Bei den Beratungen im Parlamentarischen Rat 1948 war schon klar: Eine wirksame Verfassung für ganz Deutschland wird es bis auf weiteres nicht geben. Was aber bedeutet das für das entstehende Verfassungswerk – wie provisorisch ist es, wie muss es geschrieben sein, um dem geteilten Zustand gerecht zu werden? Dazu äußert sich Carlo Schmid, der Wortführer der SPD. Er war es auch, der den Begriff „Grundgesetz“ prägt – und am Ende dieser Aufnahme auch für die Nationalfarben Schwarz-Rot-Gold plädiert.
In der gleichen Sitzung des Parlamentarischen Rats erklärt Adolf Süsterhenn von der CDU, welche Aufgaben genau das Bundesverfassungsgericht haben soll – Konrad Adenauer habe da klare Vorstellungen: Das Gericht solle den Staat vor den Ländern schützen und umgekehrt, und es soll die Bürger vor einer diktatorischen Mehrheit schützen.
Zu diesem Zeitpunkt ist noch nicht klar, dass das Gericht nach Karlsruhe kommen würde.
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Archivradio – Geschichte im Original Folgen
Historische Aufnahmen und Radioberichte von den ersten Tonaufzeichnungen bis (fast) heute. Das Archivradio der ARD macht Geschichte hör- und die Stimmung vergangener Jahrzehnte fühlbar. Präsentiert von: Gábor Paál, Lukas Meyer-Blankenburg, Maximilian Schönherr und Christoph König. Ein Podcast von SWR, BR, HR, MDR und WDR. https://archivradio.de | Übersicht über alle Beiträge: http://x.swr.de/s/archivradiokatalog
Folgen von Archivradio – Geschichte im Original
997 Folgen
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Folge vom 24.05.2026Wozu „Grundgesetz“ und „Verfassungsgericht“? Carlo Schmid und Adolf Süsterhenn im Parlamentarischen Rat | 8.9.1948
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Folge vom 30.04.2026Der "Weiße Wal" im Rhein – Beluga-Fieber in Duisburg | 20.5.19661966 schwimmt ein Weißwal, auch Beluga genannt, den dreckigen und verseuchten Rhein hinauf, bis nach Duisburg. Zwei Rheinschiffer entdeckten ihn am 18. Mai 1966. Die Nachricht spricht sich schnell herum.
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Folge vom 20.04.2026Die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl und die FolgenDas Kernkraftwerk Tschernobyl war im Ukraine-Krieg schon früh Angriffsziel der russischen Streitkräfte. Das weckte bei vielen Erinnerungen an die Reaktorkatastrophe vom 26.4.1986.
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Folge vom 18.04.2026Vom Widerstand zum Atomausstieg – Die Epoche der Kernenergie in Deutschland (2/2)Der Widerstand gegen das AKW Wyhl in den 1970ern war die Keimzelle der großen Anti-Atomkraft-Bewegung. Am Ende hat sie gesiegt, die letzten Meiler sind 2023 vom Netz gegangen – anders als im Ausland. Wie kam es dazu?