Ein großer "Zusammenbringer" ist auf seinem jüngsten Album der amerikanische Pianist Kenny Barron. Für sein "Songbook" aus eigenen Kompositionen hat er großartige Stimmen wie Cécile McLorin Salvant, Kurt Elling oder Catherine Russell ins Studio geholt.
Heute ist Barron 82; früh hat er angefangen: Erste Shows mit 15, mit 18 Jahren war er dann schon mit Dizzy Gillespie auf Tour in Europa. Eine Besonderheit bei ihm ist, dass er sich immer wieder über seine Kompositionen beugt; er hält nichts für abgeschlossen, beleuchtet die Dinge immer wieder neu. So auch die 13 Stücke auf "Songbook", die nun mit Text und Stimmen glänzen.
Weitere Highlights an der Hörbar sind der US-Songwriter Ray LaMontagne, der "Americana Noir" von Calexico, den Fulani-Musiker Dabe Baldy aus Senegal und gleich zwei außergewöhnliche musikalische Gipfeltreffen: Schmidbauer-Pollina-Kälberer sowie "JMO" alias Moussa Cissokho, Jan Galega Brönnimann und Omri Hason.
Weltmusik gemischt
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Musik grenzenlos und global - Chanson, Folk, Jazz, Singer/Songwriter, Klassik oder Filmmusik – hier ist alles möglich
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Folge vom 06.01.2026Kenny Barrons "Songbook" & mehr Musik grenzenlos
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Folge vom 05.01.2026Der Sound wilder Freude & mehr Musik grenzenlosJúlia Kozáková aus der Slowakei ist ungeheuer produktiv. Sie singt in gleich vier Bands, darunter im World Jazz Ensemble SOLE. Mit dem Ensemble Manuša widmet sie sich komplett der Roma-Musik. Seit kurzem gibt‘s ein neues Manuša-Album - sein Motto: Freude! "Die Musik ist davon durchdrungen", erklärt Júlia. "Einfache, tägliche, stille wie wilde Freude." Vor 3 Jahren erhielt das erste Manuša-Album den Preis des Slowakischen Radios für das beste slowakische Weltmusik-Album, und 2023 sorgte es auf der Weltmusik-Expo "Womex" für Begeisterung. Die Sängerin hat Jazzgesang in London und Brno sowie Flamenco in Sevilla studiert, aktuell arbeitet sie an einem Master-Abschluss am Berklee College. Über ihren Zugang zur Musik von Manuša sagt sie: Ich, eine Person ohne Roma-Wurzeln, bin auf meiner Reise so sehr bereichert worden von traditionellen Roma-Songs. Ich habe diese Songs in mein Leben gelassen, sie sind nun ein Teil von mir.“
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Folge vom 03.01.2026Vor, zurück & mehr Musik grenzenlosWenn Sie noch nicht ganz in 2026 angekommen sind, trifft sich das gut: Auch an der Hörbar schauen wir nochmal kurz zurück und präsentieren eine kleine Nachlese schöner Veröffentlichungen aus dem letzten Jahr: Bon Iver, Anne Paceo, Songhoy Blues und mehr. 2025 war zum Beispiel ein tolles Jahr für den Blues: mit dem gemeinsamen Album von Taj Mahal und Keb‘ Mo‘. Das in Belgien beheimatete Trio Peixe e Limão brachte paneuropäisch polyglotten Wind in den Global Pop. Songhoy Blues aus Bamako haben auf ihrem jüngsten Album "Héritage" ihr Verständnis von Tradition nochmal überdacht. Das Ergebnis war: weniger Wüstenrock, mehr zarte Akustik. Für die französische Schlagzeugerin Anne Paceo war es indes ein Jahr des Schwebens und Tauchens im Sound, nachzuhören auf ihrem aktuellen Album "Atlantis".
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Folge vom 02.01.2026Georg Ringsgwandl: "Schawumm!“ & mehr Musik grenzenlos"Schawumm!“ - das ist der Sound, den Ringsgwandl hört, wenn gestresste Paketzusteller die Türen ihrer Transporter zuschieben. Er beobachtet diese Helden des Alltags mit solidarischer Sympathie, so wie er die Welt überhaupt mit wachem Auge beobachtet. Vieles fasst ihn an, vieles bringt ihn zum Nachdenken und Songs schreiben. Es gibt schöne und traurige Liebeslieder auf "Schawumm!“, und oft meint man, da hält Ringsgwandl nochmal innige Zwiesprache mit seiner verstorbenen Frau. Er ist gleich dreierlei, auf dieser Platte - der raubeinige Bluesmusiker, der auf bayerisch Sprüche raushaut, der Seismograph, der die Gesellschaft aufs Korn nimmt - und der 77jährige ältere Herr voller Melancholie. Trotzdem: es klingt frisch, was er da mit seiner langjährigen Band auf einem Dachboden überm Staffelsee eingespielt hat.