Geboren in Engelberg, aufgewachsen in Lausanne, zu Hause in Brisbane: Gabriel Dubler kam mit 30 Jahren auf Weltreise nach Australien und blieb. Heute lebt der 74-Jährige seit über drei Jahrzehnten in der grünen Metropole, arbeitet an der Uni, jodelt im Schweizer Club und backt sein eigenes Brot.
Als Service-Ingenieur kam Gabriel Dubler in 25 Ländern herum. Auf einer mehrjährigen Weltreise reiste der damals 30-Jährige mit dem Motorrad quer durch Australien. Das Land liess ihn nicht mehr los. Aus dem Abenteuer wurde ein neues Zuhause in Brisbane. Mit 74 Jahren arbeitet Gabriel Dubler weiterhin an der Queensland University of Technology, wo er Film- und Fernsehprojekte betreut: «Warum sollte ich aufhören, wenn es mir Spass macht!» Daneben backt er Zopf und Brot, tauscht diese auf lokalen Märkten gegen andere Produkte ein und näht zu Hause sogar seine eigenen Vorhänge. Ob Jodel-Chörli, Jass-Club oder 1. August-Feier: Seit Jahren engagiert sich Gabriel Dubler mit Herzblut auch im Schweizer Club und hilft bei der Swiss Community Care, wo sich Schweizerinnen und Schweizer gegenseitig unterstützen.
Brisbane ist Australiens grüne Metropole
Brisbane begeistert den Auslandschweizer bis heute: «Die Stadt gilt als jung, multikulturell und überraschend grün.» Flüsse, Parks und subtropische Vegetation prägen das Stadtbild. Direkt vor Gabriels Balkon sitzen jeden Morgen weisse Kakadus und schauen beim Frühstück vorbei.
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Die fünfte Schweiz Folgen
Über 800'000 Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer haben ihren festen Wohnsitz im Ausland. Sie leben in über 65 Ländern. In dieser Sendung geben sie Auskunft über ihren Alltag. Es sind Menschen aus Schweizer Familien, Vereinen, Firmenvertreter, Mitarbeiterinnen von Hilfswerken, Angehörige von Botschaften und Konsulaten
Folgen von Die fünfte Schweiz
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Folge vom 06.09.2026Gabriel Dubler in Brisbane – Frühstück mit Kakadus
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Folge vom 30.08.2026Michelle Frei – Vom Entlebuch an den BroadwayDie 26-jährige Michelle Frei aus Flühli-Sörenberg (LU) hat ihr gewohntes Leben hinter sich gelassen, um in New York Schauspielerin zu werden. Nun steht die Entlebucherin vor dem bisher grössten Meilenstein ihrer Karriere. Im Oktober feiert ihr erstes selbstgeschriebenes Theaterstück Premiere. Vor zwei Jahren wagte Michelle Frei den Sprung über den Atlantik. Die gelernte Wirtschaftspsychologin aus Flühli-Sörenberg (LU) zog nach New York, um ihren Traum von der Schauspielerei zu verfolgen. Am renommierten William Esper Studio absolvierte sie ihre Ausbildung und arbeitet aktuell daran, ein Künstlervisum zu erhalten, um langfristig in den USA bleiben und arbeiten zu können. Ein wichtiger Schritt folgt im Oktober. Dann bringt die 26-Jährige ihr erstes selbstgeschriebenes Theaterstück auf die Bühne und übernimmt gleich selbst die Hauptrolle: «Das Stück erzählt die Geschichte von drei Schauspielerinnen und Schauspielern auf dem Weg zu einem Casting. Es zeigt den enormen Druck der Branche und stellt die Frage: Wie weit ist man bereit zu gehen, um eine Rolle zu bekommen, und wo zieht man die eigenen Grenzen.» Regie führt Christian Sordelet, einer der renommiertesten Stage-Combat-Spezialisten der USA. Der Broadway-Veteran war an über 80 Produktionen beteiligt und arbeitete bereits mit Stars wie Bruce Willis, Sabrina Carpenter und Scarlett Johansson zusammen. Leben auf wenigen Quadratmetern So glamourös die New Yorker Theaterwelt von aussen wirkt, so bescheiden lebt Michelle im Alltag. Gemeinsam mit einer polnischen Schauspielkollegin wohnt sie in einer kleinen WG an der Upper West Side in Manhattan. Der Blick aus dem Fenster auf den Central Park ist spektakulär, die Wohnung dagegen winzig: «Für einen Küchentisch fehlt der Platz, gegessen wird am Boden!» In ihr eigenes Zimmer passt gerade einmal eine Matratze. Trotzdem möchte die Entlebucherin nirgendwo anders sein. «Wir sind glücklich hier und fühlen uns zuhause.»
