Immer mehr Menschen werden in Zukunft ihre Heimat verlieren. Durch den Klimawandel, Kriege oder Diktaturen. Oder einfach, weil die politischen Verhältnisse sich so ändern, dass man sich plötzlich im eigenen Land fremd und heimatlos fühlt. Die Journalistin Ece Temelkuran fordert in ihrem neuen, sehr persönlichen Buch "Nation of Strangers" Heimat neu zu denken. Bevor sie die Türkei 2016 aus politischen Gründen verlassen musste, war sie eine der wichtigsten Stimmen der türkischen Zivilgesellschaft. radio3-Kritikerin Nadine Kreuzahler hat "Nation of Strangers" gelesen.
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Die Welt der Literatur - Neuerscheinungen und Empfehlungen zum Wiederlesen.
Folgen von Literatur aktuell
30 Folgen
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Folge vom 28.01.2026Ece Temelkuran: "Nation of Strangers. Unsere Heimat sind wir"
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Folge vom 27.01.2026Abbas Khider: "Der letzte Sommer der Tauben"Noah lebt in einem Dorf im Irak, er ist 14 Jahre alt und Taubenzüchter: Die Tauben, die er auf dem Dach hält, sind sein ganzer Stolz. Doch dann übernehmen islamistische Ideologen die Macht und alles wird anders. Der Berliner Schriftsteller Abbas Khider, 1973 im Irak geboren, erzählt in seinem neuen Roman von schmerzhaften Umbrüchen, von gestutzten Federn und dem Traum vom Fliegen. Anne-Dore Krohn hat das Buch gelesen.
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Folge vom 26.01.2026Kristín Eiríksdóttir: "Der Film”Darf man kritiklos über etwas berichten, das gesellschaftlich verpönt ist? Muss man sich immer positionieren und erklären? Müssen alle unsere Handlungen immer korrekt sein? Diese und viele andere Fragen stellt die isländische Schriftstellerin Kristín Eiríksdóttir in ihrem Roman "Der Film" in den Raum. Sie liefert darin eine labile und ehemals alkoholkranke Regisseurin der gnadenlosen Öffentlichkeit aus. Ihr Frevel: Sie hat einen Dokumentarfilm über einen Walfänger mit krimineller Vergangenheit gedreht. Irène Bluche stellt "Der Film" vor.
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Folge vom 26.01.2026Ein Buch, zwei Stimmen: "Balagan" von Mirna FunkAmira rechnet mit altem Gerümpel, als sie die Tür zur Lagerhalle ihres verstorbenen Großvaters öffnet. Sie entdeckt die Kunstsammlung ihrer jüdischen Familie, die seit dem Zweiten Weltkrieg verschollen war. Was soll sie damit machen? Verkaufen? Behalten? In ein Museum geben? Amira ist auf einmal Multimillionärin, beneidet von ihrer Familie, gejadt von der Presse und den eigenen Zweifeln. "Balagan" heißt der neue, bereits viel beachtete Roman von Mirna Funk. Wie haben ihn unsere beiden radio3 Literaturkritiker:innen Anne-Dore Krohn und Jörg Magenau gelesen? Ein Buch, zwei Stimmen.