2025 feiert die Musikwelt den 500. Geburtstag des Komponisten Giovanni Pierluigi da Palestrina. Zu Lebzeiten galt er als Hauskomponist des Vatikans, wo man in ihm den "Retter der Kirchenmusik" sah. Seine Verbindung von polyphonen Zaubereien und klarer Textverständlichkeit bezeichnet man heute als den "Palestrina-Stil". Palestrina ist der wohl berühmteste Renaissance-Komponist. Noch lange vor Wagner wird er zum Meister der unendlichen Melodie. Und auch die Komponisten späterer Jahrhunderte verehren ihn: Johann Sebastian Bach bearbeitet seine Messen, Franz Liszt komponiert ein "Miserere nach Palestrina", und Hans Pfitzner schreibt sogar eine ganze "Palestrina"-Oper.
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Folge vom 09.12.2025"Musik aus der anderen Welt" - Giovanni Pierluigi da Palestrina
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Folge vom 03.12.2025"Traumgekrönt" - Musik zu den Gedichten von Rainer Maria RilkeDie Verse von Rainer Maria Rilke können ekstatisch sein oder melancholisch, immer aber sind sie so eingängig, dass sie nicht nur von klassischen Komponisten vertont worden sind, sondern genauso oft von Popmusikern und Songwritern. Von seinem berühmtesten Gedicht "Der Panther" bis zum "Stundenbuch" und dem "Buch der Bilder" haben sich die Vertreter aller musikalischen Genres immer wieder der träumerischen Verse von Rainer Maria Rilke angenommen. Die Musik dazu erklingt heute in einer Sendung zum 150. Geburtstag des Dichters am 4. Dezember.
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Folge vom 25.11.2025Mit weißer Perücke und Rüschengewand - Pop goes BaroqueWie hätte Georg Friedrich Händel einen Beatles-Song arrangiert? Und wie würde es klingen, wenn die Dancing Queen von ABBA ihr Tanzbein im Rhythmus einer barocken Courante schwingt? Popsongs in Barockarrangements sind ein neuer Trend auf dem Musikmarkt. Die Hits von Queen klingen dann auf einmal wie Opernarien von Vivaldi. Und Stings Balladen verwandeln sich in Lautenlieder von Dowland. Aber eigentlich ist das alles gar nicht so besonders neu, denn schon die Rockmusiker der 60er Jahre haben gerne mal wie Bach geklungen.
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Folge vom 19.11.2025Heute ist Ball auf dem Kirchhof - TotentänzeIm schimmernden Mondlicht sind die Toten die besten Tänzerinnen und Tänzer: Ihr weißes Gebein schwingen sie beim nächtlichen Ball auf dem Kirchhof. Über offenen Gräbern versammeln sich die Gerippe zu einem galanten Reigen seliger Geister. Auch der Tod selbst ist ein leidenschaftlicher Musikant. Krachend spielt er mit seiner Geige zum Tanz auf. Glocken läuten, Knochen klappern und Hähne krähen beim nächtlichen Totentanz.