Alexander Klaws steht zurzeit als Winnetou in Bad Segeberg bei den Karl-May-Festspielen auf der Bühne. Die Rolle des Apachenhäuptlings erfüllt ihn mit Ehrfurcht und Freude. Winnetou sei der Held seiner Kindheit gewesen, erzählt Klaws im Gespräch mit Daniel Kaiser. Und das Gefühl, wenn man zur Melodie von Martin Böttcher auf die Bühne reitet, sei wohl nur vergleichbar mit dem Gefühl, das ein Sportler hat, für den die Nationalhymne gespielt werde. Aber auch wenn ihm diese Rolle sehr viel bedeutet, hat Alexander Klaws gerade eine neue lebenslange Rolle angenommen, die des dreifachen Papas. Nur wenige Tage vor dem Gespräch mit Daniel Kaiser hat seine Frau Nadja den dritten gemeinsamen Sohn auf die Welt gebracht. Alexander Klaws zeigt sich sehr ergriffen und ist noch ein bisschen "durch den Wind", wie er selbst sagt. Er ist sehr glücklich und freut sich auf die jetzt vor ihm liegenden Monate, in denen er sich erneut an einem Säugling erfreuen kann und an der gewachsenen Familie. Klaws und Kaiser sprechen auch über seine Rolle als Tarzan in Hamburg auf der Bühne der "Neuen Flora". Diese Rolle hat ihm alles abverlangt. Tarzan sei Höchstleistungssport, die Formel 1 unter den Musicals erzählt er und räumt ein, dass er sich dort sogar eine Rippe gebrochen hat, weil er sich zu heftig auf die Brust getrommelt hat. Tarzan war für ihn aber auch der Beginn der Liebesbeziehung zu seiner Probenpartnerin Nadja Schawiller, heute Nadja Klaws. Insofern wird diese Rolle für Alexander immer ein wichtiger Meilenstein im Leben bleiben. Ein Meilenstein war für ihn auch der Gewinn von Deutschland sucht den Superstar, kurz DsdS. Alexander Klaws war der erste deutsche Superstar und konnte diesen Titel für den Beginn seiner Karriere nutzen. Bis heute steht er im Kontakt zu Dieter Bohlen und äußert sich lobend über die Unterstützung des Pop-Titanen. Es könnte durchaus sein, dass Alexander Klaws erneut ein Album mit Popsongs aufnimmt. Das will der frisch gebackenen Papa nicht ausschließen. Im Moment steht aber für ihn die Familie an erster Stelle. Hier geht es zur Podcastempfehlung in der Audiothek: https://www.ardaudiothek.de/sendung/changemakers-wie-sportler-innen-die-welt-veraendern/13636893/
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Wie fühlt sich Hamburg an, wie erleben wir Hamburg? Das sind Fragen, denen wir in unserem Podcast "Feel Hamburg" nachgehen. Host Daniel Kaiser spricht mit Persönlichkeiten aus der Stadt - mit Menschen, die eine Geschichte zu erzählen haben. Das können Prominente sein aber auch Nachbarinnen und Nachbarn. Alle Gäste haben eines gemeinsam: Hamburg. Unser Podcast will das Lebensgefühl in dieser Stadt hörbar machen: Feel Hamburg.
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Folge vom 04.09.2024Alexander Klaws: Leben zwischen Winnetou und Wickeltisch
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Folge vom 21.08.2024Patrick Bach: Erwachsen werden vor der KameraAls Star der 80er Jahre Kinderserien "Silas", "Jack Holborn" und Anna hat sich Patrick Bach in die Herzen der Deutschen gespielt. Selbst dem Kult-Showmaster Rudi Carrell ist er so nachhaltig im Gedächtnis geblieben, dass er ihn für "Am laufenden Band" verpflichtete. Bis heute ist er der Branche treu geblieben. Mit nur 13 Jahren trat Patrick Bach in die Rolle des abenteuerlustigen Waisenjungen Silas. Die Serie wurde ein voller Erfolg und bescherte Bach den Durchbruch im deutschen Fernsehen. "Silas war sozusagen die Auffahrt auf die Autobahn des Schauspielerlebens. Das hat mir den ersten richtigen Schub gegeben", erinnert sich Bach an diese Zeit. Er betont jedoch, dass er trotz des plötzlichen Ruhms bodenständig geblieben sei. Es gibt nur wenige Kinderstars, die den Sprung ins Erwachsenenalter im Showgeschäft erfolgreich meistern. Patrick Bach gehört zu diesen Ausnahmen. Nach dem Erfolg von "Silas" spielte er in zahlreichen weiteren Fernsehproduktionen mit, darunter in der ZDF-Weihnachtsserie "Anna" und als Kommissar in der RTL-Serie "Die Wache". Auch bei den Karl-May-Festspielen in Bad Segeberg stand er als Winnetou auf der Bühne und unterstrich damit seine Vielseitigkeit als Schauspieler. Bach war zudem in der beliebten Telenovela "Rote Rosen" als Sektenguru zu sehen und übernahm zahlreiche Episodenrollen in verschiedenen