Handysucht, Einsamkeit, verlorene Generation - bei Kindern und Jugendlichen klingt vieles nach Krise. Die Bestandsaufnahme von Psychologe Julian Schmitz liefert überraschende Antworten.Geht es Kindern und Jugendlichen wirklich so schlecht wie nie zuvor? Dieser Eindruck drängt sich auf, wenn man Schlagzeilen oder Gespräche zwischen Erwachsenen verfolgt. Und diese Sorge beeinflusst auch den politischen Diskus, zum Beispiel dann, wenn Parteien oder Politiker ein Smartphoneverbot fordern.Aber stimmt das Bild überhaupt? In dieser Sonderfolge spricht Wissenschaftsredakteurin Melanie Stinn mit Julian Schmitz, Professor für Klinische Kinder- und Jugendpsychologie an der Universität Leipzig. Er leitet dort die psychotherapeutische Hochschulambulanz für Kinder und Jugendliche.Im Interview berichtet er, wie es wirklich steht um Kinder und Jugendliche, was tatsächlich einen Einfluss auf ihre psychische Gesundheit hat und was es braucht, damit die, die Hilfe brauchen, welche bekommen.HINTERGRUNDINFORMATIONENhttps://bosch-stiftung.de/projekt/das-deutsche-schulbarometer/schuelerinnenhttps://link.springer.com/article/10.1007/s00787-026-03092-6https://jamanetwork.com/journals/jamapediatrics/article-abstract/2845518https://www.nature.com/articles/s41598-022-05780-0https://www.iwkoeln.de/studien/christina-anger-julia-betz-wido-geis-thoene-die-oekonomische-bedeutung-der-psychischen-gesundheit-von-schuelerinnen-und-schuelern.htmlArtikel zur Folge auf der Synapsenseite:https://www.ndr.de/nachrichten/podcastsynapsen100.htmlHabt ihr Feedback oder einen Lifehack aus der Welt der Wissenschaft? Schreibt uns an synapsen@ndr.deHier geht's zu ARD Gesund: https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit
Wissenschaft & Technik
Synapsen – ein Wissenschaftspodcast Folgen
Die "Synapsen"-Hosts Korinna Hennig und Beke Schulmann treffen sich mit Journalist*innen, die aktuelle Fragen der Gesundheitsforschung recherchiert haben. Sie nehmen uns mit ins Stresslabor oder den Klima-Windkanal - überall dahin, wo Gesundheit, Umwelt und Klima zusammen gedacht werden. Mit Denkanstößen und Aha-Effekten.
Folgen von Synapsen – ein Wissenschaftspodcast
173 Folgen
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Folge vom 28.08.2026(155) Psychisch am Limit? Wie es Kindern wirklich geht
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Folge vom 17.07.2026(154) Viren-Special: Was können wir aus Hanta und Ebola lernen?Wie viel Pandemiegefahr geht von Viren wie Hanta und Ebola aus? Warum kein Grund zur Panik besteht - und wir trotzdem handeln müssen.Es gab Schlagzeilen im Frühjahr dieses Jahres, die bei manchen Menschen Ängste triggerten: Ein Infektionsausbruch auf einem Kreuzfahrtschiff, der spät entdeckt wurde - mit einem Erreger, von dem viele noch nie gehört hatten. Die Behörden bekamen das Hantavirus schnell in den Griff, doch wenige Wochen später meldete die Demokratische Republik Kongo einen weiteren Ebola-Ausbruch. Auch diesmal: Spät entdeckt, mit einer Variante, die man nicht auf dem Zettel hatte. Wie berechtigt waren und sind Sorgen vor einer neuen Pandemie?Synapsen-Host Korinna Hennig geht im Gespräch mit Medizinjournalistin Daniela Remus der Frage nach, was wir aus den beiden Ausbrüchen lernen können. Sie haben mit verschiedenen Menschen aus der Infektionsforschung gesprochen und erklären, warum Alarmismus oft unberechtigt ist - und weshalb wir trotzdem an einem heiklen Punkt in der globalen "Pandemic Preparedness" stehen.HINTERGRUNDINFORMATIONENStudie zu Superspreading-Event mit dem Andes-Hantavirus in Argentinien 2018: https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa2009040Kontaktnachverfolgung ohne Ansteckungen nach Hantavirus-Ausbruch 2018: https://www.cdc.gov/mmwr/volumes/67/wr/pdfs/mm6741a7-H.pdfForschung zum Impfstoff gegen die Bundibugyo-Variante des Ebolavirus: https://journals.plos.org/plosntds/article?id=10.1371/journal.pntd.0002600Kommentar von Isabella Eckerle et al zum Hantavirus-Ausbruch und Pandemic Preparedness: https://www.thelancet.com/journals/lanepe/article/PIIS2666-7762(26)00167-5/fulltextAlle weiteren Quellen findet ihr im Artikel zur Folge auf der Synapsenseite:https://www.ndr.de/nachrichten/podcastsynapsen100.htmlHabt ihr Feedback oder einen Lifehack aus der Welt der Wissenschaft? Schreibt uns an synapsen@ndr.deHier geht's zu ARD Gesund: https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit
