Schwester Agathe ist auf der Suche nach dem verschwundenen Jungen Alois, einem ehemaligen Schützling
Schwester Agathe ist auf der Suche nach dem verschwundenen Jungen Alois, einem ehemaligen Schützling © Sarah Vaughan / freeimages.com

Hörspiel

"Die Hexe von Pendach" von J. Hebenstreit und K. Irmscher | Teil 2 von 4

Teil 2/4 |

Im Frühjahr des Jahres 1700 herrscht eisige Kälte, und selbst im Mai liegt der Schnee schwer auf dem Land. Die Bewohner des Ortes Pendach sind fest davon überzeugt, dass düstere Mächte, nämlich der Teufel und seine Helfershelferinnen, das Wetterchaos, die Missernten und die Hungersnot verursachen.

Inmitten dieser Unruhen erfährt die fromme Schwester Agathe, die im Kloster Heiligenstift lebt, dass Alois, ein früherer Schützling des Klosters, seit mehreren Tagen aus Pendach verschwunden ist. Agathe ahnt, dass der Junge in großer Gefahr schwebt, und mit voller Entschlossenheit geht sie ihn suchen.

Sie wendet sich an den Pflegegerichtshof von Pendach um Hilfe, doch Dr. Schwarz, der im Namen der Justiz handelt, ist vollauf mit Hexenverfolgungen beschäftigt und hat keinen Moment, um sich um ein verloren gegangenes Kind zu kümmern – hatte er doch gerade erst eine als Hexe Beschuldigte der Flamme überantwortet. So stellt die entschlossene Nonne eigene Nachforschungen an.

Als plötzlich Gerüchte aufkommen, Alois könnte sich einer magischen Gruppe angeschlossen haben, wird Dr. Schwarz doch neugierig. Agathe ist sich der drohenden Gefahr bewusst: Würde Schwarz den Jungen aufspüren, stünde ihm die Todesstrafe bevor. Dringend muss Agathe den Jungen vor den Hexenverfolgern erreichen. Ein spannungsgeladenes Rennen gegen die Zeit beginnt, während Agathe von düsteren Vorahnungen heimgesucht wird, die ihren Geist erschüttern. Sie fragt sich, auf welcher Seite sie steht: Ist sie selbst vom Bösen beeinflusst? Welche Grenzen wird sie zu überwinden bereit sein, um Alois zu finden?

"Die Hexe von Pendach" ist eine Hörspielreihe, die Elemente von Kriminalgeschichten und Mystik enthält. Im Kontext der "Kleinen Eiszeit", jener Klimaturbulenz der frühen Neuzeit, werden Ereignisse wie die Zauberbubenprozesse in alpinen Regionen und die Thematik der "Hexenfrage" am Anfang der Aufklärung thematisiert. Vor dieser historischen Kulisse entfaltet sich die Erzählung einer mutigen jungen Frau, die inmitten von Glauben und Aberglauben ihren eigenen Pfad des Humanismus beschreitet.

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