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Folge vom 23.08.2026Monika Radics – Heimat zwischen Eis, Ozean und AfrikaMonika Radics pendelt zwischen der Schweiz, Südafrika und den Polarregionen. Die Zürcherin mit ungarischen Wurzeln lebte dreissig Jahr in Südafrika. Heute arbeitet sie als Managerin auf einer luxuriösen Expeditionsyacht für Touristen. Oft mit einem Büro mitten in der Antarktis. Der Lebensweg von Monika Radics ist so bunt wie ein Blumenstrauss. In Lugano und Zürich aufgewachsen, zog sie mit zwanzig über ein Austauschprojekt nach Südafrika und blieb dreissig Jahre. Sie arbeitete als Brandmanagerin für internationale Marken, im Reisebüro und als Make-up Artist. «Ich war schon immer eine Allrounderin und neugierig», sagt sie. Später verlagerte sich ihr Leben aufs Meer. Mit ihrer Erfahrung, ihrer offenen Art und sechs Sprachen fand sie auf Expeditionsschiffen genau den Ort, an dem alles zusammenpasst. Heute arbeitet Monika oft wochenlang auf hoher See, berät Gäste und gestaltet das Bordprogramm. Die Antarktis ist für sie nicht nur ein Reiseziel, sondern ein Arbeitsplatz: «Die Crew ist wie eine grosse Familie.» Ihre Geschichte verbindet Schweizer Wurzeln, ein ungewöhnliches Leben im Ausland und die Frage, was Heimat bedeutet, wenn das eigene Leben über mehrere Kontinente verteilt ist. Zu Hause die Seele baumeln lassen Nach langen Einsätzen zieht sie sich in Einsiedeln zurück, um aufzutanken. Heimat, sagt Monika Radics, sei für sie kein Ort, sondern ein Gefühl, das sich über Kontinente verteilt. Und wenn die Ruhe genug Kraft gegeben hat, zieht es sie wieder hinaus aufs Meer.
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Folge vom 16.08.2026Monika Stauss-Joensen – Von den Bergen ans MeerEine Reise auf die Färöer-Inseln veränderte ihr Leben. Dort traf Monika Stauss-Joensen ihre grosse Liebe und blieb. Seit über 40 Jahren lebt die Musikerin aus Zürich zwischen steilen Klippen, rauem Atlantikwind und einer Dorfgemeinschaft, in der jeder jeden kennt. Eine Studienfreundin brachte Monika Stauss-Joensen erstmals auf die Färöer-Inseln. Was als Besuch begann, wurde zur Lebensgeschichte: «Ich verliebte mich in ihren Bruder Ingvar und fand meine neue Heimat.» Heute lebt die gebürtige Seuzacherin mit ihrer Familie seit über 40 Jahren im kleinen Ort Leirvik. Ihr Mann Ingvar betreibt eine Fischfabrik. Die Färöer-Inseln wirken wie aus einer anderen Welt, sagt Monika Stauss-Joensen: «Grüne Bergspitzen ragen aus dem Meer, Nebelschwaden ziehen über die Hänge, und der Atlantik bestimmt das Leben der Menschen.» Als Geigerin hat sie das Musikleben der Inseln mitgeprägt, Generationen von Kindern unterrichtet und spielt bis heute im Kammerensemble des königlichen Sinfonieorchesters. In ihrem Buch «Von den Bergen ans Meer», erzählt sie von Heimweh und Heimatgefühl, vom Familienleben und der Inselwelt, die ihr Herz einst erobert hat. Zwischen Fjorden und Dorfklatsch Die Färöer sind stolz auf ihre Eigenständigkeit und ihre Kultur. Die Ortschaft Leirvik ist klein, familiär und überschaubar. Man kennt sich und Neuigkeiten sprechen sich schnell herum, sagt Monika Stauss-Joensen: «Manche Bewohner erinnern sich sogar noch daran, dass ich bei meiner Ankunft vor über 40 Jahren einen blauen Jupe getragen habe.» Ein Dorfleben, in dem jeder jeden kennt und Erinnerungen erstaunlich lange halten. Die kleinen Eigenheiten der Färöer nimmt Monika Stauss-Joensen längst mit Humor.