Lesung von 19 Geschichten über ausgestorbene Tier- und Pflanzenarten
Lesung von 19 Geschichten über ausgestorbene Tier- und Pflanzenarten © DariuszSankowski / pixabay.com

HörspielLesung

Matthias Jügler: Wir dachten, wir könnten fliegen | Teil 2 von 24

Teil 2/24 | Schriftstücke haben nicht die Macht, die Welt zu retten, können jedoch vergangene Lebewesen in Erinnerung rufen. Genau das hat sich diese Sammlung von Geschichten zum Ziel gesetzt. Mit Beiträgen von insgesamt 19 namhaften Autoren und Autorinnen, darunter Persönlichkeiten wie Antje Rávik Strubel, Iris Wolff, Alex Capus, John Burnside sowie T.C. Boyle, werden in der Anthologie ausgestorbene Tier- und Pflanzenarten thematisiert. Diese Erzählungen werden von bekannten Sprechern vorgetragen.

Ein Ur, der mitunter als Auerochse bezeichnet wird, geht in Gedanken versunken seine Lebensgeschichte durch. Lange Zeit wanderte er gedankenlos mit seinen Artgenossen umher, ohne zu bemerken, dass ihre Anzahl schwand. Plötzlich dämmert ihm, dass er möglicherweise der letzte seiner Spezies ist. Camilla Renschke verleiht der bewegenden Geschichte "Das Feld räumen" von Julia Schoch ihre Stimme. Ähnlich wie Schoch hat auch jeder Autor der Sammlung eine ausgestorbene Art gewählt und haucht ihr auf persönliche Weise neues Leben ein. Manche nehmen die Perspektive der Tiere ein, andere betrachten verschwundene Pflanzen aus der Sicht von Wissenschaftlern. Wieder andere erschaffen fantasievolle Erzählungen. So treffen sich die Beutelwölfin Boa aus Berlin und ein Luchs am am Wannsee aufeinander.

In einer kooperativen Produktion haben sieben verschiedene ARD-Lesungsredaktionen diese Anthologie als Hörbuch umgesetzt, mit einer Besetzung aus renommierten Schauspielern und Schauspielerinnen wie Wolfram Koch, Nina Kunzendorf und Bettina Hoppe, um nur einige zu nennen. Michael Rotschopf stellt uns den Riesenalk vor, einen Vogel, den Seeleute einst häufig mit Pinguinen verglichen und dessen menschenähnliches Aussehen sie besonders faszinierte.

Im Bundesland Hessen ist Matthias Jügler kein Unbekannter: Der Schriftsteller, 1984 in Halle geboren, studierte sowohl Skandinavistik in Greifswald und Oslo als auch kreatives Schreiben am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Für seinen Roman "Maifliegenzeit", der im Jahr 2024 den Rheingau Literatur Preis gewann, erhielt er viel Lob. Mit dem Buchprojekt "Wir dachten, wir könnten fliegen" erregte er erneut Aufmerksamkeit.

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"Matthias Jügler: Wir dachten, wir könnten fliegen" im Überblick

Matthias Jügler: Wir dachten, wir könnten fliegen

von Matthias Jügler

Produktion: 2025

Sendezeit Di, 17.03.2026 | 09:30 - 10:00 Uhr
Sendung hr2-kultur "Lesung"
Radiosendung