Frauenliebende Frauen jenseits der 80 erzählen ihre Lebensgeschichten: Christine verliebt sich während der Geburt ihrer Tochter in die Hebamme. Margrit weiss schon im Kindergarten, dass ihr Frauen gefallen, Ruth wiederum erlebt die grosse Liebe erst nach ihrer Pensionierung.
In der intimen Audiocollage erinnern sich Frauen, wie sie Liebe gelebt haben, wie sie den gesellschaftlichen Widerständen ihrer Zeit begegnet sind und wie sie ihre inneren Widersprüche ausgehalten haben. Mit berührender Beiläufigkeit wirft das Feature aktuelle Fragen auf: Was macht eine Liebesbeziehung aus? Welche Selbstdefinitionen machen uns stark? Und was wollen wir gerne undefiniert lassen?
Erstsendung: 3.3.2023
Ausgezeichnet von der Stiftung Radio Basel mit dem Audio-Förderpreis KatalysatOHR 2021 und unterstützt durch die Stiftung Radio und Kultur Schweiz, SRKS.
FeatureKultur & Gesellschaft
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Die Sendung «Passage» steht für radiophone Exzellenz auf SRF 2 Kultur. Hier verbinden sich Wort und Musik, Ton und Stille.
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50 Folgen
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Folge vom 23.08.2026«Ausgezeichnet!»: Eigentlich seit immer. Frauenliebende Frauen
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Folge vom 16.08.2026«Ausgezeichnet!»: Memento Mori. Wandel im Umgang mit dem TodDer Umgang mit Verstorbenen ändert sich mit der Zeit. Dennoch scheinen sich gewisse Grundmuster in der Verarbeitung eines existentiellen Verlusts hartnäckig zu halten. Immer mehr Menschen beerdigen ihre Toten nicht mehr auf einem Friedhof, sondern nehmen die Asche ihrer Lieben nach Hause, streuen sie in Flüsse, auf Wiesen, vergraben sie im Garten oder tragen sie in den Wald. Trotz dieser Entwicklung hin zu einem individualisierten Totenkult sind und bleiben Friedhöfe unersetzlich, als besondere Orte der Trauer, der Begegnung mit dem Tod und dem Leben. Erstsendung: 30.10.2009 Das Feature wurde mit dem Basler Featurepreis 2010 ausgezeichnet.
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Folge vom 07.08.2026«Ausgezeichnet!»: Emil Selhofer. Fremdenlegionär und DeserteurDer Schweizer Matrose Emil Selhofer verlässt 1944 seine Heimat und tritt in die französische Fremdenlegion ein, mit der er in den Indochinakrieg zieht. Dort wird er, wie er nach Hause schreibt, zum Verbrecher gemacht. Er desertiert und schliesst sich der vietnamesischen Befreiungsbewegung an, die den französischen Kolonialisten Widerstand leistet. Nach mehreren Jahren in der Fremde will Emil Selhofer zurück in die Schweiz, doch der Rückweg ist ihm versperrt. Seine Spur verliert sich im nordvietnamesischen Dschungel. Der Historiker An Lac Truong Dinh skizziert in der Sendung von Sabine Bitter das intensive, aber kurze Leben des Schweizer Fremdenlegionärs und Deserteurs Emil Selhofer. Erstsendung: 26.4.2012 Das Feature wurde 2012 mit dem «Prix Média akademien-schweiz» ausgezeichnet.
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Folge vom 31.07.2026«Ausgezeichnet!»: BABOOM!!! Kleine Musikgeschichte der Atombombe1945 töten die zwei Atombomben in Hiroshima und Nagasaki auf einen Schlag fast 100'000 Menschen. Ein Ereignis, das sich in der Musik niederschlägt. In Protestsongs. Aber nicht nur. In der Musikgeschichte der Atombombe zeigt sich auch eine Menge Sarkasmus und Verherrlichung der mörderischen Waffe. «Love that Bomb!» singen «Dr. Strangelove and the Fallouts» 1964, «Not the tiny toy from Word War I / This one is a million times more fun.» Galgenhumor angesichts der omnipräsenten Angst vor dem atomaren Wettrüsten im Kalten Krieg. Ein paar Jahre früher zeichnet die populäre Musik ein ganz anderes Bild: Obwohl fast 100'000 Menschen unmittelbar nach den Explosionen sterben, feiert die Mehrheit der US-Popstars die Atombombe ernsthaft – als Symbol des Sieges und Friedens, das den Feind Japan in die Knie gezwungen hat. Am Morgen nach dem Fall der Bombe auf Hiroshima entsteht mit dem fröhlichen Western Swing-Song «Atomic Power» der erste von zahlreichen Songs über Atombomben. Diese Songs sind stets ein Sensor der Gesellschaft. So spiegeln sich in vielen Liedern der 60er die Angst der Bevölkerung vor der omnipräsenten atomaren Bedrohung: «I want to be normal in every way / But a mushroom cloud hangs over my dreams», singt etwa der Rock'n'Roller Sammy Salvo. Und nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima 2011 wird Protestmusik in Japan zum mächtigen Treiber in der Anti-Atomkraft-Bewegung. Bleibt noch Nordkorea – welche Rolle spielt die Musik im aktuellen atomaren Konflikt mit den USA? Die «Passage» rollt 70 Jahre Atommusik auf und zeigt damit, dass es sich lohnt, zweimal hinzuhören und sich nicht nur von den fröhlichen Klängen eines Popsongs täuschen zu lassen. Erstsendung: 29.9.2017 Das Feature wurde mit dem Zürcher Radiopreis 2018 ausgezeichnet.