Die gehobene italienische Küche und Königsberger Klopse gehören für die Autorin und Grafikerin Patrizia Di Stefano gleichermaßen zu ihrer Kindheit, denn ihre Eltern prägten beide mit den jeweiligen Lieblingsrezepten ihren Geschmack. Im Restaurant ihres Vaters "Il Gattopardo" traf sich die West-Berliner Schickeria. Zu Hause sollte jedoch möglichst alles deutsch sein. Deshalb lernte Patrizia Di Stefano kein Italienisch; trotzdem wurde sie wegen ihrer Herkunft beschimpft. Heute schätzt Patrizia Di Stefano die Mischung vom Besten aus beiden Kulturen. Katrin Heise hat mit ihr über ihre deutsch-sizilianische Familie gesprochen und über die Pizza-Versand-Bäckerei Ihres Vaters.
Talk
Das Gespräch Folgen
Reden mit einem Menschen. Eine knappe Stunde lang. Eine Zumutung? Im Gegenteil: es ist die pure Verführung zum Zuhören.
Folgen von Das Gespräch
50 Folgen
-
Folge vom 26.04.2026Patrizia Di Stefano, deutsch-italienische Autorin
-
Folge vom 19.04.2026Carmen Scheibenbogen, Long Covid-SpezialistinCarmen Scheibenbogen ist zu einem Gesicht des Kampfes gegen Long Covid geworden, einer Krankheit, die körperlich erschöpft und sozial ausgrenzt. Schätzungen rechnen mit bis zu einer Million Fällen in Deutschland. Wer daran erkrankt ist, ringt auch lange nach Ende der akuten Infektion um seine körperliche und intellektuelle Leistungsfähigkeit. Carmen Scheibenbogen hat sich an der Berliner Charité schon lange vor der Pandemie mit einem Krankheitsbild beschäftigt, das in der Medizin lange nicht ernst genommen wurde. Die Ärztin erforscht die langfristigen Folgen von Infektionskrankheiten, die bis zu völliger Pflegebedürftigkeit und Bettlägerigkeit führen können. Welche Verantwortung diese Forschung mit sich bringt und warum sie optimistisch ist, was die Chancen auf Behandlung und Heilung angeht, darüber spricht Carmen Scheibenbogen mit Kirsten Dietrich.
-
Folge vom 12.04.2026Torsten Schulz, SchriftstellerDas gibt es selten: Eine Buchpremiere im Stadion des FC Union Berlin. Torsten Schulz stellte dort „Kindheit mit Jimmy oder Die Kunst zu dribbeln“ vor, ein Buch über seine Kindheit und den legendären Union-Spieler Günther „Jimmy“ Hoge. Immer wieder kehrt der Schriftsteller in seinen Büchern ins Ost-Berlin der 1960er und -70er Jahren zurück, wie in „Boxhagener Platz“ oder „Mein Skandinavisches Viertel“. In den 1980er Jahren studierte Schulz an der Filmuniversität Babelsberg, später wurde er dort Professor für Praktische Dramaturgie. Heute sieht er dort einiges kritisch. Frank Meyer hat mit ihm gesprochen.
-
Folge vom 05.04.2026Astrid Leicht, Drogenhilfe "Fixpunkt"Wenn man mit Astrid Leicht über Drogenkonsum redet, dann spricht sie mit einem ganz grundsätzlichen Respekt vor den Einzelnen und ihren Lebensentscheidungen. Seit knapp 40 Jahren macht die Berlinerin Sozialarbeit mit und für Drogensüchtige und setzt sich für Verbesserungen in der Gesundheits- und Drogenpolitik ein. Im Jahr 1989 hat sie den Verein "Fixpunkt" gegründet, dem sie inzwischen als Geschäftsführerin vorsteht. Kirsten Dietrich hat mit Astrid Leicht gesprochen.