Der Franzose Olivier Mannoni hat für die kritische französische Ausgabe Hitlers "Mein Kampf" übersetzt - was übersetzen in diesem Fall heißt und was er aus dieser Übertragung gelernt hat - dazu ein Gespräch mit ihm anlässlich seines lesenswerten Essays "Hitler übersetzen" (HarperCollins). Außerdem spricht Édouard Louis über sein neues Buch "Monique bricht aus" (S.Fischer). Die handelnden Personen kennen wir alle schon aus Louis‘ anderen Büchern, wieder geht der Autor offensiv mit seinem Leben und mit dem seiner Mutter an die Öffentlichkeit. Zum Jahrestag des Angriffs auf die Ukraine stellen wir den Roman einer in den USA lebenden ukrainischen Autorin vor, die die Geschichte ihrer Familie erzählt, "Der gute Name meines Vaters" von Sasha Vasilyuk (Droemer). Dann geht es um Erinnerungskultur im Band "Traumaland" von Asal Dardan (Rowohlt), und gerätselt wird natürlich auch wieder. Moderation Judith Heitkamp.
Kultur & Gesellschaft
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Das Bayern 2 Büchermagazin im Gespräch mit Schriftstellerinnen und Schriftstellern, Kritikerinnen und Kritikern und anderen Büchermenschen. Mit Rezensionen aktueller Literatur und vielen Entdeckungen aus Roman, Lyrik und Sachbuch.
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94 Folgen
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Folge vom 24.02.2025„Mit allen Fehlern, mit allen Wiederholungen“ - wie Olivier Mannoni Hitler übersetzt hat
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Folge vom 17.02.2025Katja Petrowskaja über „Texte aus dem Krieg“Die Frage, was Literatur kann oder nicht kann, was sie muss - oder ob sie gar nichts muss, die beschäftigt alle Schreibenden, um die es im Büchermagazin geht: Horst Bienek, dessen Tagebücher gerade herausgekommen sind, Thomas Brasch, der seine Gesellschaft verstehen, möglichst präzise beschreiben wollte und deshalb die Außenseiter in den Blick nahm. Zu seinem 80. Geburtstag erscheint ein Band mit seinen gesammelten Prosatexten. Außerdem sprechen wir mit Katja Petrowskaja, die sich jeden Tag fragt, welchen Sinn ihr Schreiben hat, wenn in ihrer Heimat - der Ukraine - Städte zerstört und Menschen getötet werden. Und stellen Ihnen den Gesprächsband "Kein Grund gleich rumzuschreien" von Benjamin von Stuckrad-Barre und Martin Suter vor sowie das Sachbuch von Mary Beards "Die Kaiser von Rom. Herrscher über Volk und Reich".
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Folge vom 10.02.2025Zach Williams' Stories: Stell dir vor, alle werden älter - nur dein Kind nichtGruselsurrealismus im Debut des Amerikaners Zach Williams, "Es werden schöne Tage kommen": gut dosierter Horror, der die US-Kritik begeistert hat, nun auch auf deutsch, mit-übersetzt von Literaturstar Clemens J. Setz. Außerdem: Anna Langfus, "Gepäck aus Sand" - eines der ersten Werke, das nach dem Krieg das Weiterleben nach dem Holocaust thematisiert hat, im Gespräch mit der Übersetzerin Patricia Klobusizcky / Uwe M. Schneede, "Gerhard Richter - der unbedingte Maler" / Daniel Glattauers, "In einem Zug" / Maylis de Kerangal, "Weiter nach Osten" / literarisches Rätsel-Taxi /
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Folge vom 03.02.2025Jo Lendle im Gespräch: Hanser vertreibt T.C. Boyle jetzt auch auf EnglischDer Münchner Carl Hanser Verlag veröffentlicht seit mehreren Jahren die Romane und Erzählungen des amerikanischen Bestseller-Autors T.C. Boyle in der deutschen Übersetzung noch vor Erscheinen des englischsprachigen Originals. Da aber immer mehr Leserinnen und Leser mittlerweile das englischsprachige Original der Übertragung ins Deutsche vorziehen, geht Hanser-Verleger Jo Lendle nun neue Wege und vertreibt den kommenden neuen Roman des 76-jährigen, "No Way Home", in seiner englischsprachigen Originalfassung europaweit selbst. Ein Gespräch mit dem Verleger über diese neue Strategie, um dem sich wandelnden Buchmarkt beizukommen / "Gegen die neue Härte" (dtv): Die Wiener Kulturwissenschaftlerin Judith Kohlenberger plädiert für eine größere Bereitschaft zur Kompromissfindung / "Nicht mein Leben" (C.H. Beck): Der 90-jährige Schweizer Adolf Muschg hat eine autofiktionale Erzählung über Leben und Sterben geschrieben / "Heim" (Jung und Jung): Saskia Hennig von Langes neuer Roman behandelt die Geschichte eines Familienmitglieds / Das literarische Rätsel