Schwerkranke Kinder aus der gesamten Ukraine kommen ins Ohmatdyt -Krankenhaus nach Kiew - von der Front und den besetzten Gebieten im Osten bis zu den vom Krieg weniger versehrten Gebieten im Westen des Landes. Doch ausgerechnet dieses Krankenhaus wurde 2024 von der russischen Armee beschossen. Die Bilder gingen um die Welt: das von der Rakete zerfetzte Gebäude - unweit entfernt die Kinder, manche mit nackten Füßen, herausgerissen aus ihren Chemotherapien und Dialysen. Das Feature begleitet drei Mütter und ihre Kinder, die den Angriff miterlebt haben - sowie eine Krankenschwester, die schwer verletzt wurde, und eine Filmemacherin, die sofort zur Hilfe geeilt ist. Ein Raketenangriff auf das wichtigste Kinderkrankenhaus im Land - was macht so ein Angriff mit einer Gesellschaft, die ohnehin im Ausnahmezustand ist? Und was sagt es über diesen Krieg aus, wenn selbst dieser Ort angegriffen wird - ein Ort, an dem die Verletzlichsten der ukrainischen Gesellschaft Schutz suchen?
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Dokumentation und Reportage Folgen
Aufwändig produzierte Feature, investigative Recherchen und einfühlsame Porträts
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24 Folgen
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Folge vom 15.05.2026Ohmatdyt – Ein Kinderkrankenhaus im Krieg
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Folge vom 01.05.20268. Mai 1945 - Das Ende des Zweiten WeltkriegsAm 8. Mai jährt sich das Ende des 2. Weltkrieges zum 81. Mal. Mit dieser Sendung von Michael Marek über das Ende des Zweiten Weltkrieges, Teil der Reihe „Unterwegs in der Geschichte Deutschlands“ von 2012, möchten wir daran erinnern. Als das Deutsche Reich seinen Angriffskrieg 1939 begann, häuften sich erst einmal die „Erfolge“: Polen, die Beneluxländer und auch Frankreich mussten sich schnell geschlagen geben. Doch dann wendete sich das Blatt. Spätestens mit der Niederlage bei Stalingrad im Januar 1943 wurde ein deutscher Sieg immer unwahrscheinlicher. Dennoch schwor Propagandaminister Josef Goebbels die Deutschen auf den „Totalen Krieg“ ein. Gleichzeitig lief die Deportation und systematische Vernichtung von Juden, Roma, Sinti und politischen Gegnern auf Hochtouren. Experte dieser Sendung ist Michael Wildt, inzwischen emeritierter Professor für Deutsche Geschichte.
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Folge vom 24.04.2026Harper Lee, Truman Capote und der amerikanische SüdenVor 100 Jahren, am 28.April 1926 wurde die Schriftstellerin Harper Lee geboren. Bekannt und berühmt wurde sie mit ihrem Roman "Wer die Nachtigall stört". In ihrer Kindheit lebte sie in Monroeville in Alabama, Haus an Haus mit Truman Capote, mit dem sie seit Kindheitstagen befreundet war. Vor allem Capote, klein, exzentrisch, mit heller Stimme, war ein Außenseiter in Monroeville. Doch auch Harper Lee passte nicht richtig in die ländliche Gemeinde: Am liebsten las sie - oder schrieb mit Capote Geschichten auf einer Schreibmaschine, die ihr Vater gekauft hatte, ein bekannter Anwalt der Gegend. Als Jugendlicher zog Capote mit seiner Mutter und seinem Stiefvater nach New York. Lee folgte ihm nach Abbruch ihres Studiums, schrieb in der Stadt ihren Weltbestseller "Wer die Nachtigall stört", in dem auch Capote als Figur auftaucht. Und als Capote mit "Kaltblütig" das Genre des Tatsachenromans begründete, gelang ihm das nur, weil Lee ihn bei der Recherche in Kansas unterstützt hatte. Später zerbrach ihre Freundschaft. In ihren vielverkauften Romanen erzählen Capote und Lee von ihrer Freundschaft und vom Leben im amerikanischen Süden, von Rassismus und Ungerechtigkeit - Themen, die bis heute aktuell sind. Die Autoren Marc Bädorf und Konstantin Schönfelder haben sich in Alabama auf die Spurensuche der beiden Schriftsteller begeben.
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Folge vom 09.04.2026Woher die Kraft kamWie schöpft man Kraft, wenn die Welt zu zerbrechen und die eigene Wirkkraft zu schwinden scheint? Drei Menschen um die 90 blicken auf ihr langes Leben zurück. Gabriele war als "Ledigenkind" einer an Krebs erkrankten Mutter in den Kriegswirren Nazideutschlands mehr oder weniger auf sich allein gestellt und quälenden Schikanen ausgesetzt. Auch Hubert ist kurz vor dem Zweiten Weltkrieg geboren, erlebte die Kriegsjahre aber durch die liebevolle Unterstützung seiner Eltern vergleichsweise behütet. Er hatte den schwersten Schicksalsschlag seines Lebens viele Jahre später zu überstehen, als seine eigene Tochter im Alter von zwei Jahren überfahren wurde. Johanna wuchs in Rumänien als Angehörige der Minderheit der Siebenbürger Sachsen auf. Als sie sich der Zwangsevakuierung des kommunistischen Regimes widersetzte, um ihren Verlobten in Bukarest zu besuchen, wurde sie von der Securitate verhaftet und musste ihr erstes Kind im Gefängnis zur Welt bringen. Mit einer berührenden Offenheit, aber auch voller Humor und Wärme berichten alle drei, wie es ihnen gelungen ist, traumatische Erlebnisse zu verarbeiten und trotz aller Hindernisse und Niederlagen immer wieder aufzustehen. Das Feature "Woher die Kraft kam" verknüpft die Lebensgeschichten von Gabriele, Hubert und Johanna in Form einer künstlerischen Collage aus Stimmen, Klängen und Musikkompositionen von Ina Werse-Wiskott. In einer Zeit, in der sich unsere Gesellschaft in einem gefühlten permanenten Krisenmodus befindet, spendet es Hoffnung, Menschlichkeit, Mut und Zuversicht. hr 2026