Die FilmanalyseIm Zuge der metoo-Enthüllungen sind in Hollywood einige Filme entstanden, die sich kritisch mit patriarchalen Strukturen auseinandersetzen – zum Beispiel „Men“ von Alex Garland und „Last Night in Soho“ von Edgar Wright. Fast könnte man meinen, Olivia Wilde reiht sich mit ihrem Film „Don’t Worry Darling“ in diese Linie ein, doch weit gefehlt: Dieser Film liefert eine andere, klügere Analyse des neuen, im digitalen Raum entstehenden Patriarchats und übt nicht zuletzt Kritik am Kino selbst. Dabei bleibt es jedoch nicht, denn dieser Film fordert von seinen Zuschauern, Immanuel Kants Verständnis von Aufklärung zu folgen und selbst zu denken. Alice (Florence Pugh) lebt mit Jack (Harry Styles) in einem trügerischen 50er-Jahre-Idyll. Wunderliche Dinge geschehen in diesem, Victory-Projekt genannten Areal, wenngleich kritische Fragen untersagt sind. Alice gibt sich damit aber nicht zufrieden. Sie will herausfinden, was wirklich los ist und wie es sein kann, dass alle freiwillig ein solch konformes Leben führen wollen. „Don’t Worry Darling“ hält das Erbe der Aufklärung und den Universalismus hoch und bezieht sich dabei auf diverse Klassiker. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt in der Filmanalyse.Literatur:Omri Boehm: Radikaler Universalismus. Jenseits von Identität. Propyläen.Immanuel Kant: Grundlegung zur Metaphysik der Sitten.Sie können DIE FILMANALYSE finanziell unterstützen – vielen Dank!Wolfgang M. SchmittBetreff: DIE FILMANALYSEIBAN: DE29 5745 0120 0130 7858 43BIC: MALADE51NWDPayPal: http://www.paypal.me/filmanalysePatreon: https://www.patreon.com/wolfgangmschmittWolfgang M. Schmitt auf Twitter:https://twitter.com/SchmittJuniorWolfgang M. Schmitt auf Facebook:https://www.facebook.com/wolfgangm.schmittjun/Wolfgang M. Schmitt auf Instagram:https://www.instagram.com/wolfgangmschmitt/Produziert von FatboyFilm:https://www.fatboyfilm.de/https://www.facebook.com/fatboyfilm/https://www.instagram.com/fatboyfilm/
Kino
Die Filmanalyse Folgen
Kino anders gedacht: Der Titel und zugleich oberstes Prinzip der Filmanalyse. Wolfgang M. Schmitt jun. beleuchtet aktuelle Großproduktionen (und manchmal auch Klassiker) aus einer etwas anderen Perspektive. Jede Woche eine neue ideologiekritische Analyse!
Folgen von Die Filmanalyse
303 Folgen
-
Folge vom 18.09.2022Ep. 71: Jordan Petersons Matrix: DON’T WORRY DARLING
-
Folge vom 11.09.2022Ep. 70: Til Schweigers Stockfoto-Hölle in LIEBER KURTDie FilmanalyseMit „Lieber Kurt“ verfilmt Til Schweiger einen Roman von Sarah Kuttner. In den ersten Minuten scheint es ein typischer Til-Schweiger-Film zu werden, doch einiges, so merken wir bald, hat sich verändert. Schweiger erzählt kaum noch eine Geschichte, sondern will vor allem Innenwelten illustrieren – bereits in „Die Rettung der uns bekannten Welt“ ging in diese Richtung. Das ähnelt letztlich einem Pinterest- oder Instagram-Feed. Die Bilder, in denen der Film schwelgt, sind Ansammlungen von Klischees, die hemmungslos wieder und wieder aufgerufen werden. Zugleich gibt es eine ideologische Veränderung, möglicherweise ist es nur eine Anpassung an den Zeitgeist, aber immerhin: Waren Schweigers Filme von einer konservativen bis repressiven Ideologie geprägt, so spricht „Lieber Kurt“ sich nun für progressive Politik, sogar für die Fridays-For-Future-Bewegung aus. Entrinnen aber kann das Familiendrama mit komödiantischen Anteilen nicht seiner Ästhetik. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt in der Filmanalyse.Sie können DIE FILMANALYSE finanziell unterstützen – vielen Dank!Wolfgang M. SchmittBetreff: DIE FILMANALYSEIBAN: DE29 5745 0120 0130 7858 43BIC: MALADE51NWDPayPal: http://www.paypal.me/filmanalysePatreon: https://www.patreon.com/wolfgangmschmittWolfgang M. Schmitt auf Twitter:https://twitter.com/SchmittJuniorWolfgang M. Schmitt auf Facebook:https://www.facebook.com/wolfgangm.schmittjun/Wolfgang M. Schmitt auf Instagram:https://www.instagram.com/wolfgangmschmitt/Produziert von FatboyFilm:https://www.fatboyfilm.de/https://www.facebook.com/fatboyfilm/https://www.instagram.com/fatboyfilm/