Vorabendserien. Trotz seiner erfolgreichen Karriere vor der Kamera betont er, dass ihm der Ruhm nie zu Kopf gestiegen ist. "Das Drehen war so ein bisschen Abenteuerurlaub", sagt er. Nach den Dreharbeiten sei er immer froh gewesen, in sein normales Leben zurückzukehren. Heute ist Patrick Bach in erster Linie als Synchronsprecher tätig und hat sich auch in diesem Bereich einen Namen gemacht. Besonders bekannt ist er als deutsche Stimme des amerikanischen Schauspielers Sean Astin, der unter anderem in den "Der Herr der Ringe"-Filmen als Samweis Gamdschie zu sehen war. Diese Arbeit hat ihm neue Perspektiven eröffnet, auch wenn er die Schauspielerei vor der Kamera nicht aufgegeben hat. "Ich habe einfach Spaß vor der Kamera und würde das auch gern wieder machen," sagt Bach, der weiterhin offen für neue Projekte ist. Im Gespräch mit Ilka Steinhausen verrät Patrick Bach auch, wie der Postbote auf die vielen Säcke mit Fanpost reagierte, wie er in Hamburg lebt und warum er schon mehrfach Kontakt mit der Polizei hatte. Hier geht es zur Podcastempfehlung von Ilka Steinhausen in der ARD-Audiothek: https://www.ardaudiothek.de/sendung/rote-rosen-der-offizielle-podcast/94817246/
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Folge vom 07.08.2024Pastor Jonas Goebel: Eine WG mit Jesus und der Abriss eines KirchturmsMit Pastor Jonas Goebel kommt die Kirche im Zeitalter der Digitalisierung an. Er spricht über neue Wege und seine Arbeit in der Auferstehungskirchengemeinde Lohbrügge.
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Folge vom 24.07.2024Peter Lohmeyer: Sein privates Wunder von HamburgDer traumatisierte Kriegsheimkehrer Richard Lubanski und sein 11-jähriger Sohn Mattes stehen im Mittelpunkt des Films "Das Wunder von Bern" - dargestellt von Peter Lohmeyer und seinem Sohn Louis Klamroth. Diese gemeinsamen Dreharbeiten waren für den Schauspieler ein besonderes Erlebnis. Auch auf viele Kinogänger hatte der Film eine nachhaltige Wirkung, erzählt Lohmeyer im Gespräch mit Host Daniel Kaiser. "Jetzt, wo wir darüber reden, fällt es mir wieder ein, dass Menschen mich hinterher auf diesen Film angesprochen und gesagt haben: Weißt du, was das ausgelöst hat bei uns in der Familie? Unsere Großeltern haben mit uns zum ersten Mal gesprochen, über die Situation damals. Das, finde ich, ist was ganz Wertvolles." Für Lohmeyer ist dies ein zentraler Aspekt seines Berufes: "Ich erzähle Geschichten, die etwas auslösen sollen. Und man weiß eben auch, diese Kriegsheimkehrer und auch die Kinder von denen sind sprachlos. Die konnten nicht kommunizieren." Nicht nur "Das Wunder von Bern" ist ein wichtiger Punkt in Lohmeyers Biografie, auch die erneute Vaterfreude, die Lohmeyer gerade erlebt, ist für ihn ein Wunder. Bei "Feel Hamburg" spricht der Schauspieler zum ersten Mal öffentlich darüber: "Es ist echt ein Geschenk, jetzt nochmal Vater geworden zu sein. Also, ich hatte das nicht so in meiner Lebensplanung. Aber es passierte. Bei meiner Frau war es jetzt irgendwie Thema. Und dann war klar, da kommt Nachwuchs." Diese Erfahrung habe ihm einen ganz neuen Zugang zum Vatersein ermöglicht: "Das kann ich nur jedem empfehlen. Nach 30 Jahren hat man einen ganz anderen Zugang dazu. Ich bin da jeden Tag dabei. Ich habe jetzt ein Eltern-Sabbatjahr und es ist irrsinnig erfüllend." Lohmeyer geht auch auf die Beziehung zu seinem eigenen Vater ein, die von einem Mangel an Anerkennung geprägt war: "Mein Vater war so ein Narzisst.Der brauchte quasi diesen Zuspruch von anderen, dass das, was ich mache, gut ist. So ging es auch mit meinem Job. Er musste erst im Radio hören oder jemand anders musste ihm sagen, Mensch, der Peter ist ja auf der Bühne und toll, der ist im Radio, ach toll. Das hat bestimmt bei meinem Job 15 Jahre gedauert, bis mein Vater zum ersten Mal gesagt hat, das fand ich gut." Im Gespräch mit Daniel Kaiser spricht Peter Lohmeyer auch über sein Faible für Fahrradleichen und Kirchenorgeln. Außerdem erzählt er, wie es dazu kam, dass er heute nicht nur als Schauspieler erfolgreich ist, sondern seine selbst gemalten Bilder auch in Galerien zu finden sind. Hier geht es zur Podcastempfehlung "Gerichtssaal 237" in der ARD-Audiothek: https://www.ardaudiothek.de/sendung/gerichtssaal-237-true-crime-aus-dem-strafgericht/13317207/