Sein Urururgroßvater war Moses Mendelssohn, der Großvater von Felix Mendelssohn Bartholdy. Niklas Schmidt konnte als Musiker also gar nicht anders, als sich mit diesem Namen und der Musik Mendelssohn Bartholdys zu beschäftigen. Auch Schmidt ist in Hamburg geboren, Felix Mendelssohn ging dann nach Berlin, Düsseldorf und Leipzig, und Schmidt ist mit seinem Cello durch die ganze Welt gereist, gehört seit Jahrzehnten zu den gefragtesten Cellisten und Kammermusikern. In Hamburg kommen beide Künstler immer wieder zusammen, beim International Mendelssohn Festival, dessen Künstlerischer Leiter Schmidt ebenfalls ist. In diesem September gibt es wieder zehn Tage lang Kammermusik mit Werken vom Barock bis ins 20. Jahrhundert - Musik von Komponisten, die Mendelssohn beeinflusst haben oder die er beeinflusst hat; Musik, wie sie in den Salons der Zeit erklungen ist oder sein könnte. Eine besondere Rolle spielen dabei die großen Klaviervirtuosen des 19. Jahrhunderts, allen voran Frédéric Chopin und Franz Liszt. Im "Salonkonzert" zur Eröffnung des Festivals am 10. September kann man beide von einer weniger bekannten Seite erleben.(00:00:00) Intro(01:10) Gebet einer Jungfrau (Auschnitt, Ende)(06:00) Streichquintett Nr. 1 A-Dur op. 18 - Scherzo - Allegro di molto (3. Satz)(16:56) Klavierkonzert Nr. 1 e-Moll, op. 11 - Larghetto (2. Satz), Ausschnit(26:06) Fünf kleine Stücke für Klavier, S 192 - Lento assai (Nr. 2 As-Dur)(33:17) Impromptu für Harfe, op. 86(40:43) Trio F-Dur für Flöte, Fagott und Klavier - Larghetto (1. Satz)(48:40) Präludium Nr. 1 C-Dur für Violoncello und Klavier
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Folge vom 29.08.2025Das International Mendelssohn Festival mit Niklas Schmidt
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Folge vom 25.08.2025"In die Sonne schauen" von Mascha SchilinskiWas lebt in uns weiter durch die Zeit hindurch? Wie bestimmt und prägt uns das, was vielleicht vor unserer Geburt geschehen ist? Was brennt sich in unsere Körper ein und wird zu kollektiver Körpererinnerung? Fragen, die die Filmregisseurin Mascha Schilinski beschäftigen. In ihrem neuen Film "In die Sonne schauen" erzählt sie das Leben ihrer Heldinnen, junge Mädchen und Frauen, die auf einem Bauerndorf in der Altmark leben. Schilinski durchzieht die Geschichte: Deutsches Kaiserreich, Zweiter Weltkrieg, DDR bis zur Gegenwart. In Cannes wurde der Film mit dem Preis der Jury ausgezeichnet. Nun ist die Sensation perfekt: "In die Sonne schauen" wird für Deutschland ins Rennen um die Oscars gehen. Bevor der Film am Donnerstag in die deutschen Kinos kommt, spricht die Filmregisseurin in NDR Kultur à la carte mit Katja Weise über ihren Film, die Widerstände beim Drehen und den Erfolg.
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Folge vom 22.08.2025"Treppe aus Papier": Henrik Szántó über seinen neuen RomanSchauplatz seines neuen Romans ist ein Treppenhaus. Das Mädchen Nele begegnet der 90-jährigen Irma Thon. Sie kommen ins Gespräch und langsam fächert sich die Geschichte eines Jahrhunderts auf, die in den Mauern, Wänden, Dielen und Rohren steckt. Das Haus hat die Geschichten der Bewohner erlebt: Irma hat mit ihren nazitreuen Eltern im ersten Stock gewohnt. In der Wohnung von Neles Eltern wohnte früher Familie Sternheim, deren Schicksal Irma mitzuverantworten hat.Das ist das Setting, das Henrik Szántó in seinem neuen Roman „Treppe aus Papier“ verwebt. 1988 geboren, halb Ungar, halb Finne, lebt der Schriftsteller, Moderator, Slam-Poet, Spoken Word-Künstler heute in Hannover. In NDR Kultur à la carte spricht er mit Andrea Schwyzer über den Umgang mit Geschichte, das Verdrängen und Schweigen, über die Dynamik der Sätze und den Rhythmus des Schreibens.
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Folge vom 18.08.2025Henning Sußebach rekonstruiert das Leben seiner UrgroßmutterHenning Sußebach schaut genau hin, schreibt über das, was er sieht, was ihn interessiert, was ihn packt. Das macht er in seinen Artikeln, die er als Redakteur für die Wochenzeitung "Die Zeit" schreibt oder in seinen Büchern. Sußebach sucht bei seinen Recherchen nicht immer nur die Fakten, er sucht auch das Abenteuer und vor allem die Geschichten. Das war so, als er vor ein paar Jahren zu Fuß durch Deutschland ging und die Reise ihn ins Hinterland führte. "Deutschland ab vom Wege", so der Titel seines Buches 2017. Anderes Beispiel: Amir Baitar, aus Syrien geflüchtet, bekam bei Familie Sußebach ein neues Zuhause. Auch daraus entstand ein Buch.Jetzt hat sich Henning Sußebach mit einer Frau beschäftigt, die er selbst nie kennengelernt, die ihn aber tief beeindruckt hat: Anna Kalthoff. Sie ist die Urgroßmutter von Henning Sußebach, der sich gefragt hat: Wer war diese Frau? Wie hat sie gelebt? Welches Schicksal ist ihr widerfahren? Über eine Spurensuche in die tiefe, oftmals karge Vergangenheit und über die leidenschaftliche Sympathie für eine eigenwillige Frau spricht Henning Sußebach mit Claudia Christophersen in NDR Kultur à la carte.