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NachrichtenKultur & Gesellschaft

Auf den Tag genau

Aus dem Kiez in die Welt, von der Oper in den Boxring – mit täglich einer Zeitungsnachricht aus der Hauptstadtpresse heute vor 100 Jahren tauchen wir ein in die Fragen und Debatten, die das Berlin von 1920 bewegten. Halte dich informiert und bleib auf dem Laufenden über eine Welt, die uns heute doch manchmal näher ist, als man meinen möchte. Die aktuelle Staffel „Hamburg und die Welt vor 100 Jahren“ entsteht in Kooperation mit der Akademie der Wissenschaften in Hamburg und präsentiert Zeitungsartikel aus Hamburger Tageszeitungen. Es gilt weiterhin: bis morgen! Die ZEIT STIFTUNG BUCERIUS, die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg und die Hapag-Lloyd Stiftung unterstützen die Pilotphase des Geschichtspodcast finanziell. Mit Dank an Andreas Hildebrandt für den Jingle und Anne Schott für die Bildmarke.

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Folgen von Auf den Tag genau

1931 Folgen
  • Folge vom 04.12.2022
    Die Kroatenkrise - Spannungen in Jugoslawien
    Die Frage, ob die verschiedenen, sich überwiegend slawisch verstehenden Ethnien Südosteuropas je eigene unabhängige Staaten anstreben oder aber sich in einem gemeinsamen südslawischen Bundesstaat verbinden sollten, spaltet die entsprechenden Ethnien schon seit langer Zeit. Nach dem Zerfall des Vielvölkerstaates Österreich-Ungarn, in dessen Grenzen Millionen Slawischsprachige seit Jahrhunderten gelebt hatten, war 1918 tatsächlich der Stunde der Jugoslawisten gekommen, die den sogenannten SHS-Staat, das Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen, ausriefen. Nicht alle Bürgerinnen und Bürger selbst unter den hier genannten drei Staatsvölkern standen indes hinter dem Gemeinschaftsprojekt. Vor allem unter den Kroaten störten sich viele an der zentralistischen, teilweise großserbischen Ausrichtung des jungen Staates. Dass die katholische Zeitung Germania in ihrem Lagebericht vom 4. Dezember 1922 dezente Sympathien für die Glaubensbrüder und -schwestern zwischen Donau und Kvarner Bucht durchklingen lässt, vermag dabei nicht zu überraschen. Es liest Paula Leu.
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  • Folge vom 03.12.2022
    Schauspielerstreik I - Felix Hollaender bittet ums Wort
    Die auch schon im Jahr 1922 galoppierende Inflation und ihre gravierenden Auswirkungen auf die Lebenshaltungskosten machten selbstredend auch vor den künstlerischen Berufen nicht Halt. Berlins Schauspielerinnen und Schauspieler forderten deshalb erhebliche Gehaltserhöhungen, die ihnen von den Theatern nicht im von ihnen für nötig erachteten Umfang gewährt wurden, weshalb die Genossenschaft zum letzten Mittel griff und einen Schauspielerstreik ausrief. Die Zeitungen überschlugen sich, und die Intendanten versuchten das Unheil abzuwenden. Die Worte, die der Leiter des ruhmreichen Deutschen Theaters Felix Hollaender an sein Ensemble richtete, vermögen dabei, verglichen mit heutiger Streikprosa, durchaus zu überraschen. Statt diplomatischer Appelle und Verständnisfloskeln geht es in seiner im Berliner Tageblatt vom 3. Dezember abgedruckten Ansprache ordentlich zur Sache. Obwohl auch Schauspieler, hat sich Frank Riede dem Streik dankenswerterweise nicht angeschlossen.
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  • Folge vom 02.12.2022
    Frauen bei Gerhart Hauptmann
    Der große naturalistische Dramatiker Gerhart Hauptmann, der Schöpfer der Weber oder des Biberpelz, befand sich in den frühen 1920er Jahren auf dem Gipfel seines Ruhmes, und entsprechend ausgiebig wurde sein 60. Geburtstag am 15. November 1922 mit zahlreichen Empfängen und Festreden sowie auch in der hauptstädtischen Presse gefeiert. Das Cöpenicker Tageblatt betätigt sich in diesem Gratulationsreigen eher ein wenig als Nachzügler, würdigt den Jubilar bzw. sein Werk am 2. November 1922 dafür aber aus einer besonders interessanten Perspektive: Gabriele Reuter, die kürzlich für uns von der Nebensaison auf Hiddensee berichtete, widmet sich in einem kurzen Text spezifisch Hauptmanns Frauenfiguren. Was sie dazu zu sagen hat, weiß Paula Leu.
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  • Folge vom 01.12.2022
    Hirschfeld: Narkotisierung oder Erotisierung
    Das Ehepaar Franz, vor allem der Mann Ewald Franz, hatte wiederholt in ihrer Wohnung am Kurfürstendamm Geschlechtsverkehr mit jüngeren Frauen, oftmals Prostituierten, von denen manche anschließend über Ohnmachtsanfälle und Phasen der Willens- und Bewußtlosigkeit klagten. Das Feld war bereitet für einen sich lange hinziehenden spektakulären Prozess, der als „Franz-Prozeß“ von der Presselandschaft tituliert wurde. Ende November 1922 kam es zur Urteilsfällung, nachdem sich unzählige Sachverständige gestritten hatten, ob die Frauen betäubt wurden, oder nicht. Gifte wurden in der Wohnung nicht gefunden, so dass sich die Experten, die eine Betäubung behaupteten, auf die Verhöre der Frauen stützten. Am 1.12. argumentiert ein besonders prominenter Sachverständige des Prozesses, der Sexualwissenschaftler Magnus Hirschfeld, im Berliner Tageblatt eher für eine Erotisierung als eine Narkotisierung. Frank Riede liest für uns diese Einschätzung.
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