Das Grammy-nominierte Psych-Groove-Quintett Altın Gün aus Amsterdam kehrt mit seinem sechsten Studioalbum "Garip“ zurück - eine Hommage an den legendären anatolischen Volkssänger Neşet Ertaş. Dabei verleihen sie der Langhalslaute Bağlama einen Rock-Touch.
"Garip“ ("seltsam") versammelt zehn Ertaş-Klassiker, die Altın Gün zu psychedelischem Groove umarbeiten. Dass die Band insgesamt wieder rockiger geworden ist, liegt u.a. am Ausstieg von Sängerin Merve Daşdemir. Sie hatte den Sound der Band von 2016 bis 2024 mit Disko- und Synthiepop maßgeblich geprägt.
Den Gesang übernimmt nun komplett der Bağlama-Spieler und Keyboarder Erdinç Eçevit. Für ihn ist "Garip“ eine Gelegenheit, zu den eigenen Wurzeln zurückzukehren. "Meine Eltern stammen aus derselben Gegend wie Ertaş“, sagt er. "Als ich fünf, sechs Jahre alt war, hörte mein Großvater immer Kassetten von Neşet Ertaş. Damals war ich zu jung, um die Texte und ihre Bedeutung zu verstehen, aber die Melodien haben mir gefallen.“
Jetzt hat er sich ganz in Ertaş' Texte vertieft - in "den Blues des türkischen Volkes.“
Weitere Highlights an der heutigen Hörbar sind Quadro Nuevo, das Michael Wollny Trio, Uusikuu und KT Tunstall.
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Folge vom 31.03.2026Türkischer Blues & mehr Musik grenzenlos
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Folge vom 30.03.2026Bonnie "Prince" Billys Musikfamilie & mehr Musik grenzenlosEin überaus freundlich klingender Mensch ist der amerikanische Musiker Will Oldham, der sich Bonnie "Prince" Billy nennt. Auf seinem neuen Album "We Are Together Again" präsentiert er Americana-Kammerpop - wie immer mit einer leicht melancholischen Note. "Das größte Kunstwerk, das wir im Leben schaffen, ist unser Netzwerk aus Beziehungen und Freundschaften", sagte Bonnie "Prince" Billy kürzlich dem Magazin "Kulturnews". Damit ist das neue Album - eine tirilierende Ode an Resilienz, an die Verbundenheit mit Anderen - bereits gut umrissen. Denn Gemeinschaft wird bei Bonnie "Prince" Billy großgeschrieben - alle, mit denen er Musik macht, werden Familie. Hier klingen sie wie eine High School Marching Band mit Flöte, Akkordeon und Banjo, die sich zum 17-Uhr-Drink auf einer Veranda am Ohio River trifft und einfach losspielt. Weitere Gäste an der heutigen Hörbar sind u.a. Yasmin Levy, Anna Depenbusch, Africappella und Dobet Gnahoré.
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Folge vom 28.03.2026Schöner leben mit Musik grenzenlosStefano di Battista lässt sein Saxofon die Melodie aus Nicola Piovanis Filmmusik "La vita è bella" - "Das Leben ist schön" singen und verwandelt sie in ein packendes Stück Jazz. Und tatsächlich - das Leben kann schön sein, besonders dann, wenn man sich mit großartiger Musik umgibt. Und davon bietet diese Hörbar-Ausgabe wieder reichlich. "I think I like this little life" singt die junge Cordelia Clyne O’Driscoll - ihr Song "Little Life" hat im Netz Millionen Klicks gesammelt und sogar einen eigenen TikTok-Trend ausgelöst. Der Kubaner Alejandro Valdés zeigt, weshalb er zu den herausragenden Flamenco-Gitarristen seines Landes zählt, und die WDR Bigband überrascht mit einer radikal neu gedachten Version der Aria aus Bachs Goldberg-Variationen. All das und weitere "Musik grenzenlos", die das Leben schöner macht, gibt es in dieser Hörbar von hr2-kultur.
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Folge vom 27.03.2026Tinariwen - Legenden des Wüstenblues & mehr Musik grenzenlosMit ihrem neuen Album "Hoggar" kehren die legendären Tuareg-Musiker Tinariwen zu den Wurzeln ihres Sounds zurück. Nach über 45 Jahren Bandgeschichte besinnen sie sich erneut auf das, was ihre Musik einst geformt hat: akustische Gitarren, ein gemeinsamer Gesang "und ums Lagerfeuer" und die spirituelle Kraft der Wüstenlandschaft zwischen Mali und Algerien. "Hoggar" markiert zugleich die Weitergabe des Feuers an eine jüngere Generation - ein Album, das Rebellion, Nomadentum und kulturelle Identität bündelt, ohne seine tiefe Erdung im Tuareg-Blues zu verlieren. An der Hörbar begegnet uns diese Rückbesinnung in Stücken wie "Khay erilan", "Erghad afewo" und "Tad adounya". Und: die sudanesische Künstlerin Sulafa Elyas hat einen Gastauftritt mit einem traditionellen Song ihres Landes, "Sagherat Assan". Dazu gibt’s wie immer ein Panorama aus globalen Musikfarben: Mário Lúcio mit kapverdischer Eleganz, eine charmante Alpen-Miniatur von Rainer Fabich & Matthias Schriefl, die poetische Stimme der Kolumbianerin Marta Gómez und Neues von Singer-Songwriter Michael Moravek.