Wie hätte Georg Friedrich Händel einen Beatles-Song arrangiert? Und wie würde es klingen, wenn die Dancing Queen von ABBA ihr Tanzbein im Rhythmus einer barocken Courante schwingt? Popsongs in Barockarrangements sind ein neuer Trend auf dem Musikmarkt. Die Hits von Queen klingen dann auf einmal wie Opernarien von Vivaldi. Und Stings Balladen verwandeln sich in Lautenlieder von Dowland. Aber eigentlich ist das alles gar nicht so besonders neu, denn schon die Rockmusiker der 60er Jahre haben gerne mal wie Bach geklungen.
Kultur & Gesellschaft
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Ob "Winterreise pauschal" oder "Sound der DDR" - kommen Sie mit auf musikalische Entdeckungsreisen!
Folgen von hr2 Kaisers Klänge
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Folge vom 25.11.2025Mit weißer Perücke und Rüschengewand - Pop goes Baroque
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Folge vom 19.11.2025Heute ist Ball auf dem Kirchhof - TotentänzeIm schimmernden Mondlicht sind die Toten die besten Tänzerinnen und Tänzer: Ihr weißes Gebein schwingen sie beim nächtlichen Ball auf dem Kirchhof. Über offenen Gräbern versammeln sich die Gerippe zu einem galanten Reigen seliger Geister. Auch der Tod selbst ist ein leidenschaftlicher Musikant. Krachend spielt er mit seiner Geige zum Tanz auf. Glocken läuten, Knochen klappern und Hähne krähen beim nächtlichen Totentanz.
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Folge vom 11.11.2025Flegel und Titan – Musik zu den Romanen von Jean PaulAls Schriftsteller und Dichter steht Jean Paul zwischen der Weimarer Klassik (Goethe und Schiller war er suspekt!) und der deutschen Romantik. Mit seiner stilistischen Palette von Erhabenheit bis Satire hat er auch immer wieder die Musiker unter seinen Lesern angesprochen. Am 14. November ist sein 200. Todestag. Die Verse aus dem Romanfragment "Flegeljahre" sind schon von Jean Pauls Zeitgenossen vertont worden. Und auch in der Instrumentalmusik spielen Erzählungen wie "Titan" oder "Siebenkäs" eine Rolle: Ob Schumanns Klavierzyklus "Papillons" oder Gustav Mahlers erste Sinfonie - beide stehen in direktem Zusammenhang mit dem Schaffen von Jean Paul.
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Folge vom 04.11.2025Ottos Mops singt – Ernst Jandl und die MusikWer experimentelle Lyrik und Lautgedichte wie "Schtzngrmm" schreibt, wer Ottos Mops kotzen lässt und "die vergoldeten Köpfe der Klassiker" klirrend zerbricht, der verfügt bestimmt auch über einen besonderen Sinn für Musik. Bei Ernst Jandl war das so. Eine spezielle Beziehung hatte er zum Jazz. Und es sind auch vor allem die Jazzer, die sich der Lyrik des Wiener Wortkünstlers angenommen haben. Im August war Ernst Jandls 100. Geburtstag. Wir jandln uns heute noch einmal musikalisch durch sein Werk zwischen Avantgarde und Popkultur. Von "Laut und Luise" bis zum "Röcheln der Mona Lisa", mit Musik von Jazz bis Kleinkunst und Chanson.