Friedrich von Hardenberg, der sich "Novalis " nannte, gilt noch immer als geheimnisvolle Dichterpersönlichkeit der Frühromantik. Obwohl er nur 28 Jahre alt wurde, beeinflusste er mit seinem Werk eine ganze Generation von Schriftstellern und Dichtern: eine Jugendbewegung, die mit Philosophie und Wissenschaft und mit einer "progressiven Universalpoesie" die Welt verbessern wollte.
Man begann, Natur als einen komplexen Organismus zu verstehen, mit ganzheitlichem Denken Grenzen zwischen den wissenschaftlichen Disziplinen aufzuheben, Bildung und das Ich neu zu definieren. Der frühe Tod seiner Verlobten Sophie von Kühn und die eigene Krankheit haben Novalis immer wieder mit der Endlichkeit des Diesseits konfrontiert. Die Bedeutung seiner Erkenntnisse und Einsichten liegt in ihrer oft schonungslosen Authentizität.
Wir wiederholen das Feature anlässlich des 225. Todestages des Dichters am 25. März 1801.
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Aufwändig produzierte Feature, investigative Recherchen und einfühlsame Porträts
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Folge vom 20.03.2026Novalis – Dichter und Denker am Beginn der Moderne - Nach innen geht der geheimnisvolle Weg
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Folge vom 13.03.2026Norwegens Energiewende – Wie klimafreundlich ist das Land wirklich?Norwegen sieht sich als Vorreiter beim Umwelt- und Klimaschutz. Das Land besaß das erste Umweltministerium weltweit, es hat schon sehr früh eine CO2-Steuer eingeführt, der Gro Harlem Brundtlandreport prägte den Begriff der nachhaltigen Entwicklung und Norwegens Stromproduktion ist zu fast 99% klimaneutral. Das ist eine sichere Basis für die Pariser Klimaziele, wenn es nicht den fossilen Exportsektor mit seiner CO2-intensiven Öl- und Gasproduktion gäbe. Auch der soll nun klimaneutral werden. Der Strom für die Förderung, der bisher durch Gasturbinen auf den Plattformen selbst erzeugt wird, soll jetzt von Wasser- und Windkraft kommen. Doch die Norweger „vergessen“ die Emissionen, die beim Verbrauch von Öl und Gas bei den Endkunden im Ausland entstehen. Wie klimafreundlich ist das Land also wirklich? Das erkunden Martin Zähringer und Jane Tversted.
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Folge vom 27.02.2026Internationaler Frauentag - Caroline von Schelling und Dorothea von SchlegelCaroline und Dorothea sind klug und gebildet, begnadete Briefschreiberinnen, mehrfach verheiratet und scheren sich wenig um die Normen der Gesellschaft. Und beide haben in den 1760er Jahren das Licht der Welt erblickt. Caroline in Göttingen als Professorentochter und Dorothea in Berlin als Tochter des berühmten Aufklärers Moses Mendelssohn. Vor ihnen liegt ein ebenso leidenschaftliches wie skandalumwittertes Leben, das geprägt ist durch die Salonkultur des 18. Jahrhunderts, durch den engen Umgang mit Dichtern und Philosophen, durch Freundschaftsbünde, Frühromantik und Französische Revolution. Bittere Ereignisse pflastern ihren Lebensweg, aber auch Sternstunden. Ende des 18. Jahrhunderts treffen sie aufeinander und leben für eine Weile zusammen in Jena in einer Wohngemeinschaft mit den Schlegel-Brüdern. Die Autorin folgt den Spuren der beiden außergewöhnlichen Frauen, die für ihr unkonventionelles Leben einen hohen Preis zahlen mussten. Ein Feature von Margareta Bloom-Schinnerl zum internationalen Frauentag am 8. März.
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Folge vom 18.02.2026Fastenzeit - Vom Verzicht "Von Selbstsucht und von Dünkel frei"Die Fastenzeit hat begonnen - und das bedeutet für viele eine Zeit des freiwilligen Verzichts. Verzicht ist nicht unbedingt eine erfreuliche Vokabel, und Verzichten ist in einer Wohlstandsgesellschaft nicht angesagt, wenn alles auf ökonomisches Wachstum ausgerichtet ist. Doch schon vor Jahrzehnten wurden dessen Grenzen aufgezeigt. Religiöse und philosophische Systeme haben Verzicht immer wieder neu definiert. Sofern er nicht zwangsweise verordnet wird oder aufgrund wirtschaftlicher und sozialer Verhältnisse geübt werden muss, beruht Verzicht auf einer freiwilligen Einschränkung, auf Rücksicht- und Anteilnahme, auf mündiger Besonnenheit. Dabei sind in der Regel nicht dauerhafte Entbehrung oder gar selbstauferlegte Armut das Ziel, und nur selten extremer Rückzug oder äußerste Weltflucht. Jenseits bloßen Genusses und materiellen Wohlstands erscheint im Verzicht die Idee des Glücks, des glücklichen Lebens. Dem sich zu nähern, erfordert manchmal Entsagung, gelegentlich auch Askese, die Bereitschaft, Dinge aufzugeben, deren Wert zweifelhaft geworden ist. Eine neue Perspektive kann den Blick auf das lenken, was tatsächlich wichtig ist. Das mag für jeden etwas anderes sein. Deutungen und Angebote gibt auch die Dichtung, die Erfolg neben das Scheitern stellt und jedem einzelnen erlaubt, seinen eigenen Lebensentwurf zu prüfen, um ihm schließlich vertrauen zu können.