Die Schriftstellerin Dilek Güngör will die Welt nicht in „die einen“ und „die anderen“ aufgeteilt wissen. Im Kleinen etwas zu tun, ist ihre Strategie gegen eine zunehmend auseinanderdriftende Gesellschaft. Das schafft Verbindung, glaubt die in Schwäbisch Gmünd geborene Autorin. Ihre Figuren haben oft mit Fremdzuschreibungen zu tun, etwa im Roman „Ich bin Özlem“. Und wollen ihre Geschichte selbst erzählen – auch die Geschichte sogenannter Gastarbeiter, wie in „Vater und ich“. Bekannt wurde sie durch Kolumnen, erschienen unter dem Titel „Ganz schön deutsch. Meine türkische Familie und ich“.
Kultur & Gesellschaft
SWR2 Zeitgenossen Folgen
Wir sprechen jede Woche mit Zeitgenossen, die auf einen besonderen Lebensweg zurückblicken: Sie sind Aktivist*innen, Künstler*innen oder Forscher*innen. Sie haben Zeitgeschichte erlebt und geprägt – und sie haben viel zu erzählen. Zur ARD Audiothek: https://www.ardaudiothek.de/sendung/swr2-zeitgenossen/8758618/
Folgen von SWR2 Zeitgenossen
114 Folgen
-
Folge vom 30.05.2026Dilek Güngör: „Für meine Eltern war immer klar, wir bleiben hier“
-
Folge vom 25.05.2026Hartmut Rosa: „Das Verfügbarmachen der Welt erzeugt Monster“„Nur wo wir handeln, fühlen wir uns lebendig“. Diese menschliche Konstante drohen wir zu verlieren, warnt der Soziologe Hartmut Rosa, wenn wir uns zunehmend von KI und Algorithmen steuern lassen: wenn wir uns freiwillig in Konstellationen begeben, Protokolle bedienen, Optionen wählen, Formulare ausfüllen. Unser Spielraum für eigenes Handeln verringere sich dadurch. Auch das moralische Urteilsvermögen gehe verloren. Langfristig eine Gefahr für die Demokratie. Bekannt wurde Hartmut Rosa, Professor in Jena, aufgewachsen im Südschwarzwald, durch seine Theorien zu „Beschleunigung“ und „Resonanz“.
-
Folge vom 23.05.2026Olaf Salié: „Unabhängig sein, das habe ich früh entwickelt“Für Olaf Salié verkörpert das französische Chanson eine Lebensphilosophie: „Das Chanson predigt Individualismus. Es ermutigt, einen eigenen Weg zu gehen“. Zum Beispiel, weil Liebe und Freiheit immer zusammengedacht werden. Damit haben große Chansonnièren wie Juliette Gréco das Bild der emanzipierten, auch sexuell unabhängigen Frau geprägt. Als Arbeiter- und Kampflied hat das Chanson soziale Missstände kritisiert und mit „Le Déserteur“ die Hymne der Pazifisten hervorgebracht. Andererseits kollaborierten Edith Piaf und Maurice Chevalier mit den Nazis. Auch das gehört zur Geschichte dieses Lieds.
-
Folge vom 16.05.2026Roland Emmerich: „Was auch immer ich mache, muss groß sein“Er ist ein Meister der Apokalypse. Wenn auf der Leinwand die Welt untergeht, steckt oft Roland Emmerich dahinter. Der international gefeierte Regisseur ist bekannt für spektakuläre Katastrophenfilme wie „The Day After Tomorrow“ und „Independence Day“. Wie entstehen Weltuntergangsszenarien fürs Kino? Was treibt ihn an, ganze Städte einstürzen zu lassen und den Himmel in Flammen zu setzen? Und welche Geschichten interessieren ihn heute? Darüber spricht Roland Emmerich, geboren in Stuttgart, aufgewachsen in Maichingen, Karriere in Hollywood, in Kooperation mit dem Schauspiel Stuttgart.