Vor 100 Jahren, am 1. April 1924, wurde sie das erste Mal in Berlin öffentlich ausgestellt - die Büste der Nofretete. Wie sie von der Ausgrabungsstätte in Ägypten in die deutsche Hauptstadt gekommen ist und ob sie dort rechtmäßig steht, darum tobt ein oft emotionaler Streit. Die Deutschen sollen sie unrechtmäßig aus Ägypten gebracht haben, das ist der Vorwurf. Klar ist, dass ihr Entdecker es recht eilig hatte, sie nach Berlin zu bringen und Interesse daran hatte, dass alles ohne großes Aufsehen vonstattengeht. Manche Expert:innen sind sogar überzeugt, dass damals falsche Angaben gemacht und geltende Bestimmungen umgangen wurden. Doch in Berlin will man von all dem nichts wissen - die Verantwortlichen sind überzeugt, dass die Büste der Nofretete rechtmäßig im Neuen Museum steht. ARD-Kairo Korrespondent Thilo Spanhel hat sich auf die Spur gemacht.
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48°8' Nord - das ist der Breitengrad, auf dem München liegt. Für den Podcast "Breitengrad" gilt: kein Ort zu weit, kein Thema zu abgelegen, keine Reise zu beschwerlich. Von Tromsö bis Sydney, von Novosibirsk bis Bogota - die Korrespondenten des Bayerischen Rundfunks berichten aus der ganzen Welt. In halbstündigen Auslandsreportagen über fremde Kulturen und Länder - anregend, authentisch, anders.
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Folge vom 05.06.2024Der Fall Nofretete – Kontroverse um ein Jahrhundertfundstück
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Folge vom 24.05.2024Zwischen Strahlkraft und Schwermut: Die Europäische Union vor der WahlVom 6. bis 9. Juni wählt die Europäische Union ihr neues Parlament. Es wird eine politische Standortbestimmung für Europa, aber auch Gelegenheit zur Selbstreflexion: Wo steht die Gemeinschaft vor dieser Wahl? Was verbinden junge Menschen mit der EU, in welchen Bereichen sehen Verbraucher die Vorteile des gemeinsamen Marktes, wie reform- und erweiterungsfähig ist die EU? ARD-Brüssel-Korrespondent Thomas Spickhofen ist diesen Fragen für uns nachgegangen.
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Folge vom 10.05.2024„Nicht über unsere Köpfe hinweg. 20 Jahre Polen in der EU“20 Jahre nach dem EU-Beitritt Polens geht ARD-Korrespondent Martin Adam auf die Reise. Denn in Polen höre er immer wieder "Europa ja, aber..". Woran liegt das? Wie konnte die nationalkonservative PiS-Partei, die im Frühjahr abgewählt worden ist, das Verhältnis zur EU derart torpedieren? Und warum haben viele Polinnen und Polen 20 Jahre danach immer noch das Gefühl, die Neuen zu sein?
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Folge vom 03.05.2024Kleines Dorf – große Kreativität: Reportage aus einer französischen 700-Seelen-GemeindeChalautre la Grande ist ein kleines Dorf, rund hundert Kilometer östlich von Paris gelegen. Die Gemeinde, bestehend aus Dorf und vier Weilern, zählt 685 Einwohner und liegt tief in der Provinz, Vor bald 20 Jahren haben Einwohner einen Verein gegründet, um wieder Schwung und Gemeinschaftsgefühl in das Dorfleben zu bringen. Regelmässig veranstalten sie Flohmärkte, Silvesterfeiern, einen bayerischen Abend - und Variété-Abende. Unsere Autorin Suzanne Krause lebt in dem Dorf und hat die Vorbereitungen für den diesjährigen Variété-Abend für uns beobachtet.