Mit dem Poesiefestival verwandelt das Berliner Haus für Poesie die Stadt in einen internationalen Treffpunkt der Dichtkunst – mit Lesungen, Buchpremieren, Workshops, Filmvorführungen und poetischen Interventionen in Ausstellungen. Inhaltlich setzt sich das diesjährige Festival mit alten Mythen und Figuren in neuen Kontexten auseinander, thematisiert Trauer als sprachliches Phänomen und hinterfragt vermeintlich Unantastbares im literarischen Kanon. Über das vielfältige Programm an zwölf Veranstaltungsorten sprechen wir mit Katharina Schultens, der Leiterin des Hauses für Poesie und künstlerischen Verantwortlichen des Festivals.
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Die Welt der Literatur - Neuerscheinungen und Empfehlungen zum Wiederlesen.
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Folge vom 15.05.2026Zwischen Mythos und Trauer - Poesiefestival beginnt heute
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Folge vom 15.05.2026Lukas Bärfuss: "Königin der Nacht"Als der Schweizer Georg-Büchner-Preisträger Lukas Bärfuss fünfzehn, sechzehn Jahre alt war, stahl ihm seine Mutter erst das Geld, das er für ein Stipendium bekommen hatte, und schmiss ihn dann aus dem Haus, und Bärfuss lebte fortan auf der Straße und schlug sich mit Gelegenheitsarbeiten durch, eine Beziehung zu seiner Mutter hatte er dann nie wieder. Nun hat er ein Buch über sie geschrieben, „Königin der Nacht. Eine kurze Geschichte über meine Mutter“. Gerrit Bartels hat das Buch für uns gelesen.
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Folge vom 13.05.2026Georgi Gospodinov: "Physik der Schwermut"Für seinen Roman "Zeitzuflucht" wurde der bulgarische Autor Georgi Gospodinov 2023 mit dem International Booker Prize ausgezeichnet. Nun erscheint im Aufbau Verlag sein neues Buch "Physik der Schwermut". Im Zentrum des Romans steht ein einfühlsamer Junge, der sich in andere hineinversetzen kann – in seinen Großvater ebenso wie in eine Gartenschnecke. Jörg Magenau hat den Roman über Vergänglichkeit, Erinnerung und Empathie gelesen.
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Folge vom 12.05.2026Alice Hasters: "Anti Opfer. Warum wir Verletzlichkeit verachten""Du Opfer!" gehört längst zum Standardrepertoire an Beschimpfungen. Häufig schwingt nicht nur Abwertung, sondern auch ein Vorwurf mit: Jammere nicht so viel, nimm dein Leben in die Hand. In ihrem neuen Buch "Anti-Opfer. Warum wir Verletzlichkeit verachten" beschäftigt sich die Bestseller-Autorin Alice Hasters mit einem gesellschaftlichen Klima, in dem Sensibilität vermeintlich verpönt ist und Härte an Attraktivität gewonnen hat. Trifft diese Analyse zu? radio3-Redakteurin Susanne Lang bespricht das Buch.