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Auf den Tag genau Folgen
Aus dem Kiez in die Welt, von der Oper in den Boxring – mit täglich einer Zeitungsnachricht aus der Hauptstadtpresse heute vor 100 Jahren tauchen wir ein in die Fragen und Debatten, die das Berlin von 1920 bewegten. Halte dich informiert und bleib auf dem Laufenden über eine Welt, die uns heute doch manchmal näher ist, als man meinen möchte. Die aktuelle Staffel „Hamburg und die Welt vor 100 Jahren“ entsteht in Kooperation mit der Akademie der Wissenschaften in Hamburg und präsentiert Zeitungsartikel aus Hamburger Tageszeitungen. Es gilt weiterhin: bis morgen! Die ZEIT STIFTUNG BUCERIUS, die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg und die Hapag-Lloyd Stiftung unterstützen die Pilotphase des Geschichtspodcast finanziell. Mit Dank an Andreas Hildebrandt für den Jingle und Anne Schott für die Bildmarke.
Folgen von Auf den Tag genau
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Folge vom 08.08.2022Die Früchte aus Nachbars GartenEs gibt Fragen, die seit jeh her das Potential haben, aus friedlichen Nachbarn eine zerstrittene Meute zu machen. Scheinbar kleine Probleme, sie zum ultimativen (und wörtlichen) Zankapfel werden. „Wem stehen die Früchte von Bäumen zu, die über die Grundstücksgrenze reichen?“, ist solch eine Frage. Daher überrascht weder, dass sich die Jurisprudenz ausführlich mit dieser Frage beschäftigt, noch die Service-Leistung des Friedenauer Tageblatts, das am 8. August 1922 einen Abriss über den rechtlichen Stand zu dieser Frage gibt. Frank Riede hält uns auf dem Laufenden.
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Folge vom 07.08.2022Der deutschen Königin von Schweden zum GeburtstagRegelmäßige Leser des Goldenen Blattes und Zuschauerinnen des NDR werden es wissen: Die amtierende Königin Silvia von Schweden, geborene Sommerlath aus Heidelberg, ist bei weitem nicht die erste schwedische Monarchin deutscher Abstammung. Zu ihren zahlreichen Vorgängerinnen aus dem ‘Süden‘ zählte u.a. vor einhundert Jahren Viktoria von Baden, Ehefrau des damaligen schwedischen Regenten Gustav V. und Urgroßmutter von Silvias Mann Carl XVI. Gustaf, und auch schon damals war dieser Umstand der hiesigen Presse den einen oder anderen Seitenblick wert. So etwa am 7. August 1922, als die Deutsche Allgemeine Zeitung der Landsfrau im Stockholmer Schloss, die freilich längst getrennt von ihrem Mann die meiste Zeit in Rom lebte, herzlich zum 60. Geburtstag gratulierte. Mitgefeiert für uns hat Paula Leu.
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Folge vom 06.08.2022Der Luftkrieg der ZukunftZu den vielen schrecklichen ‘Erbstücken‘ des Ersten Weltkriegs zählte auch der Luftkrieg. Erstmals in einer großen militärischen Auseinandersetzung waren, neben Zeppelinen, Jagdflugzeuge zu einem wesentlichen Faktor der Kriegsführung geworden, der, heute fast vergessen, zahlreiche auch zivile Opfer bereits damals forderte. Dass dies indes nur der furchtbare Anfang war, ahnten bereits die Zeitgenossen. Der niederländisch-deutsch-amerikanische Flugzeughersteller Anton Herman Gerard Fokker sah als vielleicht erster sehr klar voraus, dass die Kriege der Zukunft im Wesentlichen aus der Luft entschieden würden, und warb, wie wir der Berliner Morgenpost vom 6. August 1922 entnehmen können, an allen Fronten um entsprechende Aufrüstung. Es liest Frank Riede.
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Folge vom 05.08.2022Moskau liegt in StaakenDass Drehort und Handlungsort bei Spielfilmen, auch was große Außenaufnahmen betrifft, nicht immer zusammenfallen, ist eine Binse. Schon lange vor dem Ukrainekrieg beispielsweise drehte man westliche Streifen kaum je in Moskau, sondern wich aus finanziellen und vielfältigen logistischen Gründen bevorzugt nach Berlin aus – der Stalinallee, heute Frankfurter Allee, sei Dank. 1922 gab es diese noch genauso wenig wie ihre Moskauer Vorbilder. Dennoch, erfahren wir aus dem Berliner Börsen-Courier vom 5. August, doubelte die deutsche auch schon damals gelegentlich die russische Metropole, und das in diesem Fall ausgerechnet an ihrem westlichsten Punkt: in Staaken! Für uns vor Ort war Paula Leu.