Ein 20-jähriger Tankstellenmitarbeiter wird erschossen, weil er einen Kunden auf die Maskenpflicht hinwies. Wie "Querdenker" Sicherheitsbehörden herausfordern.
Ist Deutschland ein sicheres Land? Die Frage stellen sich vielleicht einige, wenn sie nach Idar-Oberstein schauen. Dort ist ein 20-Jähriger erschossen worden, weil er einen Mann auf die Maskenpflicht hingewiesen haben soll. Der Täter hat schon vor der Tat Inhalte von den "Querdenkern" geteilt.
Der Mord offenbart, dass die Sicherheitsbehörden vor einer neuen Herausforderung stehen, sagt Ronen Steinke. Denn nicht alle "Querdenker" und Verschwörungsideologen haben dieselben Ziele wie Rechtsextremisten und gehen wie diese vor. Der SZ-Hauptstadtkorrespondent spricht außerdem über das Thema Innere Sicherheit im Bundestagswahlkampf.
Weitere Nachrichten: China verhängt Exportstopp für Kohlekraftwerke, Ende der Lohnfortzahlung bei Quarantäne für Ungeimpfte.
**Redaktion, Moderation:** Jean-Marie Magro
**Redaktion:** Lars Langenau
**Produktion:** Benjamin Markthaler
_Zusätzliches Audiomaterial über Reuters und ProSieben/Sat.1._

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Folge vom 22.09.2021Wer die Innere Sicherheit bedroht
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Folge vom 21.09.2021Außenpolitik: Wo geht die Reise nach der Wahl hin?Außen- und Sicherheitspolitik spielen im diesjährigen Wahlkampf kaum eine Rolle. Doch bei einer Koalition könnte es spannend werden. Brüssel schaut nach Berlin, aber Berlin nicht nach Brüssel. Dabei wollen kommenden Sonntag drei ausgewiesene Pro-Europäer das Erbe von Angela Merkel antreten: Olaf Scholz (SPD), Armin Laschet (CDU) und Annalena Baerbock (Die Grünen). Doch die Außen-, Europa- und Sicherheitspolitik hat keine Rolle bei den Triellen der vergangenen drei Wochen gespielt. Eigentlich unglaublich, denkt man etwa nur an die Machtübernahme der Taliban in Afghanistan. Es gäbe keine großen Unterschiede und damit auch keine Polarisierungen zwischen den aussichtsreichen Kandidaten, sagt der außenpolitische Redakteur Daniel Brössler aus dem Berliner SZ-Büro. Jeder würde etwa den Schulterschluss mit Frankreichs Präsidenten Macron suchen, aber höchstwahrscheinlich würden die Grünen gegenüber Moskau und China etwa bei den Bürgerrechte stärker thematisieren. Scholz und Laschet würden Missstände wohl auch ansprechen, aber wohl kaum eine harte Konfrontation zum Preis wirtschaftlicher Nachteile führen. Spannend wird es bei einer möglichen Regierungsbeteiligung der Linken, die zumindest offiziell noch für den Austritt aus der Nato sind. Weitere Nachrichten: Entsetzen nach gewaltsamen Tod um Streit wegen Maskenpflicht. Trudeau gewinnt Wahl in Kanada, UN-Generaldebatte. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Jakob Arnu Zusätzliches Audiomaterial über ARD.
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Folge vom 20.09.2021Wahlentscheidung Klimaschutz: "Es ist höchste Eisenbahn"Die wohl drängendste Herausforderung der künftigen Bundesregierung wird der Klimawandel sein. Aber reichen die Pläne der Parteien? Außer der AfD wollen alle große Parteien, dass Deutschland klimaneutral wird. Der Klimawandel ist mit extremen Wetterphänomenen bereits weltweit spürbar. Gerade hat der Bericht der UN-Klimaagentur nochmals klar gemacht, dass sich die Welt auf einem „katastrophalen Weg“ befindet: Demnach steuern wir auf eine Erderwärmung um 2,7 Grad zu. Laut UN müssten die Emissionen um 45 Prozent im Vergleich zu 2010 gesenkt werden. Eine Schlüsselrolle kommt dabei den G20-Ländern zu, die für drei Viertel aller Emissionen verantwortlich sind. "Wir laufen auf eine Situation zu, bei der wir die Klimaneutralität bis 2045 abschreiben können, wenn nicht ganz schnell entscheidende Weichen dafür gestellt werden", sagt der Umwelt-Experte der SZ, Michael Bauchmüller. "Es ist höchste Eisenbahn." Deutschland könne diese Aufgabe natürlich nicht alleine stemmen, aber man stehe auch in der Europäischen Union nicht allein. In der scheidenden Regierungskoalition mit der Union sei die SPD die treibende Kraft in der Umweltpolitik gewesen. Aber er sei gespannt, was von der Aussage eines "moderaten Weges" übrig bleiben würde, den SPD-Spitzenkandidat Olaf Scholz in der Klimapolitik anstreben will. Weitere Nachrichten: Scholz vor Finanzausschuss, Wahlen in Russland. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Jakob Arnu Zusätzliches Audiomaterial über Die Grünen und ARD.
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Folge vom 17.09.2021Bundestag wird immer größer - warum Bayern schuld istÜber 900 Abgeordnete könnten nach der Wahl im Bundestag sitzen. Das ist vor allem einer Regionalpartei zu verdanken. Über Ausgleichsmandate und Hebel. Nach dieser Bundestagswahl werden sehr wahrscheinlich viel mehr Abgeordnete im Parlament sitzen als jetzt. Über eine Milliarde Euro dürfte der Bundestag die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler dann kosten. Woran das liegt? Vor allem an Bayern und der CSU, erklärt SZ-Hauptstadtkorrespondent Robert Roßmann. Achtung: Eine sehr komplizierte, aber umso wichtigere Folge für die Wahl am 26. September. Weitere Nachrichten: Erster Ischgl-Prozess beginnt, Russland wählt. **Redaktion, Moderation:** Jean-Marie Magro **Redaktion:** Franziska von Malsen **Produktion:** Jakob Arnu