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Folge vom 03.07.2026(153) Delir im Krankenhaus: Warum wir mehr Altersmedizin brauchenWenn ältere Patienten ins Krankenhaus müssen, kommen sie oft als Pflegefälle wieder nach Hause. Doch es gibt Behandlungsleitlinien, die das verhindern können. Plötzlich wie dement: Jeder dritte Mensch über 65 erleidet im Krankenhaus eine akute kognitive Funktionsstörung mit extremen Verwirrtheitszuständen. Das so genannte "Delir" ist eins der Hauptrisiken, wenn Ältere in der Klinik nicht fachgerecht behandelt werden. Denn alte Menschen sind als Patient:innen ähnliche Spezialfälle wie Kinder. Synapsen-Host Korinna Hennig und Medizinjournalistin Daniela Remus haben das beide mit ihren Vätern erlebt. In dieser sehr persönlichen Folge gehen sie der Frage nach, was schieflaufen kann, wenn geriatrische Leitlinien nicht umgesetzt werden. Sie berichten von über 80-jährigen Patienten, die noch zur Quittenernte auf Bäume geklettert sind oder Tischtennis gespielt haben - und nach dem Klinikaufenthalt um ein Haar als Pflegefälle geendet wären. Es geht um kognitive Funktionsreserven, die Suche der Forschung nach einem Biomarker für das Delir-Risiko, Physiotherapie im Klettergurt - und darum, was das Gesundheitssystem sparen kann, wenn Angehörige mit im Krankenzimmer aufgenommen werden.HINTERGRUNDINFORMATIONEN: Delir: Symptome, Definition und Behandlunghttps://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/delir-symptome-definitionund-behandlung,delir-102.htmlStatistische Angaben zur Zahl älterer Patienten im Krankenhaus: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/11/PD25_398_231.html Betreibbare Betten in deutschen Krankenhäusern: https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Gesundheit/Krankenhauser/Tabellen/gd-krankenhaeuser-jahre.html Überblicksstudie zur Häufigkeit von Delir im Krankenhaus: https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0163834320301237 S3-Leitlinie Perioperatives Delir bei älteren Patientinnen und Patienten: https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/001-021Überblicks- und Berichtsdaten des RKI zur Häufigkeit von Multimorbidität bei Menschen ab 65 Jahren: https://www.rki.de/DE/Content/GesundAZ/G/Gesundheit-aelterer-menschen/Gesundheit-aelterer-menschen_node.htmlCornell-Preprint von 2024 zu Delirraten auf Intensivstationen: https://arxiv.org/abs/2410.17363 PAWEL-Studie: Delirprävention durch ein Multikomponentenprogramm bei älteren chirurgischen Patientinnen und Patienten: https://www.umg.eu/forschung/klinische-studien/projekt-pawel/Schätzungen zur Mangelernährung bei Krankenhausaufnahme: https://www.aerzteblatt.de/news/mangelernaehrung-im-krankenhaus-etwa-55000-vermeidbare-todesfaelle-a2ea8292-8741-40b1-918a-db51a3be287f Alle weiteren Quellen findet ihr im Artikel zur Folge auf der Synapsenseite:https://www.ndr.de/nachrichten/podcastsynapsen100.htmlHabt ihr Feedback oder einen Lifehack aus der Welt der Wissenschaft? Schreibt uns an synapsen@ndr.deHier geht's zu ARD Gesund: https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit
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Folge vom 19.06.2026(152) Klimawandel: Wie Patienten und Gesundheitswesen sich wappnen solltenKrankenhäuser und Arztpraxen in Deutschland sind zu wenig vorbereitet auf Hitzewellen. Doch Klimamanagerinnen und Forschende wissen, was zu tun ist. Hitzewellen sind ein Gesundheitsrisiko, besonders in Regionen mit überalterter Bevölkerung. Doch was viele nicht wissen: Manche Medikamente wirken auch anders, wenn es heiß ist. Sie werden langsamer abgebaut oder verhindern, dass der Körper Hitze gut kompensieren kann. Welche das zum Beispiel sind und wo man das nachlesen kann, berichtet die Medizinjournalistin Silke Jäger. Sie hat recherchiert, was der Klimawandel für Patient:innen, Krankenhäuser und Arztpraxen bedeutet. Im Gespräch mit Host Korinna Hennig erklärt sie, warum es für Kliniken oft so schwierig ist, gegen überhitzte Krankenzimmer vorzugehen und Patienten in Hitzewellen zuhause versterben. Silke lässt Klimamanagerinnen und Ärztinnen zu Wort kommen, erläutert, wie reflektierende Farben und so genannte "Infozepte" helfen können - und was die Zahl der Kartoffeln auf dem Patiententeller mit all dem zu tun hat. HINTERGRUNDINFORMATIONENHeidelberger Hitzetabelle zur veränderten Wirkung von Medikamenten: https://klima-gesund-praxen.de/wp-content/uploads/2022/05/Medikamentenmanagement_bei_Hitzewellen.pdfKlima-Toolbox für die Arztpraxis:https://www.gesundheitsnetznuernberg.de/adaptnet-klima-toolbox/ Risikokarten zum Klimawandel von AdaptNet: https://www.uni-augsburg.de/de/fakultaet/med/profs/klimawandel-gesundheit/forschung/adaptnet/risikokarten/#gesundheit Gutachten des Sachverständigenrats im Gesundheitswesen. Resilienz im Gesundheitswesen. Wege zur Bewältigung künftiger Krisen: https://www.svr-gesundheit.de/fileadmin/Gutachten/Gutachten_2023/Gesamtgutachten_ePDF_Final.pdf Alle weiteren Quellen findet ihr im Artikel zur Folge auf der Synapsenseite:https://www.ndr.de/nachrichten/podcastsynapsen100.htmlHabt ihr Feedback oder einen Lifehack aus der Welt der Wissenschaft? Schreibt uns an synapsen@ndr.deHier geht's zu ARD Gesund:https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit