Mit „Herr Lehmann“ fing alles an, vor inzwischen fünfundzwanzig Jahren. Bis dahin war Sven Regener Sänger, Trompeter, Gitarrist und Songtexter der Band Element of Crime gewesen, nun war er auch Autor. Inzwischen sind sechs weitere Bücher um Frank Lehmann und Co entstanden, dazu Hörbücher und Verfilmungen. Sven Regener wurde vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Mainzer Stadtschreiberpreis. Sein Stil: In scheinbar endlosen Dialogen verhandeln seine Figuren Probleme des Alltags und zugleich existentielle Lebensfragen, immer sehr ernst, dennoch oft sehr komisch.
Kultur & Gesellschaft
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Wir sprechen jede Woche mit Zeitgenossen, die auf einen besonderen Lebensweg zurückblicken: Sie sind Aktivist*innen, Künstler*innen oder Forscher*innen. Sie haben Zeitgeschichte erlebt und geprägt – und sie haben viel zu erzählen. Zur ARD Audiothek: https://www.ardaudiothek.de/sendung/swr2-zeitgenossen/8758618/
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Folge vom 24.10.2026Sven Regener: „In der Literatur wird viel zu wenig über Kunst gesprochen“
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Folge vom 17.10.2026Nana Hülsewig: „Ich weigere mich unsichtbar zu werden“„Iconic: Schattenseiten einer Künstlerin“. So nennt Nana Hülsewig ihre zweite große Installation und Performance in ihrer Stuttgarter Wohnung, die sie damit in ein sehr persönliches Künstlerinnenmuseum verwandelt und zwei Monate lang fürs Publikum öffnet.
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Folge vom 10.10.2026Alice Horáčková: „Mein Opa wollte nach dem Krieg 100 Prozent Tscheche sein“„Schmerzhaft und therapeutisch“, sagt Alice Horáčková, sei das Schreiben an ihrem Buch „Geteiltes Haus“ gewesen. Die tschechische Journalistin erzählt darin vom Schicksal eines kleinen Bergdorfs im ehemaligen Sudetenland in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts: was Deutsche und Tschechen während zweier Weltkriege aneinander angetan haben. „Geteiltes Haus“ ist Roman und zugleich das Ergebnis einer jahrelangen Auseinandersetzung mit der eigenen Familiengeschichte. Und ein Plädoyer dafür, die verdrängte tschechisch-deutsche Vergangenheit gemeinsam neu zu erzählen.
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Folge vom 03.10.2026Anke Feuchtenberger: „Bei mir ist ein großes Gefühl für Solidarität geblieben“„Alle Frauen sind mutig, stark und schön!“ Den Satz schrieb Anke Feuchtenberger, geboren 1963 in Ost-Berlin, im Wendejahr 1990 auf das Plakat zur Gründung des „Unabhängigen Frauenverbands“. Damit wurde sie bekannt. In der Comic- und Graphic-Novel-Szene verehrt man sie international für ihre Bücher, etwa für „Genossin Kuckuck“, eine zugleich autobiografische und fantastische Geschichte über 40 Jahre Frauenleben: von der sozialistischen Erziehung in den 1960er Jahren bis zur Privatisierung nach dem Ende der DDR. Eine feministische Perspektive steht auch bei der Reihe „Die Hure H“ im Mittelpunkt.