-
Folge vom 04.09.2022Ep. 69: Warum ich die HERR-DER-RINGE-Serie nach 2 Folgen abbrecheDie Filmanalyse„Die Ringe der Macht“ heißt die seit Jahren erwartete „Herr der Ringe“-Serie, die Amazon Prime für eine Milliarde Dollar produziert hat. Entsprechend hoch sind auch die Erwartungen an die bis dato teuerste Serie der Welt. Doch lohnt es sich wirklich, diese unendlich schleppenden, durchaus opulenten Folgen alle über sich ergehen zu lassen? Nein! Es ist reine Zeitverschwendung. Die Bilder sind nicht originell, sondern kitschig. Sie sind teuer, aber absolut geschmacklos. Hier feiert die 90er-Jahre-Fantasy-Ästhetik ihr Revival. Hinzu kommen die schier endlosen und unheimlich gestelzten Dialoge, die die mit viel Haarspray versorgten Elben raunen. Wir sollten uns jedoch, um die Ästhetik zu verstehen, den eigentlichen ökonomischen Hintergrund dieser Serie bewusst machen. Es geht nicht darum, ein interessantes Serienerlebnis zu kreieren, sondern wir begegnen hier einer besonderen Form der Kunden-Akquise. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt in der neuen Filmanalyse.Sie können DIE FILMANALYSE finanziell unterstützen – vielen Dank!Wolfgang M. SchmittBetreff: DIE FILMANALYSEIBAN: DE29 5745 0120 0130 7858 43BIC: MALADE51NWDPayPal: http://www.paypal.me/filmanalysePatreon: https://www.patreon.com/wolfgangmschmittWolfgang M. Schmitt auf Twitter:https://twitter.com/SchmittJuniorWolfgang M. Schmitt auf Facebook: https://www.facebook.com/wolfgangm.schmittjun/Wolfgang M. Schmitt auf Instagram:https://www.instagram.com/wolfgangmschmitt/Produziert von FatboyFilm:https://www.fatboyfilm.de/https://www.facebook.com/fatboyfilm/https://www.instagram.com/fatboyfilm/
-
Folge vom 28.08.2022Ep. 68: Warum wir von Querdenkern besessen sind: DIE KÄNGURU-VERSCHWÖRUNG – Kritik & AnalyseDie FilmanalyseMarc-Uwe Klings „Känguru-Chroniken“ sind in vielen Studenten-WGs Kult und auch darüber hinaus konnten die Bücher Anklang beim bürgerlichen Publikum finden. Die Konsum- und Kapitalismuskritik ist sicherlich sonderlich radikal, zudem wird sie durch Ironie abgefedert, zugleich aber scheint sie immerhin so subversiv zu sein, dass sie für das deutsche Kino doch zu viel ist. Die erste Verfilmung drosselte bereits die Kapitalismuskritik, in „Die Känguru-Verschwörung“ fehlt sie gänzlich. Stattdessen will sich der Film mit den Verschwörungstheoretikern auseinandersetzen: Das Känguru und der Kleinkünstler Marc-Uwe wollen Marias Mutter, die in den Kaninchenbau gefallen ist und erste Erfolge auf YouTube als „Diesel-Liesel“ feiert, zurück auf den Pfad von Aufklärung und Vernunft bringen. Wirklich witzig ist das an keiner Stelle, ebenso wenig hat der Film ein Erkenntnisinteresse an dem Phänomen. Vielmehr wird sichtbar, warum ein bürgerliches Publikum geradezu besessen von Verschwörungstheoretikern ist, auch wenn zu dem Phänomen eigentlich bereits alles gesagt wurde. Es hat sich in den vergangenen drei Jahre eine regelrechte Obsession eingestellt, von der auch „Die Känguru-Verschwörung“ profitieren möchte. Ausgeblendet wird dabei aber das tatsächliche Unbehagen, das mit der Moderne aufgekommen ist. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt in der neuen Filmanalyse.Literatur:Leo Löwenthal: Falsche Propheten. Studien zur faschistischen Agitation. Suhrkamp.Sie können DIE FILMANALYSE finanziell unterstützen – vielen Dank!Wolfgang M. SchmittBetreff: DIE FILMANALYSEIBAN: DE29 5745 0120 0130 7858 43BIC: MALADE51NWDPayPal: http://www.paypal.me/filmanalysePatreon: https://www.patreon.com/wolfgangmschmittWolfgang M. Schmitt auf Twitter:https://twitter.com/SchmittJuniorWolfgang M. Schmitt auf Facebook: https://www.facebook.com/wolfgangm.schmittjun/Wolfgang M. Schmitt auf Instagram:https://www.instagram.com/wolfgangmschmitt/Produziert von FatboyFilm:https://www.fatboyfilm.de/https://www.facebook.com/fatboyfilm/https://www.instagram.com/fatboyfilm/