Wenn man "The Breakdown", Keb’ Mo’s neues Bluesalbum, nur oberflächlich hört, könnte man meinen: da singt ein rundum zufriedener, lebensweiser Mann im Herbst seiner Karriere voller Dankbarkeit von dem, was ein langes, glückliches Leben ihm geschenkt hat.
Die Wahrheit aber ist: Keb’Mo‘ hat zwei heftige Jahre hinter sich. Er ist dem Tod nur um Haaresbreite von der Schippe gesprungen und steht gleichzeitig vor den Trümmern einer langen Ehe. "The Breakdown" trifft es also nicht nur im metaphorischen Sinne ganz gut. Trotzdem: die Art und Weise, in der dieser feine, erfahrene Bluesman diese existenziellen Erfahrungen in seiner Musik verarbeitet, nötigt einem Respekt ab: besonnen, zurückgenommen und im Wesentlichen reduziert auf seine Gitarre und seine Stimme, hält der Musiker aus Nashville Rückschau auf sein Leben. Und er tut das mit der Weisheit und Gelassenheit eines Mannes, dem sehr bewusst ist, dass seine Restlaufzeit auf Erden begrenzt ist. Ein Blick in den Rückspiegel, ohne Groll und geprägt von der Dankbarkeit, all das erlebt zu haben. Beneidenswert…
Weltmusik gemischt
Die hr2-Hörbar Folgen
Musik grenzenlos und global - Chanson, Folk, Jazz, Singer/Songwriter, Klassik oder Filmmusik – hier ist alles möglich
Folgen von Die hr2-Hörbar
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Folge vom 31.08.2026Keb‘ Mo‘: Zusammenbruch, Neubeginn & mehr Musik grenzenlos
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Folge vom 29.08.2026Um die Welt mit Monsieur Periné, Tal Arditi, Cheikh Ibra Fam & mehr Musik grenzenlosIn der Hörbar am Samstag laden wir Sie ein, mit uns durch die Gassen von Lissabon zu schweifen, auf La Réunion zu senegalesischem Beat zu tanzen, bei afro-kolumbianischer Caféhausmusik einen Mojito zu süffeln und deutsch-äthiopischen Souljazz zu genießen. Wir starten in Kolumbien, mit der Gruppe Monsieur Periné aus Bogotá in Kolumbien. Bei denen geht’s um eine Beziehung, die wie Musik war - der Filmsong, den man geteilt hat und der alles sagte. Bei Cheikh Ibra Fam wird’s grenzenlos positiv. Der Sufi, Sänger, Songschreiber und Multiinstrumentalist aus dem Senegal versteht seine Musik als Empowerment. Sein jüngstes Album "Adouna" aus dem Frühjahr mischt Afro-Pop, Soul und die Musikstile Westafrikas. Mit dem israelischen Singer-Songwriter, Jazz- und Fusionmusiker Tal Arditi wird’s dann poppig: Sein jüngstes Album "Love Myself" geht weg vom zarten akustischen Fingerpicking, das ihn bekannt gemacht hat. Dennoch findet Tal Arditi: diese Platte sei seine intimste. Das alles und noch mehr in der Hörbar am Samstag.
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Folge vom 28.08.2026Atmender Kammerjazz mit dem Adam Bałdych European Quartet & mehr Musik grenzenlosDer polnische Jazzgeiger Adam Baldych spielt seine Renaissance-Geige auch schon mal wie eine Gitarre, mit den Fingern, oder macht sie zur Beatbox. Auf dem neuen Album "Endless" für das ACT-Label präsentiert er nun sein Allstar-Lineup, das European Quartet. Was der 40jährige Baldych aus seinem Instrument rausholt, wirkt grenzenlos - und klingt trotzdem unheimlich zärtlich. Mit Daniele di Bonaventura am Bandoneon, Jacob Karlzon am Klavier und Michel Benita am Kontrabass ist jetzt unter Live-Bedingungen ein Album der subtilen Gesten, des gemeinsamen Atmens und der kontemplativen Zurückhaltung entstanden. Man kommt zur Ruhe bei dieser Musik; der Lärm da draußen wird weniger. Man schwelgt in Improvisation, Klarheit und dem Raum zwischen den Tönen. Prädikat: inniger Kammerjazz der wunderbarsten Sorte! Weitere Gäste an der Hörbar sind heute u.a. Les Yeux d’la Tête aus Frankreich, die deutsche Songschreiberin Fee., das Kronos Quartet aus den USA und die spanische Gruppe Muchachito Bombo Infierno.
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Folge vom 27.08.2026Bardentreffen 2026 revisited & mehr Musik grenzenlosWir schauen heute zurück auf DAS Musikereignis in Sachen Folk, Weltmusik und Liedkunst: das Bardentreffen in Nürnberg, das von 30. Juli bis 2. August in Nürnberg stattgefunden hat. Mit Freshlyground, Systema Solar, The Green Apple Sea, Deitsch und mehr. "50 Jahre Bardentreffen“ war das Motto dieses Jahr. Vier Tage lang wurde die Nürnberger Altstadt mit ihren vielen Bühnen der Tummelplatz der internationalen Szene für globale Musik, Singer/Songwriter, Folk, Indie und Crossover-Spielarten. Wir lassen einige der dort gefeierten Acts noch mal Revue passieren. Zum Beispiel Freshlyground aus Südafrika, das vom HipHop beeinflusste Kollektiv Systema Solar aus Kolumbien, die portugiesische Fado-Sensation Joana Amendoeira, das australische Duo Charm of Finches und die Nürnberger Lokalmatadoren Green Apple Sea. Und, kleiner Tipp: zahlreiche spannende Mitschnitte vom Bardentreffen 2026 gibt's in der ARD Mediathek und bei ARTE.tv