Am 14. Februar 2026 starb die Künstlerin Henrike Naumann überraschend im Alter von 41 Jahren, da war sie mitten in der Vorbereitung der Gestaltung des Deutschen Pavillons der Kunstbiennale in Venedig. Posthum wurde der Pavillon unter dem Titel ‚Ruin’ in Zusammenarbeit mit Naumanns Studioteam, der Künstlerin Sung Tieu und Kuratorin Kathleen Reinhardt fertiggestellt. Bekannt geworden war die in Zwickau aufgewachsene Henrike Naumann mit raumfüllenden Möbelinstallationen. Ihr zentrales Thema war lange die deutsche Geschichte, insbesondere die Radikalisierung nach rechts. Seit 2021 hatte Henrike Naumann mehrfach in der Ukraine gearbeitet, interessiert an der Rolle der Kunst in Zeiten des Krieges. Zur Eröffnung der Biennale von Venedig wiederholen wir ein Gespräch, das Britta Bürger im Januar 2024 mit der Künstlerin geführt hat.
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Reden mit einem Menschen. Eine knappe Stunde lang. Eine Zumutung? Im Gegenteil: es ist die pure Verführung zum Zuhören.
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Folge vom 10.05.2026Zur Erinnerung an Henrike Naumann, Künstlerin
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Folge vom 03.05.2026In Erinnerung an Margot Friedländer, Holocaust-ÜberlebendeSie war eine geschätzte und vielfach ausgezeichnete Zeitzeugin, die in Schulklassen von ihrem Leben erzählte: Als Einzige ihrer jüdischen Familie hatte Margot Friedländer den Holocaust überlebt. Mehrfach war sie der Gestapo entkommen, dann wurde sie nach Theresienstadt deportiert. 1946 wanderte sie mit ihrem Mann in die USA aus. Doch nach über 60 Jahren kehrte Margot Friedländer aus New York in ihre Heimatstadt Berlin zurück, um hier zu leben, sich als Zeitzeugin zu engagieren und ihre Botschaft "Seid Menschen!" zu verkünden. Kurz nach ihrem Umzug hat Magdalena Kemper mit ihr über Mut, Trauer und den unbedingten Wunsch, leben zu wollen, gesprochen. Eine Wiederholung vom 31. Juli 2010, anlässlich des ersten Todestags von Margot Friedländer am 9. Mai 2026.
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Folge vom 01.05.2026Rüdiger Schuch, Präsident der Diakonie DeutschlandDie Diakonie gehört zu den größten Arbeitgebern in Deutschland: Rund 687.000 Hauptamtliche und etwa 700.000 Ehrenamtliche sind in den Einrichtungen des evangelischen Wohlfahrtsverbands beschäftigt. Seit 2024 ist der Theologe Rüdiger Schuch Präsident der Diakonie und in dieser Funktion vor allem dafür zuständig, die Interessen des Verbandes in Politik und Gesellschaft zu vertreten. Welchen Einfluss er hat, warum Kirche und Diakonie ein eigenes Arbeitsrecht haben und welche Herausforderungen er für den Sozialstaat mit Blick auf die aktuellen Krisen sieht, darüber spricht Rüdiger Schuch mit Ulrike Bieritz.
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Folge vom 26.04.2026Patrizia Di Stefano, deutsch-italienische AutorinDie gehobene italienische Küche und Königsberger Klopse gehören für die Autorin und Grafikerin Patrizia Di Stefano gleichermaßen zu ihrer Kindheit, denn ihre Eltern prägten beide mit den jeweiligen Lieblingsrezepten ihren Geschmack. Im Restaurant ihres Vaters "Il Gattopardo" traf sich die West-Berliner Schickeria. Zu Hause sollte jedoch möglichst alles deutsch sein. Deshalb lernte Patrizia Di Stefano kein Italienisch; trotzdem wurde sie wegen ihrer Herkunft beschimpft. Heute schätzt Patrizia Di Stefano die Mischung vom Besten aus beiden Kulturen. Katrin Heise hat mit ihr über ihre deutsch-sizilianische Familie gesprochen und über die Pizza-Versand-Bäckerei Ihres Vaters.