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Wetterfrage Folgen
Wie entsteht der Gugiiföhn, weshalb werden auf dem Jungfraujoch immer die stärksten Winde gemessen, weshalb sinken die Temperaturen in La Brevine teilweise auf unter minus 30 Grad oder wie entstehen die kleinen Windteufel? Das Wetter und seine vielfältigen Phänomene beeinflusst unser Leben, macht es vielfältig, hinterlässt aber auch viele Fragezeichen. Jeweils am Samstagmorgen um 9.15 Uhr beantworten die Meteorologen von SRF Meteo Ihre Fragen zum Wetter. Teilen Sie uns deshalb Ihre Wetter-Beobachtung mit, die Sie im Verlauf der Woche in Ihrer Wohnregion oder auf einer Reise gemacht haben und sie ins Staunen versetzt haben.
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Folge vom 14.03.2026Es wird frostig für die PflanzenIn der kommenden Woche wird sowohl Bodenfrost wie auch Luftfrost zum Thema. Es gibt verschiedene Arten von Frost: Luftfrost und Bodenfrost: Für Luftfrost misst man die Temperatur 2 m über dem Boden, bei Bodenfrost nur 5 cm Höhe. In der Wettervorhersage und in den Apps wird nur die Lufttemperatur auf 2 m angegeben. Deshalb können Pflanzen am Morgen gefroren sein, obwohl die Wetter-App Plusgrade anzeigt. Die Ursache liegt beim Boden: In klaren, windstillen Nächten strahlt der Boden viel Wärme ab und kühlt stark aus. Die Luft direkt darüber wird durch den Kontakt ebenfalls kalt, während die Luft in 2 m Höhe wärmer bleibt. Wolken wirken wie ein Pfannendeckel, der die Wärme zurückhält. Wind vermischt die Luft – die Temperatur bleibt ähnlich. Neben Frost-Warnungen in der SRF Meteo App gibt es eine Faustregel, um Bodenfrost abzuschätzen: Bei klarer, windstiller Nacht rund fünf Grad von der Tiefsttemperatur in der App abziehen
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Folge vom 07.03.2026Gehört das Münstertal zum Süden?Die Wetterfrage vom 3. Januar handelte vom Engadin. Das Wetter in diesem inneralpinen Tal unterscheidet sich deutlich von dem auf der Alpensüdseite. Nun möchte Herr Fasola wissen, wo das Münstertal dazugehört. Die Bündner Südtäler liegen südlich des Alpenhauptkammes und haben somit grundsätzlich Alpensüdseiten-Wetter. Doch es gibt von West nach Ost grosse Unterschiede. Während das Wetter im Calancatal und im Misox beinahe identisch ist mit dem Tessiner-Wetter, kommt die feuchte Luft im Bergell oft etwas später an im Puschlav dauert es noch eine Spur länger. Ziemlich speziell ist das Wetter im Münstertal: Obwohl es topographisch gesehen zur Alpensüdseite gehört, ist das Wetter oft ähnlich wie das Wetter im inneralpinen Unterengadin.
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Folge vom 28.02.2026Winterbilanz: Wie oft lag Schnee im Flachland?Heute geht der meteorlogische Winter zu Ende. Der ideale Zeitpunkt, um Bilanz zu ziehen. Die Schneehöhen in den Bergen waren häufig unterdurchschnittlich. Noch seltener winterlich war es im Flachland. In Basel lag nur gerade an einem Tag Schnee. In Basel wurde in den drei Wintermonaten nur einmal Schnee gemessen. Am Morgen des 3. Januars lag ein Zentimeter Schnee. Etwas häufiger Winter-Feeling gab es in Bern. An 12 Tagen lag bei der Morgenmessung Schnee, dies ausschliesslich im Januar. Aber auch hier war die Schneebedeckung unterdurchschnittlich. Im Mittel der Jahre 1991 bis 2020 gab es in Bern doppelt so viele Tage mit einer Schneedecke von mehr als einem Zentimeter. Ab und zu gibt es anfangs März nochmals eine winterliche Phase, den sogenannten Märzwinter. Vor 20 Jahren fielen vom 4. auf den 5. März in Basel 49 Zentimeter, auf dem Zürichberg 54 und in St. Gallen sogar 60 Zentimeter Schnee. In diesem Jahr sieht es vorläufig nicht nach einem Winter-Comeback aus - der März beginnt frühlingshaft.
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Folge vom 21.02.2026Wieso kann kalter Schnee vor Kälte schützen?In den Bergen ist sehr viel Schnee gefallen - und diese eisige Decke hat eine überraschende Eigenschaft. Wir schauen uns die "Daunenjacke der Natur" genauer an und wie sie in der Tierwelt und in den Alpen wirkt. In den letzten zwei Wochen hat es in den Alpen sehr viel geschneit – mit entsprechend grosser Lawinengefahr. So gefährlich Schnee auch sein kann, so faszinierend ist seine Eigenschaft als natürlicher Isolator. Frischer Pulverschnee besteht zu einem Grossteil aus eingeschlossener Luft, und Luft leitet fast keine Wärme. Genau deshalb enthalten auch modernes Isolationsmaterial und Daunenjacken viel Luft. Dank der isolierenden Wirkung von Schnee bleibt es in einem Iglu oder in einer Eisbärenhöhle deutlich wärmer (also weniger kalt) als in der arktischen Umgebung. Dieser Effekt tritt auch bei uns auf: Im Winter bremst eine Schneedecke auf gefrorenen Seen das weitere Eiswachstum. Umgekehrt schützt eine Schneedecke die Gletscher im Sommer unter anderem deshalb vor der aufkommenden Wärme.