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Wetterfrage Folgen
Wie entsteht der Gugiiföhn, weshalb werden auf dem Jungfraujoch immer die stärksten Winde gemessen, weshalb sinken die Temperaturen in La Brevine teilweise auf unter minus 30 Grad oder wie entstehen die kleinen Windteufel? Das Wetter und seine vielfältigen Phänomene beeinflusst unser Leben, macht es vielfältig, hinterlässt aber auch viele Fragezeichen. Jeweils am Samstagmorgen um 9.15 Uhr beantworten die Meteorologen von SRF Meteo Ihre Fragen zum Wetter. Teilen Sie uns deshalb Ihre Wetter-Beobachtung mit, die Sie im Verlauf der Woche in Ihrer Wohnregion oder auf einer Reise gemacht haben und sie ins Staunen versetzt haben.
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Folge vom 25.04.2026Sieht man bei guter Fernsicht bis ans Meer?Ist die Luft sehr trocken, herrscht teils ausgezeichnete Fernsicht. Die Erdkrümmung bestimmt, wie weit wir sehen. Bei Hochdrucklagen wird die Luft zunehmend trocken. Gibt es keinen störenden Saharastaub, ergibt sich von Alpengipfeln aus eine herrliche Fernsicht. Der letztlich begrenzende Faktor ist die Erdkrümmung. In den Alpen sind an Tagen mit ausgezeichneter Sicht 150 bis 200 Kilometer möglich. Von der Dufourspitze aus würde die Sicht theoretisch bis ans Mittelmeer reichen – praktisch endet der Blick jedoch am Hügelzug der ligurischen Küste.
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Folge vom 18.04.2026Mit künstlichen Gletschern dem Klimawandel trotzen?Der Klimawandel verändert die Gletscher. Das Schmelzwasser erreicht die Dörfer immer später – zu spät für die Bewässerung der Felder im Frühling. Eine Lösung sind künstliche Gletscher, sogenannte Eisstupas: Riesige Eiskegel, die im Winter gebaut werden und im Frühling rechtzeitig Wasser liefern. Im Norden Indiens, auf rund 3500 Metern Höhe, sind viele Dörfer stark von Gletschern abhängig. Regen fällt dort kaum – das Schmelzwasser von Schnee und Eis ist die wichtigste Wasserquelle für die Landwirtschaft. Doch der Klimawandel verändert dieses System: Gletscher ziehen sich zurück und beginnen später zu schmelzen. Das Wasser erreicht die Dörfer oft erst im Mai oder Juni – zu spät für die Bewässerung der Felder im Frühling. Um dieses Problem zu lösen, haben die Menschen vor Ort eine kreative Idee umgesetzt: künstliche Gletscher, sogenannte Eis Stupas. Im Winter wird Schmelzwasser über Rohre in die Nähe der Dörfer geleitet, wo es bei grosser Kälte gefriert und riesige Eiskegel bildet. Diese dienen als Wasserspeicher, schmelzen im Frühling früher als die natürlichen Gletscher und liefern rechtzeitig Wasser für die Felder. Die Idee hat inzwischen auch die Schweiz erreicht. In Pontresina oder Guttannen haben Forschende Eisstupas gebaut, um sie besser zu verstehen.
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Folge vom 11.04.2026Waldbrandgefahr im SüdenIm Tessin und in Teilen von Graubünden herrscht aktuell strikets Feuerverbot im Freien. Warum ist die Waldbrandgefahr bereits im Frühling gross und was erwartet uns in Zukunft? Im Puschlav hat diese Woche der Wald gebrannt. Wie Waldbrandgefahr ist auf der Alpensüdseite vielerorts erheblich oder gross. In den letzten Wochen hat es im Süden selten geregnet oder geschneit. Dazu bliess immer wieder der Nordföhn, welcher die Böden austrocknet. Da an den Bäumen noch kaum Laub hängt, trocknet die Sonne den Waldboden zusätzlich aus. Ein Funken - und es brennt. Mit der Klimaerwärmung müssen wir in Zukunft mit deutlich mehr Tagen mit grosser Waldbrandgefahr rechnen.
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Folge vom 04.04.2026Welcher Schoko-Osterhase schmilzt am schnellsten?An Ostern herrscht ziemlich sonniges Wetter. Das kann für die versteckten Schokoladen-Osterhasen gefährlich werden. Je heller die Farbe der Schokolade ist, desto weniger stark erwärmt sie sich in der Sonne. Das heisst ein schwarzer Schokohase erwärmt sich wegen der Sonne deutlich schneller als ein Hase aus weisser Schokolade. Wie schnell ein Schokoladenhase schmilzt, hängt jedoch nicht nur von der Farbe der Schokolade, sondern auch von ihrer Zusammensetzung ab. Je höher der Milchfettanteil, desto schneller schmilzt die Schokolade. Daher müssten weisse und braune Schokohasen schneller schmelzen als schwarze. Aufgrund der Kombination aus Schokoladenfarbe und Milchfettanteil schmilzt der braune Milchschokohase am schnellsten, dicht gefolgt vom schwarzen Hasen. Der weisse Hase überlebt in der Sonne am längsten. Übrigens: Auch die Ostereier haben einen Zusammenhang zum Wetter. Je tiefer der Luftdruck, desto tiefer der Siedepunkt des Wassers und desto länger dauert es, bis ein Ei hart gekocht ist. Da der Luftdruck in den Bergen tiefer ist als im Flachland, braucht es dort mehr Zeit, um ein Osterei zu kochen.