Günter Kaindlstorfer im Gespräch mit Rudolf Streicher. Nach 1945 haben sich SPÖ und ÖVP darauf verständigt, Österreichs Eisen-, Stahl- und Chemieindustrien sowie die großen Energieproduzenten in staatliches Eigentum überzuführen. Die Biographie Rudolf Streichers, Jahrgang 1939, ist eng mit der Geschichte des öffentlichen Wirtschaftssektors verbunden. Streicher begann als Lehrling in der Vöest und arbeitete sich mit Fleiß und Begabung in die obersten Management-Positionen der Verstaatlichten Industrie empor. Als „Minister für öffentliche Wirtschaft und Verkehr“ war er dann ab 1986 mit einer der schwersten Krisen der Verstaatlichten konfrontiert – einer Krise, die schlussendlich zur weitgehenden Privatisierung von Konzernen wie Voest, OMV und Steyr-Daimler-Puch geführt. Im Gespräch mit Günter Kaindlstorfer blickt Rudolf Streicher, heute 87, auf seine Karriere zurück. Langfassung eines Interviews mit Rudolf Streicher, gesendet im Ö1 Radiokolleg am 29. 04. 2006.
Bildung
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Hier gibt es wöchentlich neue Serien zu relevanten Wissensthemen aus allen Lebensbereichen – breitgefächert, vertiefend und orientierend. Autorinnen und Autoren verbinden fachliche Expertise mit Alltagserfahrung sowie Hintergrundwissen mit Reflexion und eröffnen neue Perspektiven auf aktuelle Fragen unserer Zeit.Redaktion: Ina Zwerger, Ulrike Schmitzer, Monika Kalcsics, Ute Maurnböck, Astrid Schwarz.Produktion: ORF Wissen. Weitere Informationen: https://oe1.orf.at/radiokolleg
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187 Folgen
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Folge vom 27.04.2026Industriestandort Österreich: Interview mit Rudolf Streicher
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Folge vom 23.04.2026In Würde altern (1)Eine Frage der gesellschaftlichen Haltung.Das Älterwerden erfährt jeder Mensch individuell, am eigenen Körper. Doch die Veränderungen des Alltags, der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und der notwendigen Sorgekultur betreffen nicht nur die Einzelnen, sondern reflektieren, wie eine Gesellschaft mit dem Alter umgeht. Wenn dieser Blick auf Jugendlichkeit, Vitalität und Funktionalität gerichtet ist, was bedeutet es dann in Würde zu altern?Gestaltung: Barbara Volfing. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 20. 04. 2026.
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Folge vom 23.04.2026In Würde altern (2)Der Jugend entwachsen?"Nichts sollte erwartungsgemäßer eintreten, aber nichts kommt unvorhergesehener als das Alter." Diese Worte hat Simone de Beauvoir 1970 in einem Essay über das Alter geschrieben. Darin zeigt sie jene ambivalenten Bilder, die mit dem Alter auch heute assoziiert werden. Öffentliche Debatten drehen sich um Krankheitsvorsorge, Altersabhängigkeit und Bedeutungsverlust. Anti-Aging-Werbekampagnen und ein auf Jugendlichkeit ausgerichteter Arbeitsmarkt verstärken diesen Eindruck noch. Was also heißt gutes Altern?Gestaltung: Barbara Volfing. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 21. 04. 2026.
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Folge vom 23.04.2026In Würde altern (3)Das Tempo reduzieren.Das Altwerden ist eine Frage des Tempos. Wenn Gespräche länger dauern, Wege bedächtiger werden oder digitale Abläufe Geduld verlangen, zeigt sich, wie rücksichtsvoll eine Gesellschaft ist. Auch im familiären Alltag finden sich die Spannungen des Älterwerdens. Nähe wird geplant, koordiniert, eingeschoben. Sie findet statt - aber sie konkurriert mit Zeitdruck, räumlicher Distanz und unterschiedlichen Lebensrhythmen.Gestaltung: Barbara Volfing. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 22. 04. 2026.