musikkabarettist Manuel Stahlberger und der Deutsche Kabarettist Tobias Mann sind im Oktober die Gäste von Bänz Friedli im Kleintheater Luzern. Sie bieten zwei Stunden Live-Unterhaltung, musikalisch umrahmt von Isa Wiss & Luca Sisera. Die «Ohrfeigen» bieten seit 2009 eine geballte Ladung Wort-Kunst: Drei Gäste bringen alle aktuellen Nummern aus ihren Solo-Programmen mit. Bänz Friedli garniert die humoristischen Beiträge mit scharfen satirischen Alltagsbeobachtungen. Das ist die letzte Ausgabe der Live-Radioshow. SRF verzichtet in Zukunft auf die Ohrfeigen. ____________________ Mit Bänz Friedli (Moderation), Reena Krishnaraja, Manuel Stahlberger, Tobias Mann, Isa Wiss & Luca Sisera (Musik) und dem Überraschungsgast Valerian Mollet ____________________ Redaktion und Regie: Barbara Anderhub ____________________ Produktion: SRF 2025 ____________________ Dauer: ca. 110’
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Folge vom 15.10.2025Markus Schönholzer, Gewinner des Salzburger Stiers im GesprächDer bedeutendste Kabarettpreis im deutschsprachigen Raum geht für die Schweiz 2026 an den Musikkabarettisten Markus Schönholzer. Bevor Markus Schönholzer zum Kabarett fand, wirkte er lange Zeit vor allem hinter der Bühne: Er schrieb Musicals wie «Die Schweizermacher», komponierte für Theaterproduktionen oder andere Bühnenschaffende wie Ursus & Nadeschkin. Seine Soloprogramme richten sich stets gegen die eigene Unbeholfenheit. «Ich will auf der Bühne niemanden fertigmachen. Wenn, dann bin ich es selber, der drankommt.» Wer mitlacht, wenn Schönholzers autofiktionale Figuren stolpern und scheitern, lacht aus eigener Erfahrung. Sein Humor paart sich oft mit einer feinen Melancholie. Etwa, wenn er über die grossen Themen des Lebens grübelt: die Suche nach Sinn, das unmögliche Ablösen von der eigenen Familie oder das Älterwerden. Der «Salzburger Stier» wird seit 1982 jährlich vergeben. Er ehrt jedes Jahr drei Satirikerinnen, Comedians und Slam-Poeten aus der Schweiz, Österreich und Deutschland. Für Deutschland gewinnt Bodo Wartke, in Österreich geht die Auszeichnung an Sonja Pikart. ____________________ Mit: Markus Schönholzer ____________________ Redaktion: Lea Schüpbach ____________________ Produktion: SRF 2025 ____________________ Dauer: 52'