Wer die Welt durch andere Augen sieht, nur ein wenig vom normativen Verhalten abweicht, hat es schwer. Kein Wunder, dass auch Menschen mit einer Autismus-Spektrum-Störung ein Risiko für Suchterkrankungen entwickeln können. Die wenigen Studien in dem noch jungen Forschungsfeld kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen. Darauf verweist eine Anfang 2025 veröffentlichte Metastudie und sie zeigt zudem: autistische Frauen sind suchtanfälliger und greifen häufiger zu psychoaktiven Substanzen. Es braäuchte eine größere öffentliche Aufmerksamkeit und mehr Forschungsgeld, um die Studienlage und die Situation für die Betroffenen zu verbessern. Gestaltung: Daphne Hruby. - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 29. 12. 2025.
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Den Gedanken Raum geben - mit Reportagen, Features, Recherchen, Porträts und Gesprächen aus den Bereichen Wissenschaft und Kunst, Politik und Wirtschaft, Natur und Technik.
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Folge vom 29.12.2025Suchtprobleme bei Menschen mit Autismus
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Folge vom 23.12.2025100 Jahre Quantenmechanik: Heisenberg auf HelgolandIm Juni 1925 flüchtet der vom Heuschnupfen geplagte Werner Heisenberg von Göttingen auf die pollenarme Insel Helgoland. Dort will der 23-jährige Jungstar der deutschen Physik das große Restproblem der Quantenmechanik lösen: nach wie vor fehlt ihr ein mathematisch konsistentes Fundament, obwohl seit Jahrhundertbeginn viel über die atomare Welt und das Verhalten mikroskopischer Quantenteilchen herausgefunden worden ist. Der Sommerurlauber Heisenberg errichtet dieses Fundament mit seiner Matrizenmechanik. Aber gab es dieses Heureka auf Helgoland tatsächlich, wie der Physiker später in seinen Erinnerungen andeuten wird? Jedenfalls liefert im Jänner 1926 der Österreicher Erwin Schrödinger mit seiner Wellenmechanik eine gleichwerte Alternative. Ohne diese Fortschritte würde heute weder ein Computer, ein Laser, eine Solarzellen oder das Internet funktionieren.
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Folge vom 30.09.2025Kellergassen: Baukulturerbe im WeinviertelWeinkeller sowie die Kellergassen, in denen sie liegen, sind Zeugen einer jahrhundertelangen Weinbautradition in Ostösterreich.Sie sind untrennbar mit der bäuerlichen Kultur und Wirtschaftsweise des Weinviertels verknüpft. Oft werden sie auch als "Dorf neben dem Dorf" bezeichnet. Manche Kellergassen befinden sich nur wenige Meter, manche mehrere Kilometer von den Ortskernen entfernt. Oft wurden die Kellerröhren in den weichen Lös-Lehm gegraben, der aber gleichzeitig stabil genug ist, um auch ohne gemauertes Gewölbe zu halten. Kellergassen befinden sich an Geländekanten, sie schmiegen sich in Hohlwege, gruppieren sich zu Kellervierteln oder umringen Kellerberge - und sie sind Orte des sozialen Miteinanders. In Zeiten der Umwelt- und Klimakrise findet eine Rückbesinnung auf diese ressoucenschonende bäuerliche Architektur statt.Von Alexander